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Perfektion, Pausen – und die Kunst des Loslassens?

Edel Abgefunkt · Folge 36 · mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn
Veröffentlicht: 6. April 2025 · Dauer: 54:37

Edel Abgefunkt mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn — Musikerin und Arzt, zwei Jobs, mehrere Kinder. Alltag und Partnerschaft kommen oft zu kurz: wenig Paarzeit, viel Mental Load, kaum echte Pausen. Darüber reden sie so, wie es ist — ohne Hochglanz.

Kurzantwort

Muskelkater, Frühjahrsmüdigkeit, Meeting-Urlaube: Folge 36 fragt, ob drei Wochen Urlaub nötig sind zum Abschalten, warum man nach Perfektion streben darf – und sie nicht erreichen muss – und warum Bindungen in der Rush Hour Investment brauchen.

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Häufige Fragen zu dieser Folge

Worum geht es in Edel Abgefunkt Episode 36?

Um Perfektion, Pausen und Loslassen in der Rush Hour des Lebens: Urlaub, Erholung, soziale Bindungen und „gut genug“.

Braucht man drei Wochen Urlaub für echte Erholung?

Ein Freund argumentiert: Zwei Wochen nur zum Runterkommen, danach beginnt Erholung. Sie kennen das Gefühl von Restanspannung nach dem Aussteigen (z. B. Boston) – und dass kürzere, häufigere Pausen für sie oft realistischer sind.

Sollte man nach Perfektion streben?

Ja, streben dürfen sie – aber wenn man sie nicht erreicht, ist das okay. Perfektionismus antreibt und lähmt; die Kunst ist, „gut genug“ zuzulassen ohne den Anspruch zu verleugnen.

Was hat Loslassen mit Beziehungen zu tun?

Bindung braucht Zeit-Investment, nicht nur neue Kontakte. In der Rush Hour fahren sonst alle nur vor sich hin – anrufen statt endlos schreiben ist ein praktischer Gegenimpuls.

Vollständiges Transkript

Automatisches Transkript (TurboScribe/Whisper-Quelle). Kann Hörfehler enthalten. Quelle: Episode-Audio aus dem RSS-Feed.

Hast Du auch Muskelkater? Ja. Ist ja auch gut, dass wir sitzen. Ich hab auch Muskelkater in den Augen. Warum?

Was hast Du mit den Augen gemacht? Ich hab lange Augen gemacht. Hast Du, Silaps mit den Augen? Ich hab ihn erst einmal nicht mit den Augen Silaops gemacht, ja. Ja, sehr gut.

Ja, ist halt schwer, es Silaops zu machen, weil man die ganze Zeit rumgucken muss in sonem Studium, dahinter. Und wie wem hast Du denn nachgeguckt? Du standst ja neben mir, ich konnte nirgendwo hingucken. Eben? Deswegen.

Ich hab mir neben dir Sit ups gemacht. Ja, ich weiß. Ich fürchte, die harte Hand. Hundert? Ja.

Mindestens. Mindestens. Mindestens Mindestens hundert. Ja. Ja.

Also das haben wir erledigt heute. Ja. Wie geht's dir? Ich bin müde. Es zieht jetzt, glaub ich, niemanden so richtig, aber Was das sieht man nicht so richtig oder was?

Ich glaube, es interessiert jetzt auch keinen so richtig. Doch, weil jeder sagt dann, ah, zum Glück im Kurs auch müde, ich bin auch so müde. Ist es die Frühjahrsmüdigkeit oder ist es die Arbeitsmöglichkeit? Also ich finde, so richtig früher irgendwie, also ja, man sieht mehr Sonne, aber Ja, es sieht voll schön. Ja.

Aber es ist schweinekalt. Es ist eine Art, so schweinekalt. Mhm. Ja. Das heißt, es ist so Arbeitsmöglichkeit.

Auch. Brauchst Urlaub? Ja. Mhm. Aber die Urlaubsfolge haben wir schon gedreht.

Die Urlaubsfolge, die Urlaubsvorfreude haben wir auch schon gedreht. Genau. Wir machen jetzt ja ganz viele Meetingurlaube. Das find ich ja auch, das find ich tatsächlich ehrlich gesagt, diese Theorie hatt ich schon früher immer, dass Du das eigentlich viel besser find, öfter kürzer in den Urlaub zu machen. Ja, ich freu mich auch sehr drauf.

Wobei ja 'n Freund von uns auch ein valides Argument gebracht hat, dass wir nach wie vor seitdem eigentlich nie überprüft haben, aber der meinte eigentlich auch, dass so richtig, richtig Urlaub eigentlich erst, also Du brauchst eigentlich drei Wochen Urlaub, so richtig so richtig, ja, also 'n Urlaubseffekt haben zu können. Weil er meinte so, Du brauchst eigentlich zwei Wochen, komplett runterzukommen und dann sozusagen beginnt eigentlich erst Erholung. Und das kennen wir gar nicht eigentlich. Eigentlich, also hier hat man, hier hat man dann tatsächlich Anspruch auf drei Wochen Stimmt. Zusammenhängenden Urlaub.

Stimmt. Das ist schon krass. Und man hat aber nicht hier mehr Urlaub als in Mhm. Sechs Uhr oder? Ja.

Ja. Und das haben wir ja nie, also auch weil Du das nicht aushältst, muss man ja ehrlicherweise sagen. Ja. Ich hab immer das Gefühl, die Welt wird nicht mehr weiterdrehen. Ja, sie kann nicht ohne dich.

Ja. Ja, ist tatsächlich schon schwer, wenn man die Last der Welt auf seine Schultern trägt. Also ich hab auch 'n Artikel neulich drüber gelesen, wo stand das, wenn Katharina aufhört zu posten, bricht Instagram zusammen. Also es ist einfach, wir bezahlen mich nicht dafür, aber alle alle wissen. Das stimmt.

Und was was war eine Vorsichtsmaßnahme? Wie kann man das vermeiden, dass ich Ja, ich hab ja gedacht, wir wir hacken das System und Du drehst einfach vor. Was kann man auch ohne System hacken machen? Dann merkt das keiner, dass Du einfach heimlich Urlaub machst. Thomas, dass Du sich virtuell einfach aufm Bildschirm gebracht hast?

Nee, dass Du einfach sozusagen für drei Wochen Content vorproduziert hast. Das hat aber nichts mit Systemhacken zu tun, das schaff ich aber nur nicht. Ja. Aber jetzt, mein Beruf ist ja nicht nur Instagram, mein Herz auch, wenn Du das immer glaubst. Ja, stimmt, das spielt auch Trian natürlich.

So viel zu Wertschätzung. Das andere Was machst Du Nein, ich weiß, ich weiß, dass Du eine sehr begabte Bratschespieler bist. Alle Bratschespieler kriegen jetzt Freude 'n Hals. Nee, was machst Du beruflich noch mal? Ich, ist eine gute Frage.

Du schnippst irgendwie einen Menschen rum. Mhm. Ja. Auch merkwürdige Art, das zu sein, aber ja. Also ich bin immer halt Pediküre und so.

Du machst Pediküre? Pedikör. Ja. Auch für Hunde. Runde.

Okay, whatever. Das kannst Du mal mal mitmachen. Ja. Schön. Nein, aber ich wollte noch mal zu diesem Urlaubsgedanken zurückkommen, Weil ich kann mich erinnern an die an die Male, als wir aus dem System ausgestiegen sind aus dem Tour.

Aus dem Schweinesystem, ja, Als wir nach Boston gezogen sind, da hatten wir auch zwei Wochen Urlaub, bevor es angefangen hat. Mhm. Ja, da haben wir jetzt wirklich verlautert gelebt. Nee, aber ich kann mich tatsächlich daran erinnern, wie wie noch sone Zeit nach dem nach dem Arbeiten noch sone sone Grundangespanntheit einfach noch son noch eine Zeit lang da war und das dann irgendwann abgefallen ist. Und dann kam erst mal auch son bisschen son Loch, ne, also Gehen wir nur in Boston, war das?

Na ja. Und ich glaube, das war eigentlich auch das Gleiche hier. Ja. Find ich ja 'n bisschen eher, wenn man's drei Wochen oder wieder Nur dass ich halt nach einer Woche nach Umzug Ja, ich sag ja, Du kannst es nicht so nach Portugal geflogen werden. Ja, das ist halt dein Problem.

Kann ich Na ja, das war auch 'n bisschen dein Problem dann. Ja, die Konsequenz war mein Problem, aber die Tatsache, dass Du nicht ruhig sitzen kannst, ist dein Problem. Ja, aber ist ja nicht so das große Problem. Außer dass es mir unglaublich leidgetan hat, weil unsere Kinder mich tatsächlich da gebraucht hätten. Ja.

Das hab ich unterschätzt. Und dann war's aber gut, dann kamen, glaub ich, meine Eltern. Ja, es war, es geht ja immer irgendwie, das war alles. Nein, ich glaube, dann der Moment, als ich weg war, war okay, aber das hab ich unterschätzt. Weil's ja immer okay war, wenn ich unterwegs war, nur halt, wenn man grade in 'n anderes Land zählt, vielleicht nicht unbedingt sofort.

Ja. Manchmal unterschätzt man ja auch seine seine Wertigkeit tatsächlich. Also ich find das manchmal auch gut, wenn ich weg bin oder auch natürlich, wenn Du weg bist, dann zu erleben, dass man vermisst wird, also dass alle sich riesig auf einen freuen beziehungsweise ich kenn das eben, dass alle immer, wann kommt Daddy nach Hause? Wann kommt Daddy nach Hause? Das das kenn ich.

Und dann irgendwie auch weg zu sein und zu erleben, ey, die freuen sich mega auf mich und so, das ist das ist ja auch was Schönes, finde ich. Mhm. Also eben die auch wieder so zum Thema Selbstständigkeit. Ja, ja, ja, ja. Also dann natürlich auch eine Frage der Dosis so, ne.

Jetzt hat man doch schon beim Date gelernt, so sich Fragen zu machen. Ist total attraktiv. Mhm. Nein. Natürlich nicht bei der Kindererziehung.

Ja. Aber hast hattest Du diese tiefen tiefen komplett Pausen? Ich glaube nicht, nee. Tatsächlich. Was ja auch immer die Frage ist, sag ich mal, wann Also ich würde jetzt mal ich würde jetzt mal behaupten, ja, also natürlich kann's im Studium auch stressig sein so, ne.

Aber ich glaube sozusagen, wenn Du wenn Du in diesen normalen grind steckst, ist das schon noch mal was anderes. Mhm. Also ich glaube, so richtig relevant wird das, wenn Du wenn Du regelmäßig arbeitest. Ja. Dann, nee, mein ich's nicht.

Ist eigentlich ganz interessant so auch dieses, weil ich auch nicht auch wieder irgendwas gelesen hab über über so, wir hatten's ja mal von Homöostase irgendwie einen kognitiven Effekt, irgendwie so, dass, dass man so was wie son Baseline, sone sone Ruhe, son Grundzustand, son mentalen Grundzustand hat. Und wenn Du den sozusagen stimulierst und reizt, wo es danach umgeht energetisch und wenn der wenn der Stimo das wegfällt, dann geht's aber erst mal nach unten, dann fühlst Du dich 'n dann fühlst Du dich 'n kleines bisschen schlechter, bis Du wieder zu deiner Baseline hochkommst, ne, wie son, irgendwie sone Gegen wie sone Gegenbewegung irgendwie, ne.

Und das ist auch der Grund, warum man sozusagen, wenn Du halt, weiß ich nicht, also die ganze Zeit nur stimulierst, also sich scrollst wie 'n Idiot die ganze Zeit und dann aufhörst, dann gibt's diesen Dip und dann willst Du natürlich gleich wieder weitermachen, damit sozusagen, dass dann, ne, damit dieses schöne Gefühl wieder zurückkommt. Und das Problem ist halt, dass über Zeit, das ist wieder das, was wir schon hatten, der Homostase, geht die Baseline halt einfach nach unten. Mhm.

Das heißt, wenn Du keinen Stimulus hast, dann fühlst Du dich nicht nur nicht stimuliert, sondern fühlst dich dann quasi depressiv, so. Und das Gleiche gilt aber auch und das hatten wir ja heute beim Sport auch erlebt sozusagen, wenn Du dich halt wenn Du dich halt erst scheiße fühlst, weil Du irgendwas Hartes machst, weil Du dich verausgabst, weil Du Sport machst, weil Du dich Widerstände durchgehst, weil Du irgendwie anstrengende Arbeit machst oder irgendwelche schweren Aufgaben löst oder übst oder was es ist. Wenn die Anstrengung aufhört, dann gibt's diesen Bounce Effekt nach oben und Du fühlst dich danach halt geil. Mhm. So.

Mhm. Deswegen mögen wir auch, hat's nicht innen morgen ins Wasser im Endeffekt, ne. Mhm. Ach so. Und da ist der Unterschied aber, dass Du sozusagen, wenn Du das oft genug machst, dann geht deine Baseline nach oben und Du bist sozusagen im Grundzustand schon glücklicher zufrieden, ne.

Und meinst Du jetzt, dass Du was quasi das ist durch Widerstände gehen, dass das im Urlaub fehlt? Oder wie kam's jetzt mit dem Urlaub dran? Nee, aber einfach Urlaub ist halt auch son, deswegen glaub ich, ist es halt auch, Du hast sozusagen diese diese ständige diese diesen ständigen Stimulus, diesen ständigen Reiz und wenn Du dann erst mal aufhörst, dann kommst Du sozusagen erst mal in den Also Du Und deswegen, das glaube ich sozusagen, deswegen brauchst Du eine längere Zeit fürn Urlaub, weil Du eine Zeit lang brauchst, überhaupt von diesem Stimulus runterzukommen, von diesem ganzen Stressniveau.

Und dann fällst Du erst mal runter und dann fühlst Du dich erst mal eine Zeit lang 'n paar Tage irgendwie halt nicht, dann ist jetzt halt nicht alles nur megageil. Und wenn Du dann halt wieder anfängst so, dann wird dieser Erproderungseffekt eigentlich gar nicht stattgefunden, sondern der kommt dann sozusagen, dass er auf die normale Baseline wieder zurückkommt.

Das braucht halt einfach Zeit, so. Schon witzig, dass Du mir jetzt erzählst, wie sich Urlaub anfühlt. Ja, dann können wir Urlaub ist halt 'n ist eine technische Sache. Muss man halt auch mal einsehen. Mhm.

Ist Urlaub eigentlich eine mathematische Gleichung ist. Okay. Wie wär's denn, noch mal drei Wochen aufm Segelboot zu bringen? Zum Segeln? Ja.

Oder? Oder drei Wochen in einem Berghaus? Auch das. Auch das. Sollen wir das mal so als kleines Experiment angehen?

Ja. Wann machen wir das so zwanzig, neun, zwanzig? Zwei Wochen zelten gehen, also Oh Gott. Wisst ihr? Da waren doch nicht mal einen Tag zelten so zwei.

Das stimmt. Ja. Lass uns mal planen für. Irgendwann. Irgendwann.

Ja. Lass uns mal auf unsere Bucket Liste schreiben, dass wir einmal im Leben drei Wochen Urlaub gemacht haben. Ja. Ja, noch ist nicht zu spät. Das klingt sehr dramatisch.

Du glaubst ja dran, dass die Welt in zwei Jahren nicht mehr so sein wird. Wie's jetzt ist? Mhm. Ja, das ist nicht so schwer. Also, also, sie bildet es ja auch nicht mehr so, wie sie vor fünf Jahren war, also insofern.

Ich weiß, aber Du sagst, dass sie drastisch sich landen. Ja, glaub ich schon. So, wie man sich's gar nicht vorstellen kann. Mhm. Das heißt, wir sitzen dann im März zwanzig siebenundzwanzig da und hören uns die Podcastfolge heute an und denken, krass, wie das damals war.

Ja, ich weiß, vielleicht sind auch dann zwei Roboter, die sie für uns nachstehen oder so was. Ja, Ich hab irgendwie gar nicht so Lust auf die Zukunft. Also ich bin ja Wieso? Na, aber es klingt alles nicht so hoffnungs Hoffnungs. Die Frage, wie Du's wie Du's liest und wie Du's interpretierst.

Na ja, wenn man dir zuhört zumindest, dann hört sich das alles ziemlich vernichtend an. Nicht ich, ich bin ja generell Dass das jetzt aber son bisschen voll der wäre, irgendwie Du sagst mir jedes jedes Mal, dass dass bald die Welt untergehen wird. Nee, das sag ich nicht, dass sie bald untergehen wird. Also Entschuldigung, dann ist das das völlig höher. Ja.

Ja, also es gibt ja wie immer sozusagen, ich mein, kein Mensch weiß, was passiert. Also insofern ist das halt im Endeffekt wie Kaffeesatzlesen, ja. Mhm. Ja, und wir haben ja gesagt, wir leben ja jetzt, auch, ne, und das ist ja schon wichtig. Ja.

Und ich glaube, die die Quintessenz ist ja auch, also wir haben ja diesen Film gesehen, irgendwie wo, weiß nicht, wo sie irgendwie ausrechnen, dass 'n Komet irgendwie kommt, der halt auf der Erde einschlagen wird und dann halt einfach alle alle vernichtet, dass halt alle dann einfach irgendwie irgendwann ignorieren und zum Alltag übergehen und's irgendwie auf, ja, also auf eine Art einfach, die Strategie ist halt einfach nicht hochzugucken, damit man sich das damit man sich das nicht bewusst werden muss.

Natürlich kann man da die Haare drüber raufen irgendwie und Aber am Ende des Tages so was, Also was willst Du machen gegen Dinge, die da, falls nicht mehr, welche Folge das war, haben wir auch schon ganz viel drüber gesprochen sozusagen. Was ist halt in deinem Handlungsraum und was ist nicht in deinem Handlungsraum? Ja, ja. Ich meine, wenn Du den, wenn Du Asterix in Obelix Comics glaubst, dann haben die Galle ja auch mal geglaubt, dass sie in der Himmel aufn Kopf fällt so.

Mhm. Und wenn er's macht, dann kannst Du auch nix, also dann kannst Du auch nix dagegen machen. Das stimmt. Deswegen kapedieren Ergeben wir uns im Schicksal. Carpetieren, ja.

Absolut. Aber das steckt ja dahinter im Endeffekt. Das ist ja dieses Total. Das macht das Das ist ja auch dieses dieser stoische Gedanke im Endeffekt, dieses Sag mir mal stoisch. Stoisch.

Stoisch. Stoisch. Historisch. Historisch. Ja.

Destoisch, vielen Dank. Ja, das also das deine Situation ja auch immer sozusagen einfach, je nachdem, welchen Kontrast Du dagegenstellst. Also Du kannst dir immer vorstellen, dass es schlimmer ist, dann ist die Situation, also dann ist das alles nicht mehr so schlimm. Ja. Diese Idee, wenn Du dir vorstellst, Du hast einfach keine Hände mehr, so.

Als Übung gibt das ja. Du sollst dir die Augen zumachen. Mhm. Man stell dir vor, Du hast keine Hände mehr. Wie doof das wär jetzt für deinen Alltag irgendwie irgendwie das so.

Mhm. Und dann machst Du die Augen auf und denkst so, voll geil, dass ich zwei Hände hab. Nee, hilft es mir hilft es total. Ich stell mir regelmäßig nicht vor, dass ich nur zwei Hände Ja, das wär auch schwer für dich als Ja, das wär jetzt mit jungen Jahren und Geigerin. Und Du machst dann Geiger dran heute son bisschen?

Ich hab das jetzt mit Absicht gemacht, wenn ich zu ärgern. Das hast Du ja geschafft. Ich mach mir das ich mach mir das manchmal bewusst, zum Beispiel wirklich mit so Kleinigkeiten wie, boah krass, ja, es wäre jeden Abend die Küche auf, wir gucken, dass wir jeden Abend euch mal klar ins Bett gehen. Dann stellst Du dir vor, wie's wär, wenn wir die Küche nicht aufräumen reden. Das ist ja einfach ein Riesenmess wär.

Und dann verlassen vier Menschen das Haus am nächsten Morgen. Und wenn ich zu Hause, sage ich mal, übe oder Homeoffice mach und nicht Probe hab, wenn ich Probe hab, dann kann ich's erst irgendwann am Ende des Tages auch fahren und ansonsten komme ich sozusagen in ein Mess zurück, kann man nicht anders sagen, von natürlich, also es ist superschnell wieder zu regeln, aber es sind natürlich irgendwie alle möglichen Frühstückssachen und irgendwie wir schnell davon sprinten, pünktlich in der Schule anzukommen und so weiter. Und dann war ich mir klar, okay, hier leben halt einfach fünf Menschen. Wir sind alle lebendig, wie geil ist das so. Wir wir können alle essen, weißt Du?

Also so das wirklich umzupolen, weil ich ich möchte nicht aufwachen und auf eine Art irgendwas daran missen, weißt Du? Also wenn das nicht ist, dann ist es nicht gut. Mhm. Und sich das bewusst zu machen, das hilft, wenn ich schon in vielen Dingen so, okay, wenn die Kinder zu laut sind, so nie, das ist gesund. Also sicherlich angemessen erzogen sollten sie sein, aber dass Kinder, sag ich mal, trubelig sind und Das ihr Job.

Und wild sind, was? Das ihr Job. Genau, das ist ihr Job. Das ist das ist so, das ist das ist gesund. Das ist Und auch was, neulich Anna gesagt.

Stell dir vor, Du bist achtzig Jahre alt. Mhm. Und denkst an diese Situation zurück, so. Das sind die Momente, wo Du, Die man sich dann zurückwünscht, ja? Wo die Ja, sich die Spülmaschine auch noch mal zu.

Nein, aber das ist ja, wo die Kinder halt Weißt Du, also wenn die jetzt auch irgendwie Blödsinn machen und weiß ich nicht, keine Ahnung, sich eine Kugel, aber das Gesicht voll malen oder sonst irgendwas. Das sind ja die Sachen, die auf eine Art Stimmt. Die die eigentlich alles im Leben finde ich ja auch, ja, ist vielleicht überzogen, aber ich trotzdem, ich finde, es gilt für sehr, sehr, sehr viele Begebenheiten ist, also wenn's dich nicht umbringt und das machen die wenigsten Sachen, Ja. Dann ist es am Ende des Tages oft nicht immer, Mhm. Aber oft schon auch eine lustige Geschichte.

Ja, das stimmt. Das stimmt. Ja, und? Also hier jeder Blödsinn, der einem passiert in diese Tage, wo auch irgendwie nichts gelingt und alles, ist, also Du kannst natürlich, ist auch wieder eine Frage, erzählst Du das als Heldengeschichte oder erzählst Du das auch zur Geschichte? Aber man kann das schon, man kann in sehr vielem in sehr vielem Tragischen schon auch sehr viel Komik finden.

Das stimmt, wie. Wie als wir auf diesem Berg gestiegen ist ja noch nicht richtig verflucht haben. Ist eigentlich dann die Zum Beispiel. Nee, das ist eine, das ist deine Lieblingsgeschichte. Na ja, ich kann ja keine Geschichten erzählen, leider.

Ja, aber wenn Du deine, wenn Du die Geschichten erzählen könntest, dann würdest Du die gerne erzählen. Als eine von einigen. Ja. Ja, ich finde, ich glaube irgendwie, wir als junge Menschen, ich zähle nämlich noch zu dem war ich gar nicht sicher, ob ob wir noch ob wir noch inkludiert sind oder Wir sind noch inkludiert, weil Du ja neulich gesagt hast, wir sind in der Rushhower des Lebens. Wir neigen ja dazu, busy zu sein.

Und busy sein ist ja auch schon eine Charaktereigenschaften, wenn nicht auch ein ein Statussymbol. Oh, ich bin so busy. So. Und und was man ja so von alten Menschen auf 'ner Art immer wieder hört, sei es am Sterbebett oder wenn sie irgendwo auf 'ner Parkbank Parkbank sitzen, ist so wisse wisse wert auf eine App diese kleinen diese kleinen Dinge, ne, die quasi Liebe im Leben, letztendlich deine deine liebsten Menschen, ja, weil diese klassischen Sprüche irgendwie so, Du wirst am am Stäbebett nicht bereuen, dass Du zu wenig gearbeitet hast. Nö.

Und ich finde, das sind schon Sätze, die kann man so hören und dann realisiert man so, ah ja, mhm, mhm. Und dann macht man weiter und ist weiterhin eine Ameise oder man sagt sich halt, ja, es stimmt. Es stimmt. Also genauso wie's ja auch immer wieder schwer zu ertragen, aber auch gesund ist, dass man beruflich ersetzbar ist. Mhm.

Also das sag ich mir jetzt als Geigerin so, ne, wenn ich ausfall, weil irgendwie unsere Tochter im Krankenhaus sitzt liegt, dann bin ich ersetzbar. Ich bin aber nicht bei unserer Tochter ersetzbar. Und dass sich bewusst macht, find ich schon immer wieder wichtig so, was was spielt tatsächlich da eine Rolle? Und Du weißt ja, wie ich für meinen Beruf sozusagen brenne, Und auch, also grade für Musiker so, man neigt als Musiker dazu, auch seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen für Konzerte bei Ja, oder auch alles zuzusagen. Alles zu zu sagen, aber auch, ne, im Studium hatt ich 'n Studienkollegen, der hat dann irgendwie mit sonem halben Damendurchbruch hatte dann einfach noch son Hochschollkonzert gespielt, wo er danach ins Krankenhaus ist.

Wo Du so denkst, okay, also ja, ich seh schon ein, dass Du unersetzlich warst, weil Du hast es als Einzige einstudiert und es ist 'n modernes Stück und und so alles steht und fällt so hängt von dir ab. Ja, aber wenn 'n Auto, wenn Du 'n Autounfall hast, kannst Du auch nicht spielen. Ja. Ich will auch nichts essen. Ne?

Und einfach son bisschen zu relativieren, dass eben die Welt sich weiter dreht, das ist, glaub ich, immer wieder letztendlich gesund zu erleben. Ja, ich glaube, es geht ja viel auch die Verbissenheit rauszunehmen im, ne. Und Ja, ich glaub, man, also man sollte schon nach Perfektion streben, ja. Das glaub ich schon. Du meinst generell im Leben oder als Künstler?

Also, Ich find, man kann schon nach Perfektion streben, aber wenn man sie nicht erreicht, ist auch okay. Genau. So. Ja, ich mein Und das ist, glaub ich, dieser, ich glaube, das ist sozusagen der also der eine Teil, der dann oft verloren geht sozusagen, ne. Und es gibt halt halt und dann gibt's halt die anderen, die a, das die die anderen Gruppe, die sagt, ja, warum überhaupt Strese, ne.

Und ich ich glaube schon, dass dieses Streben auch, und dann sind wir wieder bei diesem Anstrengungs, die wir so am Anfang hatten, ich glaube schon, dass dieses Streben zufrieden macht und Sinn stiftet. Ja, total. Aber wenn sozusagen das, ja, wenn Du anfängst sozusagen alles über diese Perfektion sozusagen zu stellen, die Perfektion über alles zu stellen und sozusagen alles daran zu opfern, Das sind ja diese, ich mein, ich weiß nicht, viele Hollywoodfilme sich in den Neunzigern da abgearbeitet haben an dem Vater, der dann immer, dass der dann immer in den USA das Baseballspiel des Sohnes oder irgendwie, ist ja immer das. Immer der, der kommt ja an den leeren Baseballplatz, alle sind schon weg irgendwie. Hat nicht erlebt Peter.

Nicht erlebt, genau. Und das ist ja irgendwie auch das das Motiv von Peter Pan von dieser Verfügung auch mit Robin Williams.

So und das und das ist auf eine Art ist das Klischee und auf eine Art, das ist halt trotzdem einfach wahr, so, weil das ist Ich mein, das haben wir auch oft sozusagen, unser Alltag ist deren Kindheit so und das, ja, geht dann schon die Momente und es geht es gibt ja diese diese diese riesige Harvard Studie, die über, weiß ich nicht, nach achtzig, neunzig Jahre jetzt läuft inzwischen, halt untersucht haben, also sind irgendwie Harvard Absolventen und aber auch Leute, zum zwei Stunden zusammengeschmissen worden und Leute, die in in 'nem Viertel mit niedrigem sozialen Status aufgewachsen sind, haben das zusammengelegt und geguckt, ja, wie wie alt die Leute werden, irgendwie Mhm.

Gesundheit, Krankheit, alles Mögliche. Und der, also das, was sozusagen über alle, also über alle über alle Schichten, über alle Parameter hinweg, der einzige Prädiktor ist sozusagen die die Qualität deiner sozialen Beziehungen.

Mhm. Wenn Du alleine bist, wirst Du schneller krank, stirbst früher. Und wenn Du wenn Du gute soziale Bindungen hast, Mhm. Dann lebst Du länger und lebst gesünder. Ach, deswegen bist Du mit so sagen.

Mhm. Nee, der ist 'n kleiner Selbstschutz natürlich. Ach so. Klar. Vorausgesetzt, glaub ich.

Deswegen deswegen deswegen auch die ganzen Kinder natürlich das einfach. Einfach, dass immer jemand da ist. Oh Gott. Ja. Und das, aber das das bedeutet halt auch Investment.

Das wissen wir ja selber irgendwie, dass das halt Und grade jetzt so in der Rushhower, grade jetzt, früher hat, also ich sag mal, früher, wo wo Du als Student irgendwie in der gleichen Stadt gelebt hast oder so oder generell Zeit 'n anderen 'n anderen Stellenwert hatte. Also früher hatte man ja meistens kein Geld, aber sehr viel Zeit. Jetzt hat man mehr Geld, aber weniger Zeit. Mhm. Und da hast Du sozusagen, da hast Du ja freizügig das auch investiert, dich getroffen und mit Leuten, also je nachdem, wie intro und extrovertiert Du bist, aber also Du kannst als extrovertierter erzielst Du vielleicht mehr aus, sage ich mal, größeren Gruppen, aber als Introvertierter erzielst Du trotzdem, sag ich mal, aus 'ner sozialen Bindung, wenn sie halt, sag ich mal, so eng oder eins zu eins ist oder so.

Ist jetzt nicht so, dass Du sozusagen, also dass es dir besser geht, wenn Du ganz alleine hockst irgendwie so, ne. Ja, ich glaube, man kann's nicht pauschalisieren alles, aber Nein, aber aber sind dann von der Beziehung und Bindung braucht auch Liebe. Ja, das sind ja soziale Wesen. Und und das kostet aber sozusagen jetzt, also sozusagen jetzt ist es 'n Investment. Mhm.

Total. Was wir auch gesagt haben, dass wir das noch mehr Ja. Investieren wollen auch. Ja, ja. Also nicht nur nicht nur neue Bindungen aufzumachen, sondern die Alten auch zu halten, weil's einfach, weil ich mein, wir sind nicht die Einzigen, die in der Rushhout des Lebens.

Wir sind halt einfach alle. Ja. So, und wenn alle die ganze Zeit nur mit sich selber beschäftigt sind und bis sie sind, Mhm. Dann Fährt halt jeder so vor sich hin. Genau, ne.

Und das ist dieses, Du bist jetzt auch schon regelmäßige Anfang, einfach mal anzurufen, ohne jetzt irgendwie fünftausendmal irgendwas hin und her zu schreiben und erst mal irgendwann passt irgendwie und so. Mhm. Manchmal klappt's, manchmal klappt's nicht irgendwie und einfach ist einfach schön, ja. Nicht so, manchmal hast Du dich 'n Jahr nicht gehört, nicht so absurd irgendwie, dass man sich 'n Jahr nicht gehört hat irgendwie. Mhm.

Also ist jetzt auch, ne, gibt ja verschiedene Bindungsengen und Stärken und irgendwie so. Aber allein schon, ja, das, was wir auch hatten irgendwie, also Feste zu feiern Ja. Selber, aber halt auch auf Feste zu gehen. Ja. Weil das ist das, was bleibt.

Ja. Das sind nicht wieder diese Erinnerung. Du erinnerst dich nicht an das Wochenende, wo Du dann sozusagen die halbe Wochenende dann doch noch irgendwas gearbeitet hast, irgendwie so. Mhm. Sondern Mhm.

Find ich total richtig. Und was ich vorhin noch sagen wollte, so zu zum Thema Perfektion, der Witz ist ja, das ist ja wie son, was ist das fürn Bild, dass Du quasi eigentlich immer wie son kleines Würstchen vor deiner Nase hast? So, okay. Witzig, dass Du 'n Würstchen. Normalerweise sagt man Karotte, ne, aber ist schön, dass Du als Veganistin irgendwie Sag mal, ist echt Karottelein.

Ja. Jetzt echt? Ja. Ach, Okay. Aber ich dachte, der Hund, wie auch immer.

So, dass es dir immer so vor die Nase gehalten wird und Du glaubst immer da zu sein, aber wenn Du halt da bist, dann ist halt dein Perfektionsanspruch halt ja auch weiter, weißt Du? Also da da muss man Perfektionist sein, man muss aber auch nicht Perfektionist sein, als dass man sich ja immer weiterentwickelt. Und dann ist man vielleicht kurz, okay, happy und dann am nächsten Tag denkst Du so, okay, ist aber schon wieder nicht gut genug. So und das ist halt einfach so Ist schon Asum Tode, ne. Also es nähert sich quasi Ja.

Es nähert sich dem Zielwert unendlich an, um's ehemals sozusagen zu erreichen. Und das ist ja einfach, also das auch zu zu realisieren, eben klar, wir haben eine super Arbeitsmoral, wir wollen's gut und so. Aber mein damals perfekt ist ja schon lang nicht mehr mein jetzt perfekt, ne, weil wir uns ja weiterentwickeln. Und das aber einfach zu wissen, wie es kann ja quasi faktisch nicht fertig sein, daher bleibt uns nichts anderes übrig, als zu sagen, es ist gut so. Und wir machen's trotzdem.

Und wir dürfen's auch jetzt, ne. Also so, das ist ja eigentlich, viele Teile unserer Arbeit, egal ob jetzt mit YFM oder auch mit Podcast, ist so, wir machen's und und es wird weitergehen. Also Podcast und Ausnahme, der ist perfekt. Natürlich. Von Anfang an.

Jede Von Anfang an. Jede Folge Ja. Gibt's nix. Ja. Nach Einsteins Kriterien gibt's nix, nix mehr wegzunehmen.

Das ist schon ist schon perfekt. Ist ja auch 'n schöner Satz, ne, dieses Perfektion. Dass ja nicht, dass Du irgendwas hinzufügen musst, sondern wenn Du nix mehr wegnehmen kannst. Ich hab grade immer Du weißt schon eine Also mir merkt man Ironie immer nicht an, wurde mir gesagt. Ja.

Ich weiß nicht, wie's anderen Menschen mit dir geht. Ich kann's, glaub ich, lesen, aber Du hast da hängen. Was Du jetzt wegen dem Podcastmesse? Dass es sich ironisch war. Mhm.

Das war nicht ironisch. Ah gut. Okay, erklär mir mehr. Ich hab grade dran denken müssen, während Du das erzählt hast, mit diesem ewig nicht, also sozusagen ist es immer nicht immer weitergeht. Das ist diese Ist ja auch Fortschritt so, ne?

Ja, und es gibt diese coole Kirche in Cool. In Barcelona. Zur Grada Familie oder so heißt sie. Ist sie jetzt grad in Barcelona nicht angefangen? Ich hab versucht, nicht zu niesen.

Ach so, okay, gut. Ja, aber Wie heißt diese Wie heißt diese Stadt in Frankreich. Diese schwere Stadt. Okay. Ja, die, ich glaube, die wird inzwischen auch seit zweihundert Jahren oder zweihundertfünfzig Jahren gebaut, halt mit immer neuen Architekten und immer, also die ist halt auch einfach nie fertig, so.

Und der wird immer weiter gebaut. Das find ich eigentlich total cool und total Also die ist auch irre, wenn Du da hingehst irgendwie, also tausend Sachen, die Du da irgendwie sehen und entdecken kannst und irgendwie so einfach dieses work in progress über son langen Zeitraum irgendwie find ich, ist son also find ich son Sinnbild dafür, ne, dass Du das Mhm. Und dann ist es ja wieder unglaublich mutig, wenn man überlegt, wie viele Menschen, wir alle, haben quasi irgendwann gesagt, ja, das ist jetzt gut so. Ich geborene jetzt die Arbeit ab. Ich ich fühl jetzt das ich führ das Stück auf.

Das ist ja unglaublich mutig. Ja, Du musst ja, weil also sonst bist Du Weil, das gibt's ja auch, ne, dieses, wie heißt das wieder, also dass Du einfach die ganze Zeit, dass Du analysierst und bewertest, das noch nicht gucken und ich kann's ja nicht abgeben irgendwie und einfach unglaublich limitierst damit, weil Du Ja. Oder ja. Oder dann eben immer Hochstapler Syndrom zu haben. Ja.

Ja. Ja und auf eine Art Du sagst, es ist mutig. Ich glaube, es fühlt sich mutiger an, als es tatsächlich ist, weil es ist ja es ist ja meistens nicht so, dass da eine Riesenkomitee dann dasteht und sagt, na ja. Also schauen wir mal, also ob das jetzt Perfektion ist irgendwie, ne. Also, außer Du meinst, die Außenwelt ist ja viel weniger anspruchsvoll als man selbst.

Ja. Aber dann ist es ja trotzdem mutig, weil man selbst ja denkt, ich müsste aber noch. Ja, ja, deswegen mein ich aber, es ist ja sozusagen ja 'n Ja. Ja. Ja.

Aber man glaubt ja auch immer, dass alle anderen dann denken, oh mein Gott, ist schrecklich. Man denkt ja die ganze Zeit, dass die anderen in erster Linie damit beschäftigt sind, über dich selber nachzudenken, Ja. Was sie nicht sind. Genau. Oder Weil sie mit sich selbst nachdenken die ganze Zeit.

Genau. Jeder denkt mal, was ich sage. Ja. Also außer ich, weil ich denk sehr viel über dich da. Was denkst Du denn über mich da?

Wie das so ist, gut zu sein. Oh Gott. Und? Was hast Du so für eine Schlüsselperson gefunden? Ich glaube, es ist gut, gut zu sein.

Okay, gut. Das hat aber ganz schön viel Zeit gebraucht, oder? Ja, ich denke auch, wie Du danach. Ich weiß, was Du denkst. Ja?

Ja. Also das darf man sogar nicht sagen. Das darf man jetzt gar nicht sagen. Okay. Gut, ich wollt dich nicht unterbrechen, Entschuldigung.

Perfektion. Mut abzugeben, bewerten, selber nachdenken, über sich selbst. Ja, was es, glaub ich, auch braucht, ist, das sag ich ja ganz oft zu Musikern und das darf man, glaub ich, auch zu allen Menschen sagen, es braucht eben diese Bereitschaft zu sagen, es ist gut. Also was ja wieder dann daran anknüpft an, ich seh die Küche und denk, oh mein Gott. Und dann aber sozusagen eben, seh ich tatsächlich in sone Zufriedenheit zu arbeiten.

Und natürlich kann man das irgendwie auch Selbstbetrug nennen, weil man sich alles immer nur schönredet, ne. Also wo hört's auf, wo endet das? Aber quasi jetzt, also beim Bild von Kunstwerk zu bleiben, irgendwann zu sagen, jetzt ist gut genug. Und ich weiß auch, dass es mir in, also wenn's Aufnahmen geht, morgen schon nicht mehr gefällt oder vielleicht in einer Woche oder ich würde es schon in einem Monat anders machen. Ich weiß es und ich mach's und ich ist jetzt trotzdem gut genug.

Und das sich auch zu gönnen und sich darauf einzulassen, das ist, glaub ich, richtig, richtig, richtig, wichtig für tatsächlich mentale Gesundheit. Mhm. Ich glaub auch, also ich glaube auch, das ist eine eine Fähigkeit auch, die man lernen kann, zu sagen Ja, total. Absolut. Es ist gut genug, das auszuhalten.

Ja. Das ist Ja. Ich glaub, man kann so unglaublich viel lernen tatsächlich. Ja und also und gleichzeitig trotzdem und das ist wieder dieses dieser dieser Perfektionsanspruch, wenn man irgendwie, ne, von diesem Paretoprinzip ausgeht, dass Du irgendwie achtzig Prozent des Ergebnissen mit zwanzig Prozent des Aufwands kriegst. Mhm.

Wenn Du dann schon sagst, das ist gut genug, das ist ja dann schon, ne. Ist halt die Frage. Oder geht's noch 'n bisschen stärker? Wenn Du, weil das ist natürlich auch das Risiko, dass Du dann, wenn's anstrengend wirst für die letzten für die letzten zwanzig Prozent, diese achtzig Prozent Aufwand dann sozusagen zu investieren, dann zu sagen, da hab ich keine Lust drauf so, ne. Also ich glaube schon, dass das, also das kannst Du ja wieder in 'nem zweites Intervall aufteilen von den letzten zwanzig Prozent, das ist ja auch wieder achtzig, zwanzig und so.

Mhm. Und ich glaube schon, dass es diesen, also diesen ersten Mehraufwand schon braucht. Ja, ja. Und dann ist aber auch wieder die Frage, muss ich diese letzten zwanzig Prozent zum Perfektionismus? Muss ich die in allen Bereichen eben leisten?

Oder kann ich nicht sagen? Ja. Muss ich. Definitiv. Okay.

Du, Du musst. Ja. Gut, so sehe ich das auch. Du weißt ja, diese dieses dieses Hohnied von, was war das, Matthias Schröder? Weißt Du, Matthias Schröder?

Ich weiß es nicht. Was Du als Frau alles sein musst. Ach so, ja, ist genau. Ja. Das liebe ich, diesen Sketch.

Das finde ich sehr spannend. Und was hast Du gesagt? Du hörst mir also zu. Wir hatten's von, weiß ich sie aber nicht. Ich kann gar nicht mehr denken.

Das merk ich. Können auch das Thema wechseln. Nein, nein, wir steigen das raus. Nein. Tschau.

Das ist der Podcast, wo man auch uns beim Denken zuhören kann. Stille. Nee, gar nicht drum von dem ich drauf. Was hattest Du heute Mittag gewesen? Reis.

Ich weiß es wieder. Das war der dreißigsteste. Es gibt ja Menschen, die sagen, ich bin total perfektionistisch. Ich bin voll der Perfektionist. Und dann ist die Frage, sind wir wirklich alle so krass unterschiedlich?

Ich ich hab jetzt nicht die Antwort drauf oder ist es ihr, also jetzt auch das als Beispiel für vielleicht mehrere für mehrere Situationen oder ist es vielleicht eher auch so, ich komm da nicht ran, ich möchte das nicht weghaben, ich ich seh überhaupt nicht ein, daran zu arbeiten, weißt Du, was ich meine? Also kann man nicht eben auch diesen Perfektionismuslernen abzulegen als Beispiel für, Ich bin halt so. Ich glaub, ich persönlich, ich hab ich glaub nicht, ich glaube nicht, dass die Menschen, die sagen, sie sind Perfektionisten, dass die wirklich Perfektionisten sind. Sondern? Ich Ich glaube mehr, dass es dieses Angstding ist, irgendwas sozusagen, Mhm.

Dass es nicht gut genug ist. Aber ich glaube nicht, dass es Perfektionisten ist. Ich glaub, 'n richtiger Perfektionist würde das nicht von sich selber sein. Ist ja interessant. Ja.

Hab ich noch nie drüber nachgedacht. Das ist 'n Perfektionismus sein. Also heißt das, dass es immer sauer ist? Heißt das, dass man immer alles so grade hinlegt? Ja, aber das hängt hängt ja davon ab, was Du sozusagen, also welche welche Area Du betrachtest, so.

Deswegen ist es ja auch so total monodimensional oder Also jetzt müssen wir so als Beispiel jemand sagen, ich bin Perfektionist, der denkt an eine spezielle Situation in seinem Leben irgendwie, an seine Arbeit. Oder halt nicht an seine Arbeit, sondern wie er das zu Hause macht. Genau, das er Und Du denkst aber nicht an das Gleiche zwangsläufig. Also ich bin Perfektionist in so. Ja.

Würde halt sehr viel mehr Sinn machen. Deswegen, ich diese ganzen diese ganzen, ich bin Ich bin chaotisch zum Beispiel. Ja, ja. Ach so. Ja, ich hatte ja auch diesen, diesen, ich bin, was war das, ich bin, ich mache Sachen nicht fertig, Mhm.

Was ja sozusagen genau diese Antipode zu Wo ich dir dann aber Ja, wo Du mir das auch gespiegelt hast, dass es halt schlicht und ergreifend einfach nicht stimmt. Ja. Wenn man halt wieder guckt, so, wenn Du wenn Du fünf Sachen zur Auswahl hast Genau. Und eins zur Perfektion bringst, aber Du vier nicht, wenn Du dich halt dann auf die vier fokussierst, die Du halt nicht zur Perfektion gebracht hast, dann sagen, ja, ich bin halt kein Perfektionist. Ist eine Lesart, aber ist das die richtige?

Ich find diese, ich fand das ich fand das auch sehr spannend, weil ich kann nicht mehr in meinem Coachinggespräch war oder wo das herkam, aber dieses, Also wenn Du dich jemandem vorstellst, wie man wie man von sich selber redet irgendwie, so, ich ich bin so und so und ich bin ich bin hier hoch oder ich bin Und das ist eigentlich völliger Blödsinn. Also auch da wieder diese Sprache so, ich heiße, so, das ist mein Name, aber ich bin ja mehr als nur der Name. Genau. Ich arbeite als, so. Das ist halt alles nicht, weil in dem Moment, wo Du's mit deiner Person, also sozusagen an deine mit deiner Person verknüpfst, ist halt auch jede Kritik persönlich, ist jedes, wird son total definitorisches Element.

Ich sag ja total immer. Ich bin Geigerin. Und eben, ich glaube grade aus dem Identitätsgrund, aber natürlich hast Du recht, natürlich ist man als Musiker, wenn man nicht aufpasst, sehr viel angreift, Fahrer und sehr viel, das ja, die Kritik ist ja sozusagen ich so, also ne. Wenn jetzt nicht gut spielt, dann dann bin ja ich das. Dann bist Du kein guter Mensch automatisch sozusagen, wenn wenn das deine, also wenn das die Definition ist.

Genau. Und das darf man halt dann auch lernen son bisschen, ne. Und ich Ja. Und es ist wirklich dieses, also, welche unbewusste Macht, die Worte haben, die Ja. Die die wir benutzen irgendwie.

Das das weiß ich noch, da hat irgendwie, das hat auch Anna mal zu mir gesagt, dieses, also, ja, über sich ärgern. Ja. Haben wir auch, glaub ich, schon mal, vielleicht nicht, ob wir schon drüber gesprochen haben, aber dieses Wir schon, aber ich weiß nicht, ob ich Du machst Du machst irgendwas Du machst irgendwas falsch. Und dann und wenn Du drüber redest und sagst, ich ärger mich, dass ich das gemacht hab, weil's dann eigentlich noch mal sozusagen noch mal sone Auto Trinkst Du mal Gift. Was so meine Autoaggression ist, ne.

Also Mhm. Eigentlich mit es ärgert mich. Ja. Also das das, dieses Faktor oder dieses Erlebnis, das das ärgert mich. Du sagst, ich ärger mich dann sozusagen.

Ich schick mich auch. Dann ärger ich mich selber, also sozusagen das Mit dem Reflexidswohnung. Ja, also Ist eine Art, auf eine Art total lächerlich, aber ich glaube nicht, dass es lächerlich ist. Ich glaube nicht diese, dass diese innere Talk, da ist das jetzt nicht, dass ich, das ist Bruder jetzt, ich weiß es nicht mehr, pass auf deine pass auf deine Gedanken auf, denn sie werden irgendwie zu Worten Worten. Worten werden zu Taten und Taten werden zu deiner Realität.

Ja. So. Und wir haben halt achtzigtausend Gedanken am Tag, wovon irgendwie achtzig Prozent die gleichen sind. Und deswegen hat es halt schon einen relevanten Einfluss sozusagen, wie diese Gedanken formuliert sind einfach. Und Du hast ja mal gesagt, jeder hat, jeder hat Angewohnheiten, Mhm.

Gewohnheiten. Also eben quasi jeden Tag bis zwölf Uhr schlafen und mit der Tüte Chips anzufangen, ist halt auch 'n. Ja. Ne, also so dieses Du hast ja immer irgendwie so ein Bild von irgendwie so jemandem, der Nee, aber ich fand das so toll. Ich kenn ich kenn jemanden, der so ist, aber Du hast da 'n sehr starkes Bild Einlagt.

Ich wollt jetzt nicht, wenn ich jetzt sag, jeden Tag Nullen aufstehen und keinen Yoga machen, dann fühlt sich jeder angesprochen und denk ich, das das liegt Nein. Deswegen sag ich immer so ganz krass Aber das findest Du ja auch verwerflich. Ja, ich Den Tag neun aufzustehen. Ich find's ganz schlimm. Und kein Yoga zu machen.

Ich verurteile das. Ja. Richtig. Ja. Deswegen.

Sag's doch einfach. Steh doch dazu. Nein. Nur jeder muss ja nicht, es muss ja nicht jeder sagen wie wie wir. Entschuldigung, Du warst, man muss jeder Habits hat sehr.

Das find ich so interessant, weil quasi eben bei Habits denkt man dann eben an irgendwie gute Routinen bla bla bla so. Und alle, die diese, sag ich mal, eben fünf Uhr aufstehen, Zu billig zu machen Ja. Zu machen, nee, das ist mir dann zu, das ist mir zu diszipliniert und ich kann das nicht durchziehen und ich ich hab da keinen Rhythmus und und so weiter. So, ich kann dich nicht für was entscheiden, dann muss ich ja das für immer machen. Dabei macht man ja sehr viele Dinge immer wieder regelmäßig.

Zum Beispiel ins Bett gehen, ohne Zähneputzen Alles. Oder so. Alles. Das ist ja dann auch kein Wert, ne? Und die Frage ist halt einfach, welche Regelmäßigkeit tut mir denn eben gut oder welche halt auch nicht?

Und das einfach, sag ich mal, smart zumindest zu reflektieren, dann auch zu sehen, okay, das tut mir zwar nicht gut, ich mach's aber trotzdem, weil wie auch immer, ich hab Spaß, whatever, ne? Also das find ich irgendwie so spannend. Der Widerstand ist ja nicht so sehr Ich glaube, der Widerstand ist ja nicht so sehr, dass man das nicht ändern möchte oder dass man's nicht anders haben möchte, aber dass dieses Ich glaube, wir haben einfach grundsätzlich generell, das ist 'n sehr, sehr menschlicher Impuls, dass man Widerstand gegen Energieaufwand hat. Und besonders, wenn Du halt irgendwie erschöpft bist oder irgendwie generell, Oh ja. Dann ist halt alles, wo Du für, weil ein zu ändern, musst Du's halt mindestens dreißig Tage lang anders machen, damit es sozusagen sone neue Baseline gibt irgendwie.

Und das ist Das kostet Kraft. Ja, es kostet es kostet dich eigentlich in dem Moment nicht Kraft. Es kostet dich Kraft, wenn Du an das Ganze denkst sozusagen. Aber es kostet dir auch Kraft, was zu verändern. Ja, egal.

Also egal, was anzufangen, ist halt irgendwie son großer Brocken. Aber wenn Du's halt in son kleinen in son kleinen Schritt sozusagen zusammen also runterbrichst, dann ist es Wenn also jetzt, wenn wir sagen, wenn man jetzt sagen würde, ihr müsst jetzt, also jetzt müssen wir jeden Tag müssen wir ins Wasser gehen. Mhm. So, das ganze Jahr, ein ganzes Jahr, so, dreihundertfünfundsechzig Tage, das ist ganz schön viel irgendwie, ne. Wenn Du's halt einfach nur sagst, jetzt gehst mal jetzt gehst mal einen Tag ins Wasser, ne.

Ja. Ne. Und dann, das sind ja auch diese ganzen, ich mein, tausende Autoren haben das ja auch gesagt irgendwie, statt dir jetzt vorzunehmen, Du schreibst jetzt den Roman, schreibst Du jetzt schreibst jetzt dich hin, schreibst zwei Minuten. Ja. So und wenn Du da angefangen hast, dann geht's so, ne, diese Genau.

Aber was ich, genau, aber was ich meine, weil Du jetzt auch gesagt hast, wenn Du angefangen hast, es kostet insofern Kraft, weil es noch keine Routine ist. Genau. Und wir zum Beispiel, wir sagen jeden Morgen, oh Gott, es ist kalt, aber wir haben das halt schon so als Routine, dass wir's ja nicht infrage stellen. Und wenn Du aber halt was verändern willst, wie, weiß ich nicht, jeden Morgen elf Uhr joggen geht Müssen wir zwölf Chips essen zum Beispiel, ja. Genau.

Dann sozusagen ist dieser Energieaufwand ja sehr viel größer als dein Benefit, den Du ja erst, sag ich mal, über einen gewissen Zeitraum auch spürst. Das geht ja letztendlich schnelle Belohnung, so. Ja, aber das ja das, was wir Na, und schnelle Belohnung ist auf eine Art immer leichter, als da mal, sag ich mal, durch den Widerstand durchzugehen. Aber was wir am Anfang hatten, wenn Du sozusagen zuerst das das Negative machst, dann kommt das Positive sozusagen danach. Ja.

Das ist ja das Prinzip, was wir auch früh gesprochen hatten irgendwie, dass wir halt Vorkasse Freunde sind. Ja. Erst bezahlen. Ja. Sich dann dran freuen.

Oder auch erst ehrlich sein, auch wenn das schwer ist. Genau. Und sich dann drauf Und das ist ja, im Endeffekt ist es, ich bin also wirklich mit Physik definitiv kein Das war nicht Teil deines Medizinstudium? Doch, aber es war Hast Du jemand anderen hingeschickt? Nee, das nicht.

Aber da hab ich genau, mein Physikprofessor hat damals gesagt, die Physik die Medizin ist ein Baum und die Physik ist die Wurzel. Und wenn's an der Wurzel krankt, wenn ich sie gibt, was redest Du? Das ist so, das ist völlig, wenn elektrischen Widerstände und irgendwie sonst Nee, egal. Aber das das Prinzip, was eins der Prinzipien, die bei mir hängen geblieben sind, ist wahrscheinlich auch alles, keine Ahnung. Es ist nicht mit in welchen Formen, aber das ist alles falsch.

Aber grundsätzlich, einen Körper in Bewegung zu besetzen, brauchst Du sozusagen mehr Energie, sobald er in Bewegung ist. Brauchst Du halt im Endeffekt Ja, ist v und so. Ja, genau, v und s. Irgendwo kommt dann noch son Newton dann vor. Ja.

Ja, sehr gut. Ich erinner mich. Zwei zwei Blinde unterhalten sich über Farben. Aber das ist das ist es ja im Endeffekt, irgendwie son Auto, das Du halt anschieben musst, so. Und das, ich glaube, man kann das das kann man schon lernen, dass das, ich weiß nicht, ob das ob man da hinkommt, dass das Anschieben Spaß macht, das muss es auch nicht.

Mhm. Aber dass man das einfach so internalisiert hat, weil man über Erfahrungen und immer, immer wieder gelernt hat, dass wenn man's wenn man's angeschoben hat, dann kommt's, dann wird's besser, dann kommt was Gutes. Ja. Und auf eine Art schon auch, ja, ist die Frage, hat man ein Ziel im Kopf? Also ich finde, wir haben jetzt, wir haben jetzt bei euren Routinen jetzt nicht son Ziel im Kopf, außer dass wir eben erlebt haben, dass es guttut, dass es sinnvoll ist.

Ne. Aber ansonsten würd ich sagen, okay, wenn Du jetzt zwanzig Kilo verlieren willst, schon auch 'n Ziel im Kopf haben, nicht, weiß ich nicht, irgend eine komische Zahl aufm auf der Waage oder so, aber ein Gefühl von Kann man schon auch helfen. Ja, aber ich glaube, das Ist auch eine Typfrage, glaube ich. Ja, ich glaube, dass es sehr viel mehr hilft, sich wohlzufühlen im Körper. Dieses Gefühl immer wieder Ja, aber dann ist wieder die Frage Das find ich so gut.

Das find ich son bisschen schwierig, weil wann fühlst Du dich denn gut? Weil währenddessen, also da Aber hundertfuffziger, da fühlst Du dich nicht gut. Ja. So. Aber aber dieses unmittelbare danach, da fühlst Du dich ja gut.

Ja. Und natürlich ist ja auch nicht jede Sportart für jeden was, das ist ja keine Frage, ne. Aber also das, ich glaube, man braucht, und deswegen bin ich ja eben auch wieder ein großer Fan vom Feiern, man braucht dieses Erleben danach. Deswegen feier ich's jedes Mal, wenn wir unter dieser Dusche stehen, nachdem wir in diesem kalten Wasser waren. Ja, man darf scheiße sein.

Fucking kalten Wasser waren. Dann feier ich das. Da freu ich mich einfach immer so riesig, über unter dieser warmen Dusche zu stehen, weil das ist ja sozusagen das, was man ja auch speichern möchte, dieses dieses gute Gefühl. Und wenn ich immer nur das andere gespeichert hab, dann mach ich's ja nicht, genau. Ja, wir sind da am Ende des Tages sind wir halt die zwei Idioten mit dem Stein in der Wüste.

Ja, genau, das war nicht. Nee, wir schleppen den Stein halt einfach Stell dir einfach unter die Beamtenische. Alle denken immer so, hä, warum geht denn nicht? Geht einfach gleich unter die Beamtenische. Muss das Problem.

Ja? Nein, erst 'n Stein rumschmal, dann können wir den wegschmeißen, dann können wir richtig schnell laufen. Ja. So machen wir das. Das ist unsere Idee.

Das ist unsere Philosophie. Von dem. Sehr schön. Dabei belassen wir das jetzt? Ich glaube auch.

Dann kann man nichts mehr hinzufügen. So weit, perfekt. Mhm. Ich freu mich schon auf morgen früh.