Vollständiges Transkript
Ich glaube, wir müssen gleich mal mit 'ner Warnung anfangen, oder? Warnung, wovor? Weil Du gesagt hast, dass dieser Podcast nicht unemotional sein wird. Es kann sein, weil wir eine hitzige politische Debatte davor hatten. Weil aber gesagt haben, wir reden nicht, also passend zu uns ist jemand, wir reden ja so nicht.
Aber wir sind ja nicht uneinig, was Parteien angeht, muss man ja dazu sagen. Nee, aber äußern uns ja jetzt nicht politisch jetzt. Genau. Ja. Wir sind nicht uneinig über die Parteien.
Wir sind's, wir sind auch nicht Wir haben einfach nur drüber geredet, warum Dinge sind vielleicht, warum warum die Dinge sind vielleicht, wie sie sind. Na ja, wir hatten ja neulich das insofern kurz angesprochen. Also reden wir jetzt doch drüber. Nein, aber wir hatten ja kurz darüber gesprochen, wie man noch trust vor der Vertrauen sein kann. Und jetzt grade ist mein Zustand so, dass ich mehr und mehr beunruhigt bin.
Und natürlich darf die Hoffnung nicht sterben und das Licht darf nicht sterben und so weiter. Nächsten Liebe. Aber genau Nächstenliebe statt übernächstenliebe Folge. Letzte. Ja.
Genau, aber ich ich frag mich auch, ob ob wir das aus dem Ausland noch irgendwie anders mitbekommen, weißt Du? Anders gefiltert. Ich mein, Du kannst ja überall Tagesschau angucken. Also ist jetzt nicht so verzerrt unser Bild hier. Wir kriegen jetzt keine dänische Nachrichten.
Ja, aber es hat auch eine Wahl. Ja, ja, klar. Also irgendwie fühlt man sich ja dann doch noch, sage ich mal, in dem politischen Geschehen zu Hause Ja, ja. Zu Hause. Zu Hause.
In Deutschland Mhm. Näher als, also, ich krieg das hier schon mehr mit jetzt auch über die Arbeit natürlich. Du kriegst ja, was jetzt Dänemark mehr mit? Ja, auf jeden Fall. Ja, und natürlich irgendwie jetzt auch diese ganze Gründerdiskussion und so, ne.
Das ist ja auch dänisches tages Geschehen, wo da auch viel Aufregung ist. Mhm. Jetzt sind wir doch mitten in der Politik. Okay. Wie kommen wir da jetzt wieder raus?
Ah, I don't know. Zu Aber, wenn, also, nein, wir können da nicht nie hier nächsten Videos sprechen und über Backmischungen und Mein Herz. Also was für mich schwer zu realisieren ist, ist dieses Wissen darum oder eben das Realisieren in einer zu sein. Das finde ich sehr schön Echokammer meinst Du. Echokammer?
Ja. Also wo Du wo man halt mehr oder weniger immer das Gleiche hört in verschiedenen Genau. Also es gibt ja diesen schönen Spruch, Du bist der Durchschnitt, der fünf Menschen, mit denen Du dich umgibst. Ja. Find ich 'n sehr schön motivierenden Spruch, find ich einfach total spannend zu reflektieren, mit wem umgeb ich mich eigentlich?
Sind das die Menschen, die mir guttun, deren Werte ich verträgt und so weiter oder ne? Also so und was mir eben immer klarer wird, ist, dass, weil ich ich weiß noch, wir haben damals in den USA gelebt und ich immer so, ich kenn einfach niemanden, der Trump wählt. So, also ich kenn die halt nicht und deswegen sozusagen ist es für mich ganz schwer zu begreifen, dass es diese Menschen halt gibt und jetzt hab ich wieder genau dasselbe Gefühl. Ich hab's Gefühl, alle sind so auf unserer Meinung oder auf unserer Seite, aber es gibt halt die anderen Rechtsradikalen und das Ja, weiß ja nicht, find ich sehr ja, nein. Aber das find ich sehr schwer, das find ich schwer zu fassen und und und sich klarzumachen, ja.
Wie ist nicht nur rechtsradikal? Also die anderen sind ja nicht automatisch alle rechtsradikal. Nein, das ist ja klar. Das ist ja das ist ja Aber machen Sie ja. Ja, natürlich, aber das ist ja die, wenn Du sozusagen, also das die klassische Autofahrerweisheit, in die alle, die langsamer als ich fahren, sind sind Idioten und alle, die schneller als ich fahren, sind Wahnsinnige, so.
Ne, also das ist ja, das ist ja auch ganz schnell, dass man halt alles, was nicht die eigenen Maßstäbe vertritt, sofort in irgendeiner Form negativ gelabelt wird, einfach nur, weil's weil's anders ist. Also ich, wo ich grad dran denken muss, weil das so meins, irgendwie, ich hatte einen einen Coaching, ja, eine Art Coaching irgendwie in Da warst Du dabei? In Barcelona damals. Was war das? Weiß ich gar nicht mehr.
Rahmen von dem Transplant Workshop. Ist doch egal. Auf jeden Fall gab's da sone Session, wo wir so Persönlichkeitstypenprofile ausgefüllt haben, so, Mini Test. Kann man jetzt auch viel diskutieren, wie viel da jetzt sozusagen richtig ist oder falsch oder welche welche Klassifikationen da irgendwie fundiert sind oder nicht. Es spielt auch keine Rolle, das war einer von denen, sag ich mal, klassischsten, auch 'n bisschen diskutierbar sind, aber irgendwie auch immer vier Typen, also vier Ausprägungsmodelle, die in sechzehn verschiedenen Varianten münden.
Und Teil dieser Teil dieser Übung war dann, nachdem wir das alle ausgefüllt hatten, standen in sonem Raum und dann haben die, also alle zusammen, so eine große Gruppe, dann haben die vier Fragen vorgelesen sozusagen, wo es halt zwei Antwortmöglichkeiten gab, wo Du halt immer dann je nach Ausprägung sozusagen von diesem von diesem Persönlichkeits, von dieser Persönlichkeitseigenschaft halt eher das eine oder eher das andere wählen muss. Also so musste ich halt für eins entscheiden, also auch wenn's nur 'n bisschen war, dass es halt sozusagen dann in das in das eine geht. Und und ich das ist mir tatsächlich noch relativ stark in Erinnerung geblieben, dass ich, weil so, es gab so eins oder zwei von diesen Fragen, die für mich so völlig klar waren. Also das war nicht so, ja, kann man so sehen oder kann man so sehen. Und ich dachte einfach so, nee, ist total klar, ist so.
Und dann Dann ist jetzt quasi in die eine Ecke. Und dann stehe ich dann stehe ich in der in der einen Ecke und dann sehe ich halt, wie die Hälfte von diesem Raum einfach in der anderen Ecke steht, wie ich so gedacht hab, wie krass, wie kann man das denn wie kann man das denn so komplett anders sehen? Das kann man doch gar nicht anders sehen. Und offensichtlich hat einfach die Hälfte des Raumes das komplett anders gesehen, einfach. Und das ging ging's da euch, also einen selbst oder?
Nur, also nur einen, also es ging, ne, ne, ne, ne, also es war jetzt nicht irgendwie, finden Sie, dass alle Bale abgeschlachtet werden sollen oder so was. Ist überhaupt nichts irgendwie, sag ich mal, extrem extremes Wohl, sag ich die Antwort total klar. Ist ja natürlich, aber Sondern natürlich, also Sachen, die Du dich selber betreffen. Mhm. Krieg das nicht mehr genannt an und das war, ist auch egal.
Und das nächste Faszinierende war, dass halt, also Du hast sozusagen diese eine Gruppenbildung, wo Du schon denkst irgendwie, es kann gar nicht sein, dass man das überhaupt anders sieht. Mhm. Und dann hast Du aber so deine eigene Gruppe, wo Du halt, also stehst Du halt da in 'ner Gruppe und dann sind halt andere dich rum, wo Du merkst, ja, okay, das sind so deine, ja, weil die sehen die Welt ja genauso wie Du. Und dann kommt die nächste Frage, ja, und Du stehst sozusagen wieder in einer Ecke und bist dir ziemlich sicher, dass man die Welt eigentlich nur so sehen kann. Und der Typ, der vorher noch genau neben dir stand und halt eigentlich deiner war, steht auf einmal da drüben dann und sieht die Welt ein und dann denk ich so, Moment mal, aber Du warst gerade hier, so.
Und das hat mir, das ist mit auf eine Art irgendwie durch diese physisch bildliche Komponente, da das erste Mal so richtig greifbar geworden, weil ich finde davor, ja, man hat davor tausend Mal das gewesen, es gibt verschiedene Persönlichkeitstypen. Man kann die Welt an, man kann die Welt anders sehen, die sind alle divers, wir haben alle unsere Sichtspunkte und so. Ja, natürlich irgendwie, ne? Jeder hat Du kannst nur, jeder hat eine Blickperspektive, weil es gibt halt nun mal, der Einzige, der gerade da sitzt, bin ich. Der Einzige, der da sitzt, bist Du.
Deswegen kann man die Welt sozusagen, Du kannst sie gar nicht so sehen, wie ich sie sehe, einfach. Ich weiß. So. Alles theoretisch total klar und einleuchtend, aber irgendwie wie so oft gibt's ja so Sachen, die einem theoretisch total klar sind. Die man erleben muss, so.
Ja, das, ne. Du kannst ja auch, also völlig an den Haaren herbeigezogen, kannst tausend Sachen über Schwangerschaft, an über Geburt, über wie das dann ist, Eltern zu sein lesen. Ja, ja. Ist ja alles total klar irgendwie und bis bis dann halt das Leben kommt mit der Zaunlatte und es ja halt einmal sozusagen so richtig richtig gibt. Und dann ist es noch viel schöner als sie die Essen.
Viel schöner natürlich, immer fünfundzwanzig Stunden am Tag. Ja. Nee, sechsundzwanzig hatten wir uns gar nicht. Stimmt, wir haben gesagt, wir erhöhen die die Stundenzahl am Tag aus sechsundzwanzig. Macht einfach mehr Sinn.
Ja. Total doofes Konzert mit vierundzwanzig. Oder? Aber und da musste ich jetzt irgendwie grade daran denken, weil Du gesagt hast irgendwie so, ja, ist doch ganz klar, wie man die Welt sehen muss irgendwie. Mhm.
Ja, das ist schon spannend. Und natürlich ist unsere Sicht ja auch ganz stark von unserer Biografie geprägt. Unglaublich. Da, wo wir aufgewachsen sind, Ja. Die Sachen, die wir erlebt haben.
Du kannst in der gleichen Stadt in 'nem völlig anderen Viertel aufwachsen Und dein Erleben von dieser Stadt und von der Welt ist völlig verschieden. Das das sagen wir auch immer wieder, wie prägend auch Eltern sind. Total. Und ja, eben die fünf Menschen, die dich umgeben, ne. Ja, oder Freiburg.
Also Kannst Du bitte auch auf meine Sätze eingehen oder kannst Du nur so in deinem Kopf so in deinem Ich kann heute nur auf, ich kann nur meinen Gesichtspunkt vertreten. Okay, gut. Dann setz ich mal kurz hier rüber. Das können wir nachher echt noch machen. Aber ja, weil Du sagst, die fünf Leute, die dich also umgeben, natürlich.
Also und ich mein, wer sind die fünf Leute in deiner Familie zum Beispiel? Das sind jetzt Also ich meine, eine lange Phase in deinem Leben sind das die fünf Leute, also wenn jetzt in der Familie fünf Leuten wohnst, Aber wie auch immer, das sind ja die, mit denen Du am meisten Zeit so bringst. Vielleicht sind das nicht die Prägendsten, gibt ja auch immer diese Geschichten von 'nem Großvater, der dann irgendwie Aber die, ich würde schon sagen, im Kindesalter sind die Eltern die Prägendsten. Ja und und selbst da sozusagen fragt sozusagen drei Kinder aus der gleichen Familie, die ihre Kindheit waren. Mhm.
Ich sag jetzt nichts über meine Familie, aber sozusagen das Erleben ist sozusagen ein völlig anderes teilweise teilweise, ne. Weil halt auch das wieder in der gleichen Familie, in der Position bist Du erster, Zweiter, Dritter oder nur erster, ganz alleine, bist Du Was auch immer, aber es ist halt einfach und, ja, da kann man sozusagen schon an der, da kann man's schon ganz hautnah an sich selber sozusagen ranholen, wie wie unterschiedlich Gesichtspunkte sind. Und wie unterschiedlich Gerechtigkeit wahrgenommen wird. Also eben kleinpolitisch und großpolitisch. Ja, das ist echt spannend, weil man kann ja nur von sich ausgehen.
Also zum Beispiel, wenn ich mit dir sprech, dann kann ich wissen, was Du darüber denkst und ich glaube, im Laufe unserer Beziehung sind wir da, also eigentlich von Anfang an natürlich nahe gewesen. Und trotzdem bist halt Du, Du, ich, ich, ne und und Du nimmst deinem Körper so wahr und ich nehm meinen Körper so wahr und Ich hätte zwischenzeitlich schon Sorge, dass ich Du geworden bin. Ich auch. Schon manchmal, so oft wie Du von dir sprichst, da denken schon alle schon, oh mein Gott, herpools auch. Ja, also ich weiß auch nicht, wohin das alles führen kann.
Na ja, ja, ja, gut, das das weiß sowieso keiner, aber weil Du das gerade so angesprochen hast, irgendwie so, also das sind ja ganz, ganz große Worte, mit denen, finde ich, sowieso viel Wrestel auch so, also auch beruflich so. Was ist Gerechtigkeit? Ja. Was ist fair? Was ist fair?
Also ich hab das ich hab das ja mal gesagt und ich steh da ich steh da auch nach wie vor dazu. Wir hatten diese Diskussion, Du kannst dich erinnern, irgendwie nicht irgendwie mit mit meiner Abteilung zu 'nem Zeitpunkt irgendwie. Ist dann auch 'n bisschen unglücklich gelaufen wegen allen möglichen, sage ich mal, externen Faktoren, wo wir darüber geredet haben, also was ist Fairness, so. Das sagst Du auch dem zu den Kindern immer lieber, es gibt keine Genau. Ich ich stehe halt dazu, ich glaube nicht.
Ich glaube nicht, dass es eine absolute Instanz an Fairness gibt und damit ist das Leben nicht fair. Es ist einfach nicht fair und man kann und und es ist auch, also zumindest meine Interpretation fair ist halt grundsätzlich immer das, was für einen selber fair ist. Genau, okay. Und das ist gleichzeitig für den anderen unfair. Ja, kann sein, muss nicht, aber sozusagen, es ist halt nicht automatisch dann auch fair für den anderen und Das heißt, es gibt Feriens eigentlich nur in der subjektiven Variante oder unfair nicht.
Völlig, ne. Und ich hab ja dann noch zum Abschied, weißt Du noch, die will dieses Buch geschenkt bekommen, das Leben ist nicht fair. Ja, mit der Titel. Hast Du das immer gesagt damals schon, oder? Na, ich, also nicht immer, aber eben, weil wir diese Diskussion hatten irgendwie und dann auch Du sagst es hinterher.
Und dann auch haben meine Kollegen irgendwie etwas, wirklich hier grummelnd aus dem aus dem Raum rausgehangen, so, es gibt keine Fairness im Leben. Und die, also, ja. Du hattest halt nicht, Du kannst nicht jedem die gleichen Möglichkeiten geben, die gleichen Chancen geben. Und Du kannst eben die gleichen Du kannst eben versuchen, die gleichen Chancen zu geben, aber es ist trotzdem nicht fair. Mhm.
Du kannst versuchen, 'n Buch zu führen und Du hast recht schuld Ja, ja, klar. Das stimmt. Das stimmt, was jetzt zum Beispiel grade Kinder angeht. Genau, wir führen überhaupt gar nicht Buch und ich hab auch gar nicht den Anspruch, irgendwie gleichermaßen zu sein, weil ich glaube, dass es völlig unsinnig ist, wenn man das dritte Kind anders behandelt als erste und das ist nicht, also anders erzieht auf eine Art oder anders mitbekommt, wie auch immer. Und was wollt ich jetzt sagen?
Ich weiß nicht, was Du sagen wolltest, aber ich will noch was dazu sagen. Ja, das Schick, hab ich meine Chance mega Ja, kannst dir noch mal aufschreiben, erinner dich in fünf Minuten. Nur weil Du sagst, mit Kinder erziehen irgendwie und Ah, jetzt sitzt er wieder einer. Also, wo ich son bisschen allergisch dagegen bin tatsächlich ist dieses privilegiert sein, was einem dann eigentlich immer vorgeworfen wird. Ah, ihr seid ja privilegiert.
Das finde ich so, also das finde ich so Also wem also wem der Seite von Was hat das mit Fairness zu tun? Na ja, sagen wir mal so, wenn Du jetzt im Slum aufwächst, dann ist es sehr, sehr unfair und wenn Du in Dänemark aufwächst, dann ist es weitestgehend nicht so unfair. So, dann ist es weitestgehend privilegiert. Sag wir. Also ja, also sagt man.
Sagt man. Ja. Und es, also, ja, natürlich kann man sagen Und das findest Du unfair, dass man das sagt? Natürlich kann man sagen, das Universum ist da eben nicht fair. Natürlich, also kein Kind sollte irgendwie unter unter Leiden und und unter schlimmen Bedingungen aufwachsen.
Ich sag das zu unseren Kindern regelmäßig, damit sie einfach Dankbarkeit lernen und immer wieder dankbar sind, was sie was für sie halt selbstverständlich ist. Wie sollen sie's auch wissen, wenn sie's nicht, wenn man's ihnen nicht auch sagt, wie's auch anders geht? Und ich finde aber dieses Privilegiert hat immer einen Vorwurf mit dabei. Und das find ich so schwierig. Dieses, ja, Du bist ja privilegiert, dir geht's dir gut.
So. Ja, also das stimmt, ich bin wirklich in 'nem tollen Elternhaus aufgewachsen und sozusagen, wir wir hatten nicht irgendwelche, ich will jetzt gar nicht irgendwelche Bilder aufmachen, aber so, das war alles behütet. Und dennoch hat man ja auch einen Beitrag oder sozusagen gibt man einen Beitrag, wohin das Leben dann weitergeht. Also ich finde, privilegiert ist dann immer so, ja, Du wurdest passend irgendwo reingeboren und warst da in deinem Leben lang passend und jetzt bist Du halt zufällig glücklich geworden. Und das find ich so schwierig.
Viele Sachen, die Du gesagt hast. Aber ja. Aber also in welchen Situationen hast Du das Gefühl, dass es kommt, dieser Vorwurf? Also ist das 'n 'n 'n theoretischer Vorwurf? Also jetzt mal, klar, also auf eine Art Butter bei der Fische, weiß ich nicht.
Oder die Fische. Ja. Steht schon. Bitte bei die Fische. Butter bei die Fische.
Warum meinst Du so? Ich glaube, das ist Ja. Norddeutsch. Okay. Gut.
Sag mal so. Du hast sehr gut, Du hast ja 'n Mann, Du hast ja 'n Arzt geheiratet. Ah, Du hast sehr gut, Du hast ja überhaupt 'n Freund, Du hast ja 'n Mann. Was ja nicht? Also Du kannst ja nicht, Du kannst ja nicht richtig, da hast da hast Du ja da hast Du's auch gut?
Das ist das Erste. Ausschließlich gut, ausschließlich. Das muss man mal sein. Was ich alles alleine muss. Du hast immer 'n Arzt zu haben.
Das stimmt. Das kann ich einfach hundertprozentig. Der dich ernst nimmt mit deinen Leiden? Zum Teil. Aber das hat ja jetzt nichts mit deinem Aufwachsen zu tun, ob Du 'n Mann hast oder nicht.
Nee, aber dann dann ist ja alles gut. Aber dann dann musst Du dir ja keine Sorgen machen. Ja. Und Du hast 'n Freund generell, ah ja, gut, dann sozusagen kann man dich ja aus der Opferrolle da rausnehmen, keinen Freund zu haben, dann ist ja alles gut, dann ist ja alles abgehakt. Also Du würdest eigentlich auch gerne Opfer sein.
Also Du hast das Gefühl, dir wird dein, dir werden Nein, ich will überhaupt nicht, nein, nein, nein. Werden die Herausforderungen abgesprochen. Nein, ich will überhaupt nicht Opfer sein. Darum geht's mir überhaupt gar nicht. Ich, wir hatten wir hatten's neulich davon, natürlich sind wir Helden und ich bin ja, wie ich, glaube ich, schon in jedem Podcast einfach mindestens einmal sag, ich finde es großartig, sich sein Glück auch selbst zu schmieden, finde ich sehr, sehr wichtig.
Ich weiß nicht, ich finde, da kommt dann eben sozusagen von außen son, ah ja, das ist ja, ja, ich weiß es gar nicht. Also sozusagen, das ist ja unfair, Du hast es ja da besser und so weiter. Und das ist sozusagen von außen zum Teil son Vorwurf, mit dem ich gar nicht umgehen kann. Mhm. Weißt Du, was ich mein?
Also son unterschwelliges, bitte entschuldige dich für deine Situation, weil ich find's eigentlich kacke. Und ich hab heute auch Also weil's einem zugeflogen ist oder weil's einem Genau. Man ja auch die Arbeit, die sie teilweise, die dahintersteht. Die Arbeit, die ich immer mit, ja. Ja, also die Arbeit, mich zu finden, mich zu halten.
Ja, auf dich zu warten. Ja, mich vom Heiratsmarkt wegzuschnaufen. Das würde ich niemanden wünschen. Ich wünsch mir besser. Ja.
Ja. Und das und das ist also sozusagen, da damals, Du, man kann's natürlich auch, man kann's auch umdrehen sozusagen vielleicht irgendwie, dass nicht so sehr dieses dieser dieser Fairnessgedanke dahintersteckt oder das spielt da quasi mit rein, aber wir hatten ja über eine sehr lange Zeit ein Plakat hängen im Wohnzimmer als Plakatabfang. Ja, als Überschrift auf dem Stand, Ja. Was ja das ist, glaube ich, was Du son bisschen auch ansprichst irgendwie. Und das da steckt ja, glaube ich, auch ganz oft in diesem Fairnessgedanken drin.
Eigentlich ist ja, es geht ja nicht im Sinne von Fairness darum, dass man Sachen gleich verteilt, sondern es geht eigentlich darum, was mir zusteht. Also, ist ja wieder sone, was heißt, was haben wir so eine Zurückung Erwartungfach. Geht, ne. Also, eigentlich sollte ich das bekommen. Wenn ich's nicht bekomme, dann ist das nicht fair.
Genau. So und oder ich sollte das haben und so. Eigentlich sollte ich den Freund haben. Eigentlich sollte ich verheiratet sein, nicht Du, so. Weil dann muss man ja auch nicht mehr arbeiten, wenn man verheiratet ist.
Ja, zum Beispiel, keine Ahnung. Aber Das ist und das ist das ist ja, glaube ich, ganz viel dieses, was ja auch 'n Generationending ist. Da gibt's ja diesen diesen wunderbaren Blogposts von Tim Urban, dieses Generation z y mit dem Einhorn, was über die grünen Wiesen springt und der Meinung ist sozusagen, dass Ah, das weil's auch auch und das ist ja schon auch 'n 'n Kritik oder es heißt 'n Kritikpunkt, aber etwas, worüber wir uns natürlich auch manchmal Gedanken machen. Also sozusagen, wir hören natürlich unseren Kindern viel mehr zunehmen, sie viel mehr ernst. Wir hören sozusagen auf Augenhöhe und sozusagen hinter die Gefühle gucken und alles.
Was aber auch dazu führt, dass dass diese Kinder, und das gibt's ja schon bei 'n paar Generationen vorher, wo das, sag ich mal, mehr so war, uns inklusive, aber dass dass halt, dass sie sehr viel mehr ichzentriert sind. Mhm. Mhm. Also wenn ich sozusagen Kummer habe, dann kommt jemand und kümmert sich mich und kümmert sich meinen Kummer und guckt. Das ist halt, also Was ich aber tendenziell durchaus besser fände, als man liegt weinend in seinem Zimmer und weiß ich nicht, wird geschlagen, weil man Natürlich nicht, aber weil man Gefühle äußert.
Weißt Du, also Nein, aber Du musst ja auch nicht wieder ins ganze Extrem gehen, dass Du halt sozusagen, ne, sozusagen, ne, sozusagen, ne, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand, mit Hand geht, aber wenn Du das sozusagen weiterspinst sozusagen, dann kommst Du halt aus deinem aus deinem Elternhaus raus. Mhm. Und wenn wenn man das halt nicht als bewussten Prozess halt mit begleitet, diese Abnabelung auch und dass man dann halt lernt, auch mit seinen eigenen Gefühlen umzugehen und sich nicht zu betäuben, mit Fernsehen, was weiß ich, irgendwelchen anderen Sachen, weil danach kommt halt nicht jemand Automat. Automatisch und fragt, wie ist denn mit deinen Gefühlen? Was können wir denn machen?
Und dann stehst Du da und diese veränderte Erwartungshaltung, aber dass Du an die Hand genommen wirst, dass Du dass Du bitte alles schön präsentiert bekommst auch irgendwie, dass das strukturiert ist, dass das, ne. Also wie heißt das, wie heißt dieses diese neu, früher haben wir gesagt Helikoptereltern, die neue Variante ist ja Curlingeltern, die dir quasi vorher, ne, den Weg sozusagen. Und das ist ja auch schon Erwartung an die Gesellschaft, ist das Studium irgendwie ist ja viel, also es hat viel geraten. Du hast ja alles in Modulen aufgeteilt und vorgegeben, dann machst Du das und das und das. Das war ja früher schon mehr son, ja, muss ja selber zusammensuchen, ne.
Musst ja gucken, wie das irgendwie so Und das das macht ja schon was auch mit deiner mit deiner Erwartungshaltung. Was Du für eine Erwartung, also ich glaub, ganz viel von diesen Sachen sind dir, da haben wir auch schon so gesprochen, sind ja oft unbewusst. Mhm. Also manche Erwartungen bist Du ja, bist dir gar nicht darüber bewusst, dass Du's eigentlich erwartet hast, bis Du enttäuscht wirst, ne, bis Du's nicht bekommst. Mhm.
Und dann, ja, und das ist, glaub ich, schon auch eine Aufgabe für uns als Eltern, diese Balance hinzukriegen zwischen diesem sehr viel menschlicheren, find ich persönlich, Erziehungsstil, ohne gleichzeitig irgendwie einen Menschen in die Welt hineinzubegleiten, der danach also keine Werkzeuge hat, mit mit der Realität umzugehen. Absolut. So. Also dieses überpampern finde ich, finde ich auch natürlich sehr schwierig. Ja.
Ja, also ich finde schon, dass Kinder auch, ja, was heißt Schmerz erleiden müssen, aber quasi eben zu zu erleben, dass sie nicht alles bekommen, ne. Und deswegen auch zum Weinen zum Beispiel. Das ist ja Ja, oder auch also also mit negativen Emotionen auch zu sitzen, so. Genau. Und das ist für heute voll wie Du dann Wie Du dann mit unserem kleinsten Themen das einfach kurz erklärt hattest und dann war das voll, voll klar.
Da ist grade gar nicht mehr, worum's ging. Und bist dich zu ihm hingesetzt und hast Du es ihm erklärt? Er hat sich in die Ecke versteckt in irgendwie 'n Lärm gemacht, weil da irgendwas sich trotzdem wollte. Ja. Genau.
Ja. Ja. Also das war gut. Was wäre denn die Gegenhaltung dazu? Was wäre deine ideale Gegenhaltung, wenn man Also jetzt beispielsweise, Du hast 'n Jobinterview, bereitest dich megagut drauf vor, erwartest es zu bekommen, weil Du hast dich ja auch so gut vorbereitet, Du hast ja auch so gute Zeugnisse.
Du hast alles dafür getan, erwartest es zu bekommen. Und dann bist Du natürlich enttäuscht, empfindest es als unfair, weil Du wurdest es nicht, es wurde dann niemand anderes. Was wäre die Gegenposition zu? Also niemand schuldet dir irgendwas. Ich bin total offen, was er dann wieder auch zum Teil Motivation nehmen kann, weißt Du.
Also ich finde zum Beispiel dieses visuelle Visualisieren kann ja auch und einfach davon ausgehen, dass es klappt, kann ja auch unheimlich der Motor sein. Aber das sind noch zwei verschiedene Sachen, oder? Warum? Du kannst ja davon ausgehen, dass Du's klappt, dass es klappt, ohne dass Du's erwartest, dass es klappen muss. Ich finde, das ist relativ dasselbe.
Nee, find ich nicht. Davon ausgehen ist doch dann auch, dass meine Erwartung so ist, dass es stattfindet. Weiß ich nicht, nee, glaube ich nicht. Ich glaube, es sind zwei verschiedene, ich glaube, es sind schon zwei verschiedene Sachen. Ich find, Du kannst dir Du kannst dir das ausmalen und Du kannst das Ja, vielleicht ist auch nicht das, vielleicht ist auch nicht, vielleicht ist ja kein Unterschied.
In meinem Kopf würde ich jetzt sagen, das ist 'n Unterschied. Okay, aber Aber die andere Antwort wäre, die andere Antwort wär, dass man damit, dass dass Du lernst und das ist, glaube ich, das Lernen, wie Du wie Du damit umgehst, wenn Du enttäuscht wirst. Mhm. Chronerichten aufstehen, weiterlaufen. Mhm.
Mhm. Das ist sehr wichtig, dieses Lernen, ja. Also das ist, glaube ich, tatsächlich elementar ist, wie schnell Du Da haben wir ja schon ganz oft drüber gesprochen irgendwie. Was ist, also das ist die buddhistischste Definition von Leid auf der Welt, Ist diese Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität. Mhm.
Und der Unterschied ist entweder Glück oder Frustration. Also wenn deine wenn wenn die Realität besser ist als deine Erwartungen, dann ist aber heiter Sonnenschein irgendwie so, ne. Und wenn die wenn die Realität halt unter deinen Erwartungen bleibt, dann ist sozusagen Und ihr Also die große Frustration liegt ja darin, dass man, wenn die Realität nicht so ist, wie man sie haben möchte, dass man verzweifelt versucht, die Realität in die Erwartung reinzupressen, was nicht funktioniert. Anstatt auf das Niveau der Realität zurückzugehen und von da wieder zu starten. Ja.
Und ich glaube, je das zu lernen ist ja eigentlich eine Aufgabe und je schneller und das kann für jeden unterschiedliche Tools, aber je schneller Du das schaffst, zu realisieren, dass sozusagen dein Leid daraus entstanden ist, dass Du eine Erwartung hattest, die nicht erfüllt wird und sozusagen das dann loszulassen und auf die Realität zu gehen und von da aus neu zu starten, das ist wahrscheinlich die die Fähigkeit, die dahintersteckt. Ja. Und aber ich find trotzdem, das ist eine gute Entschuldigung, ich find's trotzdem eine gute Grundsatzhaltung vom Besten auszugehen. Ja, aber auch, dass dass dir keiner was schuldet. Ja, ja.
Dass Du nicht das Leben gehst, auch für Also Es steht nichts zu, so. Also also auf eine Art sozusagen, steht dir alles Gute der Welt zu grundsätzlich. Also sozusagen, Du bist gut genug, dass Du sozusagen alles Gute in der Welt haben darfst. Du bist gut genug dafür sozusagen. Also Du hast es Du hast es Du hast alles Gute auf der Welt verdient, Mhm.
Aber Du musst es dir auch verdienen. Mhm. Also das ist heute echt mental sehr anstrengend für mich, weil ich mir immer so die Sache von voll fünfundzwanzig Minuten noch irgendwo gemerkt haben muss, dann darauf einzugehen. Wieso? Das ist ja, da haben wir ja auch schon in der Folge vier oder so drüber gesprochen.
Und zwar? Jetzt fang Du nicht wieder an zu reden. Also auf jeden Fall finde ich, hast Du was Wichtiges gesagt, das Du gesagt hast. Danke. Was ist zum ersten Mal?
Endlich erst mal sein kleines, da, da kann ich mich dran festhalten, ja? Was habe ich Wichtiges, was habe ich Wichtiges gesagt? Du hast gesagt, dass Du mich magst. Also Du hast gesagt, es ist wichtig, seine Erwartung auf eine Art auf die Realität wieder, ja, in dem Fall runterzutrosseln, was zum einen ja ganz viel mit Akzeptanz zu tun hat. Da hab ich heute 'n Brust darüber gemacht, dass jetzt im im Thema von Lampenfieber das Akzeptanz halt manchmal einfach unglaublich befreiend sein kann.
Wer soll's dagegen kämpfen und Akzeptanz, glaub ich, sehr oft im Leben, das, was sowieso schon irgendwie auszuhalten ist, mit weniger Widerstand zu erleben. Das ist, glaub ich, ziemlich sinnvoll. Und was ich aber sagen wollte, was Du danach gesagt hast, war noch wichtiger. Weil Du gesagt hast, und dann weitermachen. Und von da hatt ich wieder nach oben kämpfen.
Und ich glaube, das ist ja eben das, was wir eben auch brauchen, dass wir einerseits sagen, okay gut, es ist jetzt so. Ich muss das irgendwie annehmen. Ich ich kann alle Gefühle natürlich, also ne, große Fans von Gefühlen, wütend sein, traurig kann, schreien, Null, sechzehn. Enttäuscht. So, keine Frage.
Und dann aber auch eben diesen Antrieb wieder zu haben, weiterzumachen. Und ich glaube, das haben wir alle, denke ich, im Leben erlebt, dass man irgend eine Absage bekommen hat. Und dann ist die Frage, okay, lässt man sich von dieser Absage jetzt runterziehen und begibt sozusagen sein Selbstbild auf den Stand dieser Absage oder auf das sozusagen das Selbstbild adaptiert man zu dem Bild, was andere vielleicht von einem haben mögen, was sie, weil sie einem nicht zutrauen oder so weiter? Oder glaubt man den eben weiter an sich und kämpft und steht auf und geht weiter so. Also ich kann von mir sagen, dass ich auf jeden Fall eine eine Kämpferin bin.
Das bist Du. Definitiv, ja. Und dass mich das tatsächlich immer wieder stärker gemacht hat, wenn ich irgendwas nicht bekommen hab oder nicht erreicht hab. Diese, heute sind wir auch am, ja, dann Sprüche klopfen in mir, aber was sich nicht tötet, ja, setz dich ab. Genau.
Ja? Ja. Das find ich ganz spannend. Persönlichkeitsbilden Ja. Letztendlich, ne.
Und was ich schön finde oder was mir hilft und was ich auch gerne weitergebe, was eben auch dazu passt zu diesem Bild, dass einem nichts zusteht, auf eine Art gar nicht mal zu erwarten, dass das Leben geradlinig immer auf der Glückswolke Nummer sieben stattfinden wird. Ich glaube, da kann man sehr oft hinkommen und das ist, find ich schon, also zum Beispiel mein Anspruch ist schon, auf jeden Fall glücklich zu sein, wo ich sozusagen immer wieder mich selbst hin manövrieren und anpasse. Und dennoch ist es relativ realistisch, doofes Wort, aber vielleicht auch hilfreich, auch mit den Gegensätzen vom Höhepunkt sozusagen zu rechnen. Und das find ich irgendwie relativ lebensnah. Beispielsweise, wir haben jetzt grade eine Phase, also jetzt ist völlig lapidar, wir haben jetzt grade eine Phase, wo die Kinder alle gesund sind.
Es wird auch wieder anders kommen, So, weißt Du? Und Das ist sone kurze Phase. Die die Gesundheitphase will eigentlich nicht. Nein, aber wie auch immer. Also es gibt ja immer einen Gegensatz zu dem, was grade ist.
Also sozusagen, ne, man hat grade Sport gemacht, man hat grade gut gegessen, geht einem total fein und irgendwann hast Du halt wieder Hunger und musst dich halt wieder bewegen, damit Du wieder in diese Phase reinkommst und so weiter. Ziemlich simpel. Leben halt, ne? Leben. Genau.
Leben halt. Ja, das sind schöne Gedanken. Also ich ich da auch da dazu gar nichts hinzuzufügen. Boah, ich, was ich vorher noch sagen wollte, bevor Du deinen Flash Redeflash gestartet hast, ich hab den Gedanken noch halten können, weil der auch jetzt wieder ganz, ganz gut passt eigentlich zu dem, was wir worüber wir geredet haben, weil dieses, was mir sowohl in der eigenen als auch größeren entfernten Familie und auch anderen Familien und auch bei Patienten und so was immer wieder auffällt, auch es sind ja auch so Sachen auch, also, was mit Familie hatten und Fairness und Anspruch. Es sind ja sehr ganz viele Sachen aus der Kindheit oder Jugend sicher unaufgelöst im ins Erwachsenenleben fortführen und teilweise ja auch, dann besonders wenn man älter wird und die eigenen Eltern vielleicht nicht mehr da sind, dann vollständig sozusagen rauskommt und exakzeptiert sind.
Also diese ganzen diese ganzen Erbstreitigkeiten, diese ganzen Streitigkeiten zwischen Geschwistern, die dann Also das meiste ist ja tatsächlich Also es ist unglaublich, was bei Erben mit mit mit Familien und Menschen macht irgendwie. Und ganz, ganz viel steckt ja dann da drin irgendwie mit, was nicht fair war in der Jugend. Was eben, was wir was wir ganz am Anfang gesagt haben, von den unterschiedlichen Erlebnissen und von den unterschiedlichen Gesichtspunkten und Erinnerungen auch und Sachen, die nur der eine erinnert und der andere nicht oder die der eine so erinnert und der andere Das heißt ja immer, dass Erinnerung einfach so wahnsinnig subjektiv ist.
Ja und auch immer wieder, jedes Mal, wenn Du dich erinnerst, neu auch zusammengebaut sind und auch mit der emotionalen Konnotation, die Du in dem Augenblick hast sozusagen, wo Du auch die Erinnerung färben kannst in positiv und negativ irgendwie. Und das ist ja auch ganz schön bei diesen bei diesen Inside out Filmen, wo die ja auch zeigen, dass Du, wenn Du bei 'ner Erinnerung, wo Du Glück hast, 'n bisschen zurückspulst, hattest Du im Moment der Trauer vielleicht davor, oder also das sozusagen, das halt nicht sone einzelne Emotion ist, sondern die auch so gemischte, geblendete Emotionen auch teilweise sind.
Was wieder dazu passt zu diesem Ja. Und und und das ist, glaube ich, tatsächlich, also auch ganz viel von dieser, sage ich mal, psychologischen Arbeit oder Arbeit mit sich selber, ja, ist das wieder Persönlichkeitsentwicklung, dieses schöne Wort, ja, wo ja dieses Entwickeln, Rauswickeln drinsteckt, was ich jetzt so schön finde im Deutschen irgendwie. Und das ist, glaube ich, doch ganz schön schwer, nämlich die Erwartungshaltung von früher ziehen zu lassen und also Dinge, die sozusagen schon längst vergangen sind. Also jetzt reden wir drüber, okay, wie kommt man sozusagen im Alltag damit zurecht? Wie kann man sozusagen seine Erwartungshaltung oder seine Erwartungen dann an die Realität anpassen, was er, sag ich mal, 'n Jetzt Zustand ist oder vielleicht in der kurzen Vergangenheit?
Aber das für Sachen zu schaffen, die längst vergangen sind Und zu sagen, meine damalige Erwartungshaltung war eigentlich, das hätte sein, das hätte eigentlich so sein sollen. Und es war aber nicht so. Und das ziehen zu lassen und dich auf die, also emotional, auf die damalige Realität einzulassen. Wahrscheinlich ist das Vergebung. Ja.
Zumal ja die Erinnerung, also quasi, Du hast gesagt, die Erwartung von damals Loslassen, das ist dann Vergebung, aber man war sich damals ja gar nicht bewusst, dass man diese Erwartung hatte, weißt Du? Genau. Also das ist ja, sehr. Ja, aber ist, glaub ich, ganz wichtig. Ja.
Weil also Total. Ja. Weil es ja noch eben dieser Oktopus ist, der da in der in der in der Kiste im Unterbewusstsein in mir rumrührt und Ja. Und dann sind wir aber eben auch wieder da, wenn Du sagst, Vergebung, was wir eben neulich gesagt haben, sich ärgern, ist einfach 'n bisschen dumm, weil Du ärgerst dich halt selbst. Vergebung so, Okay, also ich bin jetzt auf irgendwas, ich bin mit irgendwas nicht einig, sagt man auf Danish, nicht Einverstanden.
Einverstanden. So, ich kann jetzt einfach unglaublich viel Kraft darin aufwenden, mich dagegen zu wehren und zu sträuben, was, was ich jetzt wirklich auch nicht ändern kann von der Vergangenheit her so, ne. Weil ich finde, man kann natürlich immer Kraft aufwenden, wenn man wirklich was verändern kann. Oder ich lass es halt sein, weil es tut mir halt einfach nur weh. Es braucht mir halt einfach nur krass Kraft.
Und das ist so was, was ich, glaub ich, sehr oft mach. Ich lass mir nicht Kraft rauben von Dingen, die ich nicht ändern kann. Ob jetzt deinem Zug zwei Stunden Verspätung hab, so ja, dann ich bin hab neulich auch die Nerven verloren, als wir da in diesem in diesem, das war das, Schienenersatzverkehr unterwegs waren und alle sich die Plätze geprügelt hatten nach Neujahr. So ja, ich hab mir kurzzeitig die Kraft rauben lassen und dann hab ich entschieden, okay, es macht einfach gar keinen Sinn, wir akzeptieren das jetzt und dann ist alles gut versus sich halt einfach Dann haben wir uns rausgezogen und sind durch den Regen getanzt. Genau.
Und dann sind wir halt eingesperrt worden. Ja. Versus sich zwei Stunden halt aufzuregen. Das ist ja auch eine Entscheidung. Und das ist, glaub ich, einfach was, was man, ja, was man immer wieder reflektieren darf so Ja, es ist wahrscheinlich wie in Moskau.
Das bringt's mir. Ja. Ja, wahrscheinlich ist es wie 'n, ja, das eine ist es, was bringt's, ne. Nichts natürlich, das ist klar. Aber ich glaub schon Nee, aber manchen ist es nicht klar.
Die glauben dann, damit was bewegen zu werden. Wenn ich mich jetzt nur doll genug über die Deutsche Bahn aufreeg, dann werden die das voll krass bereuen, dass die jetzt nicht spät kommen haben lassen. Das ist irgendwie son Ding mit dir in der Deutschen Bahn. Genau. Ich mach, nee, ich bin ja voll pro Deutsche Bahn.
Du bist voll Antideut Deutsche Nein, ich weiß. Du bist voll Antideut Deutsche Ich bin überhaupt nicht. Ich bin nur gegen Brief gegen Briefsendung. Du bist gegen Post, gegen Taxi? Nein, eigentlich.
Bin nur gegen Briefsendung. Das ist die Anti. Die dänische Post. Die Deutsche Post finde ich ganz toll. Bis auf Briefsendungen.
Briefsendungen finde ich gar nicht gut. Zwei als zwanzig Euro fürn Brief. Hier. Ja. Das ist 'n anderes Thema.
Also wir werden euch keine Briefe schreiben. Haben wir davor auch nicht gemacht. Jetzt wollt ich's jetzt hab ich jetzt hast mich jetzt hast mich erfolgreich ausm Konzept gebracht. Ja, jetzt musst Du den Weg zurückfinden. Deutsche Bahn.
Nee, weiter Vergebung. Ja. Sich sich sozusagen selbst einfach schenken, diese Vergebung und nicht dem anderen schenken. Das hatten wir ja schon wieder. Schon mal neulich.
Ja, ja, das hatten wir schon mal. Wie heißt der Spruch? Sag ich noch mal. Das muss man, glaub ich, gelesen. Ja, man muss lesen.
Ich muss auch selber immer wieder lesen, aber es ist trotzdem schöner. Wir schreiben den mal mit dazu. Ja. Ach ja. Aber dieses, ja, dieses Loslassen können ist, ja, also es ist ist 'n bewusster Prozess einfach.
Und ich glaube, es geht nicht, also es kommt nicht von alleine so rum. Ja, stimmt. Und das, ich mein Genau, was Du gesagt hast, Muskel, ist sone Trainingssache. Ja. Ne, also und dieses, und jetzt fällt's mir wieder ein, so passt nur halb dazu, aber irgendwie fällt's mir trotzdem ein.
Ich hab heut 'n Spruch gelesen, übersetzt sozusagen, hol dir dein Dopamin durch Aktion. Und das das erinnere mich dran, weil Du gesagt hast irgendwie, also streichst es dann sozusagen streichst es dann und gehst weiter, Krone richten, aufstehen weitergehen. Und und das ist ja schon dieses, ja, worauf Social Media basiert, irgendwie diese kleinen Dopaminkicks irgendwie.
Und dass Du diese Kekse aber halt auch durch was Produktives haben kannst, also nicht durch was Prokrastinierendes, aber dass Du halt Also anstatt dann halt sozusagen dieses, was ja auch in Filmen auf eine Art oft, ja, schon auch als als gesellschaftliche Norm, nicht zementiert wird, aber auch dargestellt wird, dann bist Du unglücklich, dann musst Du das Wochenende halt dich aufm, also nicht, dass Du dich trauern kannst und so, jetzt natürlich gar keine Frage irgendwie, aber da musst Du irgendwie zwei Packungen und Eis, Eiscreme essen und irgendwie Schnulzen gucken oder so.
Und dann aber so diese ganzen, also ich find, es werden sehr viele Stereotype Handlungsweisen irgendwie immer und immer wieder wiederholt, die eigentlich überhaupt nicht hilfreich sind.
Überhaupt nicht. Also man könnte man könnte viel mehr und das Wissen ist ja da irgendwie, ist ja genug publiziert dazu irgendwie und so. Aber und ich glaube, und das sind auch wieder diese Sachen irgendwie, wo wir auch schon ganz oft drüber gesprochen haben, wie viel wie viel übernehmen wir unterbewusst, unbewusst aus aus Filmen, aus Medien, ne. Also Vorstellung von Liebe, von allen möglichen Sachen irgendwie, was ist hart, was ist halt so, so muss es sein, was halt das Leben irgendwie und so. Und das sind ja alles nur Theorien und Konzepte, jetzt kommen wir 'n bisschen vom Thema ab.
Mhm. Aber das das ist, glaube ich, schon, ja, unsere Aufgabe als Eltern und unsere Aufgabe als Menschen, dass wir uns das einfach immer und immer wieder bewusst machen, glaube ich. Mhm. Ja, Dinge zu hinterfragen. Und ich glaube, wir haben jetzt so viel da reingepackt, dass ich grade schon selbst dir nicht mehr folgen kann.
Gute Nacht. Jetzt wollte ich gerade irgendwie son Fischhändler am Fischmarkt in Hamburg irgendwie und ich pack noch Das wird's genau nicht. Und ich pack noch eine runde Erdbeeren drauf. Ich soll das lassen irgendwie mit dem Dialekt. Kannst Du's eigentlich jetzt gut, aber da oben kannst Du das nicht im Raum.
Was? Na, Schwäbisch kannst Du auch nicht, Du kannst eigentlich nur bayerisch. Ja, das liegt vielleicht da an, dass Du aufgewachsen bin, aber danke. Genial. Ja, gute Nacht.
Gute Nacht. Bis dann auch. Also vielen Dank. Das ist auch schon, das war auch 'n Talent sozusagen, diesen Podcast immer sozusagen einfach einfach richtig Ich hab zu schließen. Schön abzuwürgen.
Schreibt euch mit, was ihr euch mitschreiben wollt. Vom vom fünften Gang direkt in den Rallye Gang. Oder die Kette geht runter. Ja. Auf jeden Fall, ja, nehmt euch mit.
Nee, Du brauchst jetzt Du brauchst jetzt nicht wieder anfangen mit irgendwelchen Weisheiten noch. Da haben wir sechs, ist schon Ja, ja, ist schon. Aber ich ich bewundere alle, die uns zuhören dafür, dass sie wirklich mit uns die Gedankensprünge gehen, uns folgen und manches davon, glaube ich, nachvollziehen kann. Und wissen nicht, wie viele es tatsächlich schaffen müssen, sone ganze Folge bis zum Ende Das stimmt. Schreibt uns mal.
Auf jeden Fall haben wir uns ja vorgenommen, jeden Tag zehn im Bett zu liegen. Hast ihr, glaub ich, nicht so oft geschafft. Deswegen müssen wir jetzt schnell ins Bett gehen. Gute Nacht. Arno Edith Topic.
Okay. Diesmal wirklich. Gute Nacht. Gute Nacht. Aber was sind Leute das tagsüber, hören?
Schönen Tag noch. Hab einen schönen Morgen. Guten Morgen.