edelabgefunkt.de · Episode 85 · Transkript

4. Geburt – was bleibt, wenn die App wegfällt?

Edel Abgefunkt · Folge 85 · mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn
Veröffentlicht: 11. September 2026 · Dauer: 51:13

Edel Abgefunkt mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn — Musikerin und Arzt, zwei Jobs, mehrere Kinder. Alltag und Partnerschaft kommen oft zu kurz: wenig Paarzeit, viel Mental Load, kaum echte Pausen. Darüber reden sie so, wie es ist — ohne Hochglanz.

Kurzantwort

Zehn Tage nach der Geburt des vierten Kindes: Folge 85 über Ratgeber, Tracking-Apps und Geburtspläne, die oft Angst statt Sicherheit geben – Intuition und Vaterrolle von Sekunde eins, Humor im Kreißsaal und den Appell, mehr darüber zu reden, wie es einem wirklich geht.

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Häufige Fragen zu dieser Folge

Worum geht es in Edel Abgefunkt Episode 85?

Um die vierte Geburt und was sie gelernt haben: Warum Tracking und starre Pläne oft Angst erzeugen – und warum Vertrauen und Intuition stärker sein können.

Warum „erste Folge nach der Geburt“?

Sie nehmen wenige Tage nach der Geburt des vierten Kindes wieder auf – müde, glücklich und ohne Hochglanz-Wochenbett-Klischee.

Was kritisieren sie an Apps und Geburtsplänen?

Kontrolle und Dauer-Tracking können Unsicherheit verstärken. Sie plädieren dafür, dem eigenen Körper und dem Moment mehr zuzutrauen als dem Bildschirm.

Welche Rolle hat der Vater in der Folge?

Nicco beschreibt Mitwirken von Anfang an – Übersetzen, Humor, Präsenz – statt der Klischee-Rolle „erst nach dem Wochenbett.“

Was sollen Hörer:innen mitnehmen?

Angst gegen Neugier tauschen, auf sich hören, und ehrlich darüber reden, was man braucht – auch (oder gerade) rund um Geburt.

Vollständiges Transkript

Automatisches Transkript (TurboScribe/Whisper-Quelle). Kann Hörfehler enthalten. Quelle: Episode-Audio aus dem RSS-Feed.

?Und da waren sie zu sechst. Yes, erste Folge nach Kaputt Warum sagst du Gepurt? Ich weiß nicht, ich wollt's irgendwie lustig, äh- Total lustig. Es war überhaupt nicht lustig, Nico, echt ey. Aber die Geburt war lustig. Weil ich so viel geflucht hab? Och, wir haben schon gelacht. Ja, ja, wir haben immer, ich find, wir haben immer- Also es war durchweg gute Stimmung, find ich. Ja, total. Oder? Ja. Und ich hab- Außer als da, als die Frau im Nachbarzimmer sehr laut geschrien hat. Das stimmt. Das hat sich nicht so gesund angehört, aber das war ja auch nicht unsere Geburt, sondern keiner andere. Hab 'ne ganz schnell Musik angemacht.

Ja, aber ich find schon, also da war Zeit für dumme Witzchen und irgendwie- Die waren echt dumm, mhm. Haben auch mit unserer Hebamme uns gut unterhalten oder beiden, muss man sagen. Wobei am Schluss war nicht mehr so viel Unterhalten. Nee, da hab ich sie auch nicht mehr verstanden. Ja, das stimmt. Ups. Du musst ja dann simultan übersetzen. Ja. Ja. Nein, ähm. Wir sind sehr glücklich, oder? Das darf man so sagen. Mega, mega glücklich. Und sind wir klischeemäßig völlig übernächtigt, ausgebrannt, ähm, erschöpft? Du weißt schon, frag nicht. Nee, so gar nicht. Ich hab tatsächlich vorhin auch gedacht, wir haben ...

Also natürlich kann man immer, ich hab, das mach das eigentlich nie, aber jetzt mach ich's halt mal. Ja, in Dänemark musst du eigentlich aber- Unter den Tisch klopfen. Okay. Klopfen. Auf jeden Fall, ich finde, wir haben ja zum Glück nie so Schreibabys. Kann man auch wieder seine Theorien dazu haben, ähm, was so Nervensystem und so angeht. Ja, Space Holden und so. Genau. Nein, aber ich finde, also wenn sie weint, weint sie aufm Wickeltisch, weil sie kein Bock hat, ausgezogen zu werden und aber ansonsten sind es- Ja, und wenn sie Hunger hat. Natürlich, aber das sind ja immer so- Und wenn sie Mama will. Ja, aber das sind ja immer so punktuelle, äh, Bedürfnisäußerungen, ne.

Wir wollten ja heut auch über Bedürfnisse sprechen, so von jetzt sechs Menschen. Ähm. Ja, sie hat ja nur ein Kommunikationsmittel. Mehr hat sie halt einfach nicht. Sie kann sich, ne, sie kann ja Arme und Beine noch nicht richtig kontrollieren. Genau. Ähm, bleibt ja, also es gibt nicht so viel Wege, sich auszudrücken. Äh, weißt du, dass wir jetzt irgendwie, ja, wir hatten's ja heute auch mit der Hebamme davon. Wahrscheinlich hat man doch, äh, 'n bisschen mehr Erfahrung, wenn man das zum vierten Mal macht als zum ersten Mal oder so, ne. Ja, nicht wahrscheinlich, sondern sicher. Punkt. Hat man.

Wir haben's auch versucht, so politisch korrekt irgendwie: „Ja, vielleicht wenn man jetzt zuerst gebären muss, vielleicht nicht so." Also Faktum: Ja, natürlich. Ja. Nicht mehr neu. Nein, natürlich. Und wir haben gesagt, wir sind demütig und jedes Kind ist anders und man kann nicht, äh, von allen Erfahrungen davor auf jetzt schließen und trotzdem haben wir einfach schon sehr viel erfahren. Genau. Wir haben sehr viel erlebt. Ähm, wir haben, sag ich mal, 'ne Liste an Dingen, die wir zuerst machen, bevor wir anfangen, uns Sorgen zu machen. Mhm. Zum Beispiel stillen. Zum Beispiel stillen. Die haben wir auch niedergeschrieben, diese Liste.

Mal für Freunde, ich glaub nach Nummer zwei und nach drei geupdatet. Können wir für vier auch noch mal machen. Ja, weil ich glaube einfach, es ist so viel Unsicherheit, so viel Angst, so viel Pseudoinfo, so viel Horrorgeschichten von irgendwelchen Freunden und von der Nachbarin der, äh, besten Freundins, äh, Großmutters Schwester ist ja irgendwas passiert und das ist dann- Dann gibt's ja heutzutage noch diese Apps, wo du dann alles liest mit irgendwie, ähm, welches Stadium hat jetzt das Baby und wann sollte es jetzt weinen und warum sollte es weinen und so weiter. Ja. Ja, ist tatsächlich interessant.

Also wir haben ja auch, äh, wir haben jetzt dieses Jahr ein, dieses Mal möchte man sagen, ein Wochenbettbuch. Das stimmt. Was, was ja tatsächlich auch nett und schön und interessant ist. Das, das heißt „Die ersten 40 Tage“. Ja, äh, mit so 'n bisschen mehr, ähm, chinesischen Touch, also chinesisch naturheilkundlich. Ähm, das ist jetzt kein Woohoo, das sind halt einfach Rezepte und solche Sachen.

Und trotzdem sind ja auch da und das haben wir auch in andern, äh, ja, nat-nat-mehr naturheilkundlichen, äh, Medizinsystemen ja schon 'n paar Mal festgestellt, ist schon sehr paternalistisch dann da teilwei-- Also paternalistisch in dem Sinne von: Also ja, es ist halt nur die Mutter, die 'ne ganz enge Verbindung zum Kind hat. Mhm. Die Mutter muss dann mit Freundinnen zusammen glucken und irgendwie, also der Vater spielt überhaupt keine Rolle. Alle Frauen sitzen in der Küche. Ja, haben uns auch schon drüber gewundert, dass dann ...

Also ob jetzt die Autorin geschieden ist oder nicht, kann man jetzt eine Interpretation dazu anstellen, aber da steckt ja schon viel drin, wo wir der Meinung sind, dass das einfach anders sein kann, anders sein darf und das überhaupt nicht so festgefahren sein muss, dass das jetzt alles nur, nur weiblich und nur Mutter und irgendwie als Vater kannst du nicht, du kannst überhaupt nichts beitragen am Anfang. Ja, und ist ja 'n dankbares Baby, kann er noch nicht. Genau, die können nichts. Du kannst mit denen nicht Fußball spielen, du kannst keine Brettspiele spielen, du kannst nicht bla bla bla. Ähm, so ein Quark. So ein Quark. Muss man sagen.

Ich find das so faszinierend, dich mit ihr zu sehen und mit all unseren Kindern. Weißt, wie ihr von Sekunde eins Bindung habt und Liebe und, und, und also all diese Tiefe einfach. Und wie du da immer deinen Weg findest, sie zu beruhigen, ohne dass du eben Brüste hast, ohne dass du stillen kannst. Was ich ja persönlich viel mehr bewundere als, also ja, wir müssen irgendwie stillen lernen, aber wenn's mal klappt, dann ist es ja, ähm, ziemlich leicht, ne. Also finde ich tatsächlich. Und ihr dürft dann immer- Sie hat ganze Arien komponiert, ja. Mhm. Was dir auch Freude macht. Ja, natürlich. Ich hab auch jetzt wieder 'n Song geschrieben. Mhm.

Nein, aber ich find das wirklich, ähm, bemerkenswert und eben dann, dann fragt, kann man sich immer fragen: Wo ist Hähne, wo ist Ei? Ähm, traut es die Mutter dem Mann nicht zu? Was, glaub ich, sehr oft so ist. Traut sich der Mann das selbst nicht zu? Ist es quasi einfach- Ja, wo hört das her? Aus diesen ganzen Geschichten, aus diesen ganzen Erzählungen, aus den ganzen Büchern. Du bist ja, du bist ja quasi ent-entmündigt von, von vornherein irgendwie. Aber man muss auch sagen, du bist jetzt auch 'n extremer Macher. So, weißt du, du rufst halt hier an, da an. Wir haben jetzt irgendwie in der ersten Woche schon alles Bürokratische, also hast du alles Bürokratische gemacht.

Was aber jetzt nicht, sag ich mal, äh, das hat jetzt nichts mit meiner Bindung mit ihr zu tun. So, also ich find, das ist ja 'n wichtiger Aspekt- Ja ... weil das andere ist ja schon so was: Ja, dann bist du, kümmerst dich um das Kind und ich kümmer mich um den Orga-Kram und so. Das ist ja schon 'ne sehr klassische. Das find ich jetzt nicht so 'n, äh, aber- Okay, es fällt mir jetzt extrem auf, weil ich, ähm, sollte ja, wie's im Buche steht, äh, nur ruhen und liegen. Ja, was, was dir ja auch extrem schwerfällt. Genau, manchmal schaff ich's und, äh, und du bist eben sozusagen, ähm, das Gegenstück dazu, ne. Und das, ähm, fällt mir schon sehr auf, wie du dann den Laden alles schmeißt.

Find ich schon ziemlich geil. Ja, Punkt. Du meinst einfach, dass ich das in der Lage bin, ohne dass du mir alles mit, mit Post-it-Zetteln vorbereitest und, äh, für die nächsten vier Wochen schon vorgekocht hast vor Geburt, damit das danach irgendwie einigermaßen läuft, ja. Nein, aber ich find schon auch, also wir haben das ja, also man sagt ja, Skin zu Skin zum Beispiel, was, was immunregulierend und stimmungsregulierend für, für, für Babys ist, wird jetzt in Dänemark zum Beispiel auch explizit empfohlen auch, dass man das als Mutter macht und so. Aber das haben wir ja gesagt, ist ja nicht nur also mit Mutter so.

Also ich mein natürlich direkt nach der Geburt kam sie erst mal zu dir aufn Bauch und auf die Brust. Fünf Minuten danach zu mir. Genau. So. Ähm, und sie hat auch schon sozusagen Skin-Skin-Kontakt mit allen ihren Geschwistern gehabt und also sozusagen Rudel, Rudel-, äh, schmiegen oder schmusen oder wie man das nennt. So, und ich seh überhaupt keinen Grund, warum das nicht so sein soll. Aber so gar nicht einfach. Ja, ja. Also ich, äh, ich steh dir dieses Privileg quasi eigentlich nicht zu, muss man sagen. Nein. Na ja, das hab ich auch immer zu dir gesagt, dass ich mich genau darauf freu. Ja.

Mit quasi neun oder zehn Monate schwanger sein, dass ich mich genau darauf freu, einfach dass sie sicher bei dir auf der Brust liegt und ich kurz, was auch immer den Raum verlassen kann, kurz diese, diese Verantwortung ablegen darf, so. Und es ist immer noch, hab ich dir auch neulich gesagt, okay, wenn ich dann abends mich fertig mach, um ins Bett zu gehen und ich weiß, sie hat Hunger, dann ist es immer noch so 'n bisschen Unterzeitding, ne. Ja, das ist, also das kann man ja objektiv auch so sagen. Das sind dann schon auch Stressmomente manchmal, wenn man halt dann, also- Ja. Ich, ich kann viel kompensieren.

Ich kann aber gegen akuten Hunger, also da kann ich, da kann ich noch so viel hopsen, tanzen und singen. Es geht ja 'ne Zeit lang, ne. Genau, aber ab 'nem gewissen Punkt- Genau ... kannst du halt Hunger nur durch Essen stillen. Das macht Sinn, ja. Und das macht ja auch Sinn. Ja. Wollen wir kurz chronologisch vorgehen? Ja, du wolltest ja 'n bisschen-- da haben wir uns heute 'n paar Notizen gemacht, ja. Du wolltest 'n bisschen erzählen über Schwangerschaft erst mal. Kommt ja meistens vor der Geburt. Kann man sagen, war echt gut. Außer dass- Das können wir so bullet-point-mäßig abhaken. Also Schwangerschaft, zehn Monate, gut. Gut. Geburt, schnell.

Nein, ich glaube, was ja immer wieder für uns selbst faszinierend ist, dass es nicht so sein muss, dass man, äh, dass dann die beschwerliche Zeit kommt im dritten Semester, dass man dann Rückenschmerzen hat, dass man die und die Symptome hat. Das hatten wir, glaub ich, auch schon mal hier erwähnt. Das muss nicht sein. Genauso wenig muss es auch nicht sein, ähm, dass, äh, man sich miserabel nach der Geburt fühlt. Es darf sein, aber man, man darf auch, also ich finde schon, ich hab ja so 'ne, 'ne gewisse Fittigkeit. Ähm, ja, also deswegen haben wir jetzt halt auch keine, äh, weiß ich nicht, hier, ähm- Augenringe Augenringe und, ne? Also so, ich finde, wir sind zum Glück gesund.

Wir tun auch was für unsere Gesundheit. Ähm, du grade mit diesem Buch bist du ja so jetzt noch mal so voll am, am Ernähren, Nurschen, äh, alle Kräfte wiederherstellen und so weiter. Und ich sag nur Hühnersuppe und Co. Ähm, was aber auch mega, mega gut tut und, ähm, wo wir halt jetzt grade so 'n bisschen vom veganen Weg ab, ähm, sagt man? Ja, einen kleinen, eine kleine Pause machen, ist ja auch okay. Ja, total. Also ja. Aber, ähm- Also ich glaub, wenn man das zusammenfassen möchte auch, äh, wir haben ja auch drüber, wir haben ja auch überlegt, also was, was können wir erzählen, was jemandem vielleicht auch was bringt? Und ich finde schon, dass wir 'ne Gegenerzählung, ähm, erzählen können.

Also jetzt nicht ausgedacht, sondern basiert halt auf unserer Erfahrung, die halt mit diesen ganzen Klischees und diesen ganzen ... Ja, wo find ich, also es ist uns ja auch in dieser Schwangerschaft wieder aufgefallen, man wird ja ständig mit irgendwie mit diesen, mit diesen Stereotypen konfrontiert irgendwie. Ja, es ist, äh- In dem und dem Semester, da ist man dann hormonell, was weiß ich, äh- Nicht Semester, mein Herz ... Trime-Trimester, 'tschuldigung. Äh, da, da ist man dann, äh, da hat man dann erhöhten Sex Drive und in den anderen da ist's dann beschwerlich und im dritten ist's so und so und das darf aber auch nicht anders sein und das muss man so erwarten.

Und das alles irgendwie find ich auf 'ne Art zu hinterfragen. So ja, ich kann verstehen, dass man gerne irgendwie w-wissen will, was kommt oder dass irgendwie Guidance braucht, aber ich, ich persönlich hab das Gefühl, also ja- Ich glaube- Ich fand es eher immer einengend- Ja, ja ... so als befreiend. Weil, weil man vergisst irgendwie auf 'ner Art, 'tschuldigung, nur den Satz fertig zu bringen. Man vergisst irgendwie auf 'ne Art aufzupassen, was eigentlich bei einem selber passiert. Und das ist am Ende des Tages, find ich, ist das, das gilt für alles. Das gilt für Schwangerschaft, das gilt für Geburt, das gilt für die Zeit danach. Für Leben. Es ist fuck egal. Ja. Ähm.

Aber das ist ja das Bedürfnis, äh, auf 'ne Art in die Norm zu passen und ähm- Nach Kontrolle ja, Kontrolle, Dinge erklärt zu wissen. Ähm, wir haben ja zum Beispiel bei unserer ersten Tochter auch, äh, sehr getrackt, so hier irgendwie hier stehen, da stehen, da stehen, da stehen. Keine Ahnung, haben wieder die Zeit getrackt sogar. Wir haben alles- Also so, weißt du. Und jetzt, jetzt sind wir so okay, tatsächlich, ähm, bedürfnisorientiert. Wenn sie, wenn sie weint, dann still ich halt. Wenn sie nicht weint und schläft, dann schläft sie halt. Ja, und du guckst halt irgendwie manuell, ist da jetzt mehr Milch drin oder in der anderen? Ich, ich weiß noch, ja, wir haben- Weißte ...

da gab's dann, gab's irgendwie auch Apps, in, in denen du dann, da hast du dann getrackt, irgendwie war das jetzt 'ne feuchte Windel oder war da mehr drin? Ähm, hast du rechts oder links gestillt? Wie lang? Und dann sozusagen soll so 'n, wenn du das re... wenn du's lang genug machst, dann emerged so 'n Pattern und so 'n Muster, wie das bei deinem Baby ist und dann ist das so. Und da, wir haben, das sah halt aus wie so 'n Jackson Pollock Gemälde. Da war überhaupt nix, kein Muster und gar nichts. Und dann soll man immer, damit man's, damit man sich erinnert, hat man dann, äh, den Haarreif immer an die Seite, ans Handgelenk gemacht, an der man zuletzt gestillt hat.

Und also ich find auch, was für ein wahnsinniger Druck auch für die Mutter, irgendwie das alles ... Also kann man jetzt 'n großes Seitenfass aufmachen mit, äh, also muss man wirklich alles tracken? Hilft einem das? Ja. Nein. Ja, du kannst ja, also es gibt jetzt die ersten, äh, Verhütungsringe, die mit der App kommunizieren und alles mögliche. Ja, ja. Ja, ja. Ich weiß. Und ja Genau, also auf 'ne Art die Frage: B-brauchen wir diese Sicherheit oder wie du sagst, Kontrolle? Oder können wir nicht auch eben vertrauen? Und ich glaube eben, dieses intuitive Vertrauen.

Ich weiß, dass mein Vater immer früher gesagt hat, auf die Frage: „Nach welchem Erziehungsbuch erziehst du?“ Ähm, hat er so gemacht, meint so nach Herz und Verstand. Also so eben, das muss jetzt kein Erziehungsratgeber sein, sondern einfach nach Intuition. Und, und das ist ja eigentlich das, auch wenn man so überlegt, was wir wahrscheinlich unseren Kindern auch mitgeben wollen und müssen in dieser Welt, wo alles immer, ähm, erreichbar ist und jedes Wissen, äh, schnell zugänglich ist und so.

Diese, dieser Weg zur Intuition, weil ich finde, das sagt sich immer so leicht, aber wenn jemand nicht weiß: „Hey, Intuition, also dann ess ich ja nur noch Schokolade.“ Oder dann: „Äh, was ist denn Intuition? Ich spür's nicht.“ Also das ist ja eigentlich auch 'n Weg dahin. Aber ich finde, wir können sagen, wir laufen mit Intuition, was so Schwangerschaft angeht, was Geburt angeht, so voll, ähm, auf mich zu hören. Keine Ahnung, ich hab, ich hab nie diese Hechelatmung gelernt. Ich hab sie auch nie gemacht und ich hab trotzdem, ähm, vier Kinder ziemlich nice entbunden.

Oder weißt du, also so, ähm, das ist, glaub ich, das Entscheidende und, und da, da können dann auch nur wir eben sagen: „So, das fühlt sich richtig an.“ Und ich wollte auch noch sagen, ich find, das macht voll den Unterschied, dass du, ähm, dass du aus der Medizin kommst, auch so was, was sehr viel angeht. Ich finde, du bringst da schon auch 'ne extreme Ruhe- Das ist natürlich ein un-unfairer, äh, Vorteil. Du kannst ja nicht, also kannst ja nicht verpflichtend jetzt alle Männer Medizin studieren lassen oder Medizin. Ich find schon. So 'n Grundausbildung für Väter. Ja, sonst kriegt man keinen Arzt, keinen Fa-, keinen, äh, Vaterschaftsführerschein.

Na ja, ich-- Wenn du so geredet hast, ich hab drüber nachgedacht, es hat ja schon Ob wir's jetzt mit irgendwelchen Apps hatten oder Büchern oder so. Also das war ja, sag ich mal, auch in der Generation unserer Eltern, wie du sagst, irgendwie Erziehungsstil hier und da. Dann hast du ja irgendwie Kita, Münchner Modell, Berliner Modell, was weiß ich, ist dann hier Stockholm und weiß der Henker was, keine Ahnung. Ich erscheinere jetzt nicht mehr. Ähm, das passt alles. Okay. Ähm, und das sind alles so, ja, ich glaub, es geht ja im Endeffekt, es ist ja, es, es ist ja diese: Wir wollen's gerne perfekt machen. Wir wollen's gerne richtig machen und wir wollen's richtig von Anfang an machen. Mhm.

Und, und irgendwie diese Hoffnung, dass einem jemand anders sagt, dass es Hat vielleicht auch was mit unserem Schulsystem zu tun. Aber das, also erst wenn jemand anders sagt, dass es gut ist, ist es gut. Also und das ist ja schon, find ich, was mit, weil du gesagt hast, Intuition und Hinfühlen und- Mhm. Dann ist die Frage: Haben wir das überhaupt gelernt oder haben wir's verlernt? Das versuchen wir schon auch mit unseren Kindern, irgendwie ihnen beizubringen, das, was sie essen, zu gucken: Tut's ihnen gut? Also geht's ihnen hinterher besser? Mhm. Und wenn's ihnen danach immer schlecht geht, dann ist es vielleicht nicht so schlau, das die ganze Zeit zu essen. Mhm.

Und du kannst dieses, jetzt kannst du sagen: „Ja gut, äh, pass auf, dann häng ich mir jetzt irgendwie zwei Tracker um und, ähm, was weiß ich, 'ne Kameratablette, die das dann alles live mitfilmt und streamt, um rauszufinden: Tut's mir gut oder nicht?" Oder du entwickelst halt dieses Gefühl für deinen Körper und ein Vertrauen. Es geht ja auch im Endeffekt um Vertrauen in dich selber. Wenn du dir selber vertraust, dass das, was du machst, schon okay genug ist oder gut genug ist, dann brauchst du nicht 'n Ratgeber, 'ne App oder irgendjemand anderen, der dir sagt: „Ja, ja, das ist gut." Mhm. Und das ist ja, das ist ja, sag ich mal, so 'ne Basis irgendwie.

Wir sind ja absolut, absolut auch, äh, Fürsprecher für: Wenn du 'n Problem hast, wo du mit deiner Intuition und deinen anderen Sachen nicht weiterkommst, natürlich brauchst du dann Help, Hilfe und dann brauchst du qualifizierte Hilfe und dann sollst du anrufen, dann sollst du auch rechtzeitig anrufen. Mhm. So, aber ich, ich glaube sozusagen, wir können so viel mehr Dinge lösen alleine- Mhm. als Paar- Mhm. miteinander- Mhm. mit Anfassen, mit Reden. Mhm. Ähm, und das gilt für Kindern allen, sag ich mal, Altersphasen von d-der Größe bis, äh, bis, äh, Pre-Teenager. Und, und anfassen meinst du jetzt auch so- Physisch. Ja, total.

Also wenn jemand sagt, es tut weh: Anfassen, angucken, hinschauen irgendwie so. Nicht- Nicht nachlesen und- Nicht sofort irgendeine Schmerztablette einschmeißen und nicht sofort zum Arzt rennen, sondern halt erst mal anfassen. Ist ja schon sehr untypisch, das als Arzt zu sagen. Nee, also das ist ja auch einer der Be-- Also ich sitz Eine der Hauptkritikpunkte auch im, im Gesundheitswesen, dass ja keiner mehr Zeit hat, dass dich keiner mehr anguckt, dass du halt irgendwie von hinterm Tresen quasi dann 'n Rezept kriegst, ohne dass einer mal ordentlich untersucht hat. So, weil's, ne, Zeitfrage ist, das Fass müssen wir jetzt nicht aufmachen.

Aber ich glaube, so grundsätzlich, wenn wir unsere Schwangerschaften anschauen, dann hat ja schon sehr viel, äh, darauf basiert, äh, und da hab ich halt also maximale Bewunderung auch für dich. Jetzt haben wir auch festgestellt, dass du, ob das jetzt durch die Yoga-Ausbildung und dieses jahrelange Yoga-Lehren und diese Zusatzausbildung, alle anderen Qualifikationen, die du hast, ja schon immer darauf abgezielt haben, noch näher an den Körper ranzukommen, noch näher sozusagen. Was geht da vor sich? Was brauch ich irgendwie?

Und da waren wir jetzt, fand ich, in der letzten Schwangerschaft jetzt noch, ja, noch authentischer mit uns selber zu sagen: „Okay, da hab ich jetzt grade Bock drauf oder das brauch ich grade und das andere brauch ich nicht." Also auf 'ne Art noch freier als vielleicht mit der ersten Schwangerschaft, wo man sich, also wo wir auch oder du dir vielleicht gewisse Dinge nicht erlaubt hast oder nicht erlauben wolltest oder- Ja, oder auch zum Teil nicht sensitiv genug war oder auch nicht, ähm, aufmerksam genug, ne. Genau, ja. Mhm. Und wie wird man jetzt aufmerksam? Zum Beispiel. Also schon auch Erfahrung. Ähm Also erst mal Erfahrung, was auch ...

Ich glaube, ich, ich war ja irgendwie mir der Verantwortung dieser Schwangerschaft sehr viel mehr bewusst in der vierten als in der ersten. Was meinst du damit? So Verantwortung für dieses Wesen, dass sie gesund wächst, dass sie, ich sag mal, Raum hat zum Wachsen, dass ich nicht mein Leben, ähm, voranstelle, sondern tatsächlich, äh, Zeit nehme, auch genug auszuruhen und so weiter. Ähm Erfahrung, ähm, jetzt hab ich grade 'ne Stilldemenz. Ähm, nein, aber, ähm, aufmerksam. Also ich glaube, die, die, sagen wir mal so, die positive Geburtserfahrung in der ersten und in den weiteren Geburten hat mir irgendwie so voll gezeigt: Ey, das ist so voll der richtige Weg.

Also immer wieder gezeigt zu bekommen, also manchmal ja auch schmerzhaft, das sag ich ja immer wieder, so mein Körper hat immer recht. Kann ich mich dagegen wehren? Kann ich im, kann ich im Kopf mir was weiß ich was ausdenken? Aber ich habe gelernt, mein Körper hat immer recht. Und das in so 'ner Geburt anzuwenden, wo du, äh, mit dem Kopf eigentlich nichts lösen kannst, weil, ne, also weil das einfach viel zu krass ist und irgendwie vielleicht auch zu komplex oder was willst du da mit 'm Kopf machen? Aber einfach dich dem Körper hinzugeben, diesem, diesem Geschehen hinzugeben. Ich glaube, das hat mir mega geholfen und- Also auch für die Schwangerschaften?

Also wir sind immer noch chronologisch eigentlich bei der Schwangerschaft. Für die Schwangerschaften, ja. Ich natürlich nur die Schwangerschaft. Ähm, ja. Und, ähm Ja, ist irgendwie interessant, weil natürlich, ähm, ich bin ja schon auch jemand, der erst verstehen muss, um es dann verinnerlichen zu können. Also bei mir geht's ja so mit Sprache, dass ich am liebsten möcht ich 'n Wort sehen und wissen, wie man's schreibt, damit ich's auch imitieren und anwenden kann. Und ich glaube, das ist so, wenn ich was nur so halb weiß, dann fühl ich mich nicht sicher, weil wenn ich weiß, okay, so und so funktioniert's, dann kann ich's auch voll gut anwenden.

Also ich glaube schon tatsächlich, wenn du jetzt auch grade nicht Geburt, ähm, nicht über Geburt sprichst, sondern über Schwangerschaft, also quasi Intellekt zuerst verstehen, ähm, natürlich Atem verstehen. La-lass es, lass das sagen so. Ähm Ja, oder hat es auch, also ich mein, wir haben ja auch für unsere Kinder, damit die auch 'n Verständnis haben, haben wir auch Bücher in verschiedenen Sprachen über Schwangerschaft. Dann wie wird man schwanger und was passiert da und was sind die Veränderungen und so. Weil das, diese, dieses große Fragezeichen, das merken wir auch eben, eben wie du sagst, bei unseren Kindern.

Äh, natürlich haben die Gedanken und, ähm, die müssen wir- Ja, auch lust-, also es, ich, Kinder ist ein gutes Beispiel. Ich mein auch total lustige Vorstellungen manchmal eben. Also was man denen gar nicht vorwerfen kann, sondern jeder reimt sich halt, die machen wir ja auch, reimt sich die Welt so zusammen mit dem, was man halt so weiß irgendwie, ne. Und dann alles andere interpoliert man und da kommen ja echt total witzige Diskussionen zustande. Und was wir jetzt grade diese ersten Tage sehr gemerkt haben, ist, dass es Raum geben muss, diese, diese diffusen Gedanken und vielleicht auch Ängste und so weiter, grade von unseren Kindern, ähm, zu formulieren. Ja. Ne? Also ja.

Oder das merken wir ja auch bei mir. Ich mein, du hast ja dann auch ab und zu zu mir gesagt: „Oh krass, du bist, du versuch mal nicht so viel nachzudenken", oder so. Und ich würde nicht sagen, dass ich so 'n kopfgetriebener Ich-grübel-Mensch bin, aber irgendwie waren trotzdem viele Gedanken, die ich dann, wo ich nicht den Raum hatte, äh, dir das auszusprechen und so.

Und das wollt ich auch vorhin noch sagen: Ähm, ich finde, was so Intuition angeht und so weiter, ähm, manchmal ist man sich ja auch so 'n bisschen fern, ähm, was die eigene Balance angeht und so und dann hilft dir auch das Gegenüber extrem, grade bei mir jetzt mit Hormonen und so weiter, weißte, so 'n bisschen ein-, wieder, weiß ich nicht, zurechtzuführen, zurechtzuleiten. Ja, oder ich glaub, es geht ja, also im Endeffekt geht's ja oft darum, find ich, dass wir uns gegenseitig Spiegel sind. Ja, voll. Und in dem Mom-, also Fragst mich ja dann auch oft: „Ist das, also ist das wirklich das, was du denkst?

Weil das, was du sagst, äh, hört sich irgendwie sehr komisch an oder negativ oder irgendwie ist eigentlich nicht das, was ich von dir kenn. Irgendwie ist das wirklich so oder ist das total grade irgendwie ein Zustand?“ Und das gilt natürlich, ähm, auch in der Schwangerschaft. Aber im Endeffekt, was wir eigentlich sagen wollen, ist, dass Schwangerschaft- Schön sein kann ... schön sein kann.

Und du ja auch schon auch viel vorbereitend gemacht hast, was jetzt nicht nur für die Geburt, sondern auch für dich selber, irgendwie für deinen Körper, dass du, ähm, was weiß ich, äh, mit Öl massiert hast und alle möglichen Sachen, dass die Haut geschmeidig bleibt und, und- Ich war auch immer in Bewegung, immer Ja, und hast bisher bis zum Schluss, äh, noch Yoga mit Kopfstand gemacht. Und heißt jetzt nicht, dass das jeder machen muss, aber es heißt einfach nur, dass es irgendwie-- Wir haben auch mal 'n Video gesehen, ich weiß gar nicht mehr von wem.

Es war irgendwie auch 'ne, eine, die war irgendwie, ich glaub, Surf-Weltmeisterin, ist dann auch schwanger geworden und die ist halt auch noch bis zum neunten Monat gesurft und alle so: „Oh, oh mein Gott, wie kannst du nur?“ Irgendwie warum? So, solange es dir selber gut geht, ähm, und du weißt, was du tust. Ähm, also ich finde, ich, also Schwangerschaft ist keine Krankheit. Klar. So. Aber natürlich ist schwanger sein auch nicht nichts. Also es ist jetzt nicht so, alles ist völlig normal, alles nur in deinem Kopf. Stimmt ja auch nicht. Aber, ähm, ja, irgendwie schon auch, schon so 'ne, sich selber auch die Erlaubnis zu geben, trotzdem noch, äh, sein eigenes Leben zu führen.

Macht das Sinn, wenn ich das sag? Ja, das macht Sinn Glaub ich Oder wie würdest du das formulieren? Ich glaube, ähm, wie ich's formulieren würde, wäre: Angst in Neugierde tauschen Okay. Ist der Titel unseres neues Buches „Angst in Neugierde tauschen". Ja. Tausche deine Angst in Neugierde. Nein, aber dieses im Vorhinein Angst zu haben, dass irgendwas passiert, äh, weil man's gehört hat, weil das irgendwelche Trigger bedient oder so weiter.

Ka-- Also ich find, ich macht sehr, sehr oft im Leben Sinn zu sagen: „Ey, ich schau mal, wie's wird." Und so hab ich das tatsächlich eben, ich hab, äh, also sagen wir mal so: Geburt zwei bis vier hab ich gesagt: „Ah, ich brauch keine Schmerzmittel, weil ich hab's einmal ohne geschafft." Und bei Geburt eins hab ich gesagt: „Ich hab keine Ahnung, was mich erwartet so." Ich bin, ähm, ich bin auf 'ne Art offen für alles. Wenn ich 'ne PDA brauch, brauch ich 'ne PDA. Aber die Offenheit hatten wir bei zwei bis vier auch noch. Ja, aber- Aber du hattest natürlich 'n Wissen darum sozusagen, was passiert und dass man's aushalten, dass du es aushalten kannst. Ja.

Und ich glaube, je mehr wir uns selbst einengen in dieses: „Oh Achtung, äh, guck mal, da kommt jetzt irgendwie der dritte Monat, jetzt kommt bestimmt die Dreimonatskolik." Oder, ähm, äh, jetzt muss ich aber auf jeden Fall Unterrückenschmerzen haben in der Schwangerschaft oder wie auch immer. Ähm, das ist ja quasi ein, also das Gegenteil von Vorfreude ist quasi Vorangst und das macht uns ja zu. Und alles, was wir brauchen, ist eben, uns zu öffnen und eben offen zu bleiben.

Und ich hab auch zu dir gesagt: „Hey, erinner mich bitte dran unter der Geburt, dass ich nicht, dass ich mein Gesicht entspanne, dass ich, dass ich mich nicht wehre, sondern, ne, sondern dass ich's wirklich diese Offenheit bewahre." Ähm, wahrscheinlich war mein Gesicht nicht die ganze Zeit entspannt unter der Geburt, aber so von der Idee her. Ähm, und, mmmh, worauf wollt ich noch hinaus? Jetzt sind wir schon bei Geburt. Jetzt kannst du ja noch 'n bisschen über Geburt reden. Genau, aber was wollt ich noch sagen mit, mit Offenheit und Neugierde? Ich glaub, du hast es ganz gut gesagt. Okay, gut. Ja.

Also ich glaube, das ist so Das ist ja letztendlich auch dieses vielleicht im Moment sein, find ich, oder? Dass man nicht-- ja, also darauf wollte ich hinaus. Es gibt halt so viele, die dann so: „Ja, also meine Priorität in der Geburt ist, dass es auf keinen Fall 'n Kaiserschnitt wird und meine Priorität ist, dass ich auf keinen Fall ins Krankenhaus muss. Und also das und so, dass die fünf, äh, Dinger sind No-Gos.“ So, und ich glaube, da macht man sich halt schon echt krasse Angst, so. Also letztendlich is es 'n Einlassen und Hauptsache letztendlich, wir gehen alle gesund aus diesem Geschehen raus, so, ne.

Aber dieses Festhalten an irgendwelchen Bedingungen, die wir nicht beeinflussen können. Ja, ich glaub, da haben wir 'n sehr pragmatischen, äh, Ansatz, was das angeht. Also dieses, wie du sagst, es hat ja auch vielleicht in der Yogawelt jetzt auch noch viel, noch 'n bisschen mehr, weil man da ist man ja im Einklang mit der Natur oder was weiß ich, gibt's ja welche Verrückten, die dann im Wald irgendwie allein im Eisbach gebären, weil das ist so nah wie möglich an der Natur wie möglich. Ist einfach kreuzdumm, ehrlich gesagt, tut mir leid. Ähm, also Geburt ist kein, also generell auch immer dieses Natur ist irgendwie so schön und dann- Idyllisch ...

idyllisch und dann, äh, umarmen wir den Baum und alles irgendwie so. Ich hab kein Problem, Bäume zu umarmen. Es tut einem richtig gut, gar keine Frage. Aber Natur ist nicht, äh, schön, lieb und nett. Natur ist knallhart. Ähm, ohne dass es jetzt negativ sein muss. Es ist halt einfach nur, und Geburt ist, ist kein, also Geburt ist kein- Ist nicht nur Panflötenkonzert ... genau, ist kein Panflötenkonzert. Es ist halt schon ein, also einer der extremsten Zustände, in denen du überhaupt sein kannst, dass ein menschlicher Körper aus einem anderen menschlichen Körper physisch rauskommt.

Ähm, hatte über Jahrhunderte extrem hohe Sterblichkeit, sowohl bei Müttern als auch bei Kindern, eben weil's nicht so'n Walk in the Park ist. Und wir haben Unglaubliches, äh, erreicht, auch in der, in der Geburtsmedizin und neonatalen Medizin, ähm, was da, was da möglich ist, äh, und, und das einfach alles abzuschreiben unter sozusagen, äh, Gewaltmedizin. Das sind alles Leute, die einem, äh, die einem nichts Gutes wollen. Das find ich sehr schade. Also kein Mensch, äh, geht da zur Arbeit, um, äh, um andern Leuten, äh- Um andere Frauen zu quälen ... also Schaden. Ja genau. Also kein Mensch arbeitet im Krankenhaus, um andern irgendwie Böses zu tun.

Dass manchmal irgendwie Voraussetzungen sind, dass Leute überarbeitet und gestresst sind oder irgendwie Kommunikationsfähigkeiten ausbaufähig sind, völlig außer Frage Ähm, und irgendwelche, äh, Traditionen, die vielleicht irgendwie, äh, optimierungsfähig sind, gar keine Frage. Aber trotzdem, sozusagen objektiv betrachtet für uns haben wir auch gesagt: Also diese Vorstellung, wie dann dein, dein, deine, äh, Naturgeburt, äh, zu Hause mit, äh, wie du sagst, Panflöten und, äh, alles voller Kerzen, gedimmt Licht, äh, beigefarbene Kissen und dann rufst du die Doula an und noch die Hebamme und ich weiß nicht, wer noch alles- Und alle flöten dir dann entgegen.

Du hast einen Geburtsplan irgendwie und, äh, deine Bestie steht links unten und dein Mann steht rechts unten und ich weiß nicht, wer sonst noch alles irgendwo in dem- Die Kinder schauen dir lächelnd in die Yoni rein. Genau, alle, alle schallmeien irgendwie und dann kommt sozusagen das Lebensglück aus dir rausgeploppt. Und das, also das, wenn das so ist, dann ist das was in 'nem Promillefall der Fälle.

Und ich mein, wir haben jetzt über die Jahrzehnte, die wir uns mit Schwangerschaft und Geburt beschäftigen, auch genug Beispiele, ähm, persönlich wie auch, äh, übertragen mitbekommen, wo, sag ich mal, je konkreter diese Vorstellung und je konkreter dieser Plan war, desto schmerzhafter, äh, und entgegengesetzt war die eigentliche Geburt dann, weil irgendwie man sich so dran geklammert hat, es muss aber genau so ablaufen irgendwie. Wir haben für uns gesagt, wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft, wo wir Zugang zu diesen Möglichkeiten haben. Wir gehen in 'n Krankenhaus, wo, äh, eine, eine, äh, Neugeborenenintensivstation ist. Ähm, wir haben keine großen Erwartungen.

Wenn wir irgendwie 'n Kaiserschnitt brauchen, brauchen wir 'n Kaiserschnitt. Wenn wir 'ne, wenn du 'ne Schmerz, äh, Behandlung brauchst, dann nehmen wir 'ne Schmerzbehandlung. Und wenn alles gut läuft, dann ist alles super und dann können wir danach nach Hause gehen. Und wenn's nicht gut läuft und's irgendwie Probleme gibt, dann haben wir alles da, weil dann einfach jede Minute zählt. Ist einfach so irgendwie so. Und dieses Risiko einzugehen irgendwie, das ist vermeidbar. Es würde mich auch- Also ist zumindest unsere- Ja, total. Würde mich auch eben total stressen.

Also dieses, ähm, auch so'n bisschen Focus on what you want, wenn ich die ganze Zeit mich drauf fokussiere, dass ich auf keinen Fall Dadys haben und dann wird aber die Geburt eben intensiv und wird eben nicht Schalmeiklang-artig, kann ich mir schon vorstellen, dass dann ziemlich viel Adrenalin im Körper losgeht und ziemlich viel Stress los ist. Und ob das dann so dienlich ist. Ja und dann kommen diese ganzen Sachen nämlich so: Fuck, weil jetzt, jetzt müssen wir ins Krankenhaus oder jetzt müssen wir shit. Und wenn dann was ist irgendwie und, ne? Also ich hab mich unglaublich sicher, großartig ich selbst gefühlt in diesem wunderschönen Kreißsaal, wo wir letztendlich waren.

Da war dann das Bettchen fürs Baby schon aufgebaut, also so das Untersuchungsbett. Da hab ich quasi jeder zweite Satz war: „Ich freu mich so aufs Baby" und es hat mir so wahnsinnig viel Kraft auch gegeben in diesen Stunden. Ja und das war, das ist sozusagen 'n Kreißsaal aus den 70ern gewesen mit, äh, technischem Equipment für noch Lachgasnarkose und allem möglichen. Also es war jetzt nicht alles nur abgehängt mit irgendwelchen, äh, Plüschkissen und so, aber darum geht's ja jetzt auch gar nicht. Ja, ich mein, da stehen halt ein paar Geräte rum, ist doch irgendwie okay, oder? Also es hat mich jetzt überhaupt nicht abgeschreckt. Ich fand's irgendwie, es war, es war total perfekt. Ähm, ja.

Wir haben, wie gesagt, kurz mal Musik angemacht, um diverse Nachbarinnen zu übertönen. Ähm, und ansonsten war ich ja, ich bin ja dann sowieso in der Zone. Das nehmen wir jetzt auch nicht so viel wahr, oder? Also- Ja. Na ja und ich mein, es ist ja auch, ich weiß noch bei der ersten, als die erste Geburt losging, irgendwie du mich nachts geweckt hast und meintest so: „Ähm, ich glaube, das sind Wehen." Und dann meintest du so: „Ah ja, so schlimm ist das ja gar nicht." Und wir dann noch in der, im Bett saßen, noch 'ne Playlist gebaut haben irgendwie und dann, äh, zwei Stunden später mit 'm Taxi dann ins Krankenhaus gefahren sind.

Als dann die richtigen Presswehen kamen, das war dann- Ja, auch schon. Da war auch keine Zeit mehr für Musik. Also da war auch keine Lust mehr für Musik oder so was. Genau. Kein, kein Hip-Hop. Nee, aber, ähm, und du hast ja, sag ich mal, schon bei allen na-natürlichen Geburten jetzt irgendwie, du hast ja früher hast du das immer so beschrieben wie so 'ne Naturgewalt, die durch einen hindurch walzt. Rollt, ja. Oder rollt oder wellt, wie man ja jetzt sagt. Und das war bei diesem Mal 'n bisschen anders. Mhm. Kann's nicht beschreiben. Okay Also ich kann's beschreiben. Erzähl, Tommy. Nein. Es wurde einfach intensiver. Nein, nein.

Was ich, was ich meinte, ist eigentlich im Vergleich zu den letzten Geburten, wo ich sozusagen alles, äh, voll live und in Farbe mitbekommen hab, haben wir diesmal- Wo mich dich deines Lebens beraubt eine andere Geburtsposition gewählt. Nicht die, die ich vorgezogen hab, aber ich hatte in dem Moment nichts mehr zu melden. Ja, und berechtigt. Du wolltest, dass ich dir so um den Hals häng oder so. Das haben die da auf diesem, auf diesem Plakat irgendwie, das fand ich, probier mal was Neues. Ja, das war auf jeden Fall dann nicht das, was es geworden ist. Stattdessen haben wir eine Position gewählt.

Du hast eine Position gewählt, in der du mich dann in der Endphase in den Schwitzkasten genommen hast. Es war voll effektiv. Um, ja, natürlich. Das war mega effektiv. Es war mega schnell. Also es war was acht Minuten oder so, ähm, wo ich ja einfach die Wand und deinen Nacken gesehen hab. Und du konntest nicht deinen Kopf drehen. Nichts. Und du konntest auch nicht sagen: „Dreh mich mal- Sein Arm, das war wie 'n Schraubstock. Also es konnt- Ich weiß schon, dass ich dich irgendwie festgehalten hab. Ja. Kann ich mich schon dran ... Ich hab auf 'm Boden gekniet und, äh, war im Schwitzkasten. Ist ja völlig egal.

Das hat ja sozusagen- Und dann hab ich noch, also wie, man muss ja sagen, ich hab die ganze Geburt auf Dänisch, äh, gehalten. Ja. Ähm, bis auf ein paar Vokabeln, die mir gefehlt haben. Und, ähm- Das war tatsächlich witzig, dass dann zwei Vokabeln irgendwie in der entscheidenden Phase wir beide nicht so richtig kannten. Ich hab's dann akustisch nicht mehr verstanden, aber du konntest, du hast es irgendwie auch nicht- Ich hab dann ehrlicherweise, ich hab, ich konnte ja nix sehen. Insofern hab ich dann das übersetzt, was ich dachte, dass sie meint. Und was war das, was du gesagt hast? Spreizen oder so, was du nicht kennst, das Wort. Ja. Ja, aber irgendwie hat's dann funktioniert.

Ja, es hat fantastisch funktioniert. Und dann war das ganz große Glück. Ja. Ich find das ja immer, das ist echt so mega, mega, mega, mega schön. Eigentlich schweben wir immer noch im siebten Himmel. Mhm. Nachfolgesieg. Ja, ey, es ist einfach, es ist so unglaublich. Ich find's immer noch so unglaublich. Einfach, dass so 'n- Mhm ... über zehn Monate da 'n Mensch in diesem, in deinem Körper entsteht. Krass. Dass er dann tatsächlich rauskommt und da ist und dann einfach so- Mhm filigran und klein- Mhm ... und perfekt und so unendlich süß. Mhm. Einfach. Hat die Natur sehr gut eingerichtet. Ja, ist Wahnsinn.

Dass man einfach sofort liebt und- Dass man auch sein eigenes Baby irgendwie- Mhm, am geilsten findet ... am schönsten, objektiv und subjektiv. Und man muss ja auch sagen, auf 'ne Art, ähm, unsere Kinder sind ja auch sofort verliebt gewesen und es hält ja an. Also die haben ja heute, also ich mein klar, wir sind jetzt bei Tag zehn, aber, ähm- Hast dich alle von der Schule verabschiedet. Ne? Und, also kämpfen immer noch so leichte Kämpfe, wer jetzt wickeln darf am Morgen Und anziehen darf am Morgen und so. Ich glaub, ich hab dieses Kind noch nicht so auf der Wickel. Und, ähm, ja, find ich wunderschön.

Also wir sind ja nach wie vor dabei, ich sag mal, uns, ähm, einzugrooven als Familie mit vielleicht jetzt anderen Rollen, ja, immer wieder auch persönlichen Bedürfnissen, die gestillt werden dürfen. Also die, klar, natürlich. Also unsere gesamte Familienkonstitution schaffelt sich neu. Irgendwie der Kleinste ist nicht mehr der Kleinste. Mhm. Ähm. Die Große hat auch Themen. Ja, und das ist alles, äh, muss sich alles neu justieren. Und aber wie du, wie du auch schon gesagt hast, so alles ist irgendwie, alles ist Teamwork. So Schwangerschaft war schon Teamwork. Voll. Ja, also nicht nur Teamwork zwischen uns beiden. Mhm.

Ähm, wo, um dann das Thema noch mal abzuschließen, dann auch Geburt ist ja im Endeffekt auch Teamwork. Total. Das ist ja auch wieder so 'ne, diese Vorstellung, dass es nur du allein bist. So, also ich hab einen nicht ganz so relevanten, aber ich würd trotzdem sagen, ich hab einen relevanten Anteil daran. Total, natürlich. Natürlich. Also ich- Und den seh ich auch bei mir und den, also das lass ich mir auch nicht nehmen, so. Ich, ich liebte es auch, mit dir zusammen zu sein. Also in, in jeder Phase immer, ne. Und also ich glaube, dass es unheimlich wichtig ist, ähm, jemanden zur Seite zu haben, der einem Kraft, Halt, Vertrauen, Stärke, Wissen, all das gibt. Ja.

Ja, auf 'ne Art sind wir dann natürlich da auch Das ist dann unsere, unsere Romantisierung irgendwie auf 'ne Art, ne. Warum? Ja, ja, weil es jetzt, glaub ich, auch nicht jeder so sieht irgendwie. Dass es sein muss, oder? Ja, dass es sein muss. Weiß auch nicht, ob's sein muss. Wir finden's einfach schön. Ja. Und gut. Also für uns hat's gut funktioniert und geholfen so. Ja, und ich glaube, das kann man schon noch mal betonen, dass wir das ja auch eben als Satz gelernt hatten, grade wenn man vielleicht dann doch 'n bisschen, ähm, an seine Grenzen kommt oder vielleicht doch müde ist. Natürlich schlafen wir 'n bisschen anders, also als davor.

Ich hab trotzdem das Gefühl, dass wir, dass wir uns das auch zurückholen immer wieder tagsüber. Ähm, jetzt grade- Wir haben relativ durchschlafen- Total ... find ich. Also es ist jetzt nicht so, dass wir ... Also natürlich bist du nachts wach am Stillen. Ja. Ähm, aber- Aber ich steh nicht auf. Genau, du musst nicht aufstehen. Irgendwie du das teilweise sozusagen mit eben Seitenliegen und Andocken und beide schlafen weiter funktioniert jetzt auch ab und zu. So, also es ist jetzt ja auch weit weg von, von den Klischees. Mhm. Stimmt, schlaflos, ja. Wir nehmen uns ja auch die Freiheit, muss man ja sagen, dass das Baby bei uns im Bett schläft. Ja. Ja, ich hab da auch meine eigene Theorie dazu.

Mhm. Ähm, an der halt ich auch fest- Mhm ... ähm, dass sozusagen auch die, der CO?-Ausstoß beim Ausatmen von uns Erwachsenen, ähm, ein relevanter Trigger für den, für die Einatmung der Kleinen ist. Also positiver Trigger. Ja. Mhm. Ja. Ja. Und, ähm, und wir hatten uns dann eben aber gesagt, das hatten wir ja von Freunden damals mitbekommen, äh, dieser Satz: „Unterstelle deinem Partner die bestmögliche Absicht." Und ich glaube, das ist, das haben wir jetzt nicht mehr irgendwie großartig aus-ausgesprochen dieses Mal, aber immer wieder eben so: Ich weiß, du gibst dein Allerbestes. Ich möchte, dass es dir gut geht.

Ich möchte auch, dass du jetzt nicht nach zwei Wochen Elternzeit jetzt erst mal, danach machst du noch mal, ähm, äh, dass du jetzt irgendwie völlig, ähm, entkräftet da rausgehst und irgendwie dich mega-- Also ich freu mich, wenn du dich auf deine Arbeit freust, aber sollte schon auch jetzt 'ne gute Zeit für dich sein. Ist mir schon 'n Bedürfnis. Und gleichzeitig geht's natürlich darum, dass ich zu Greifen komm, dass wir mit dem Baby uns gut arrangieren, dass wir als Familie gut ... Aber, aber so dieses wir wollen einander Gutes, wir sch-- wir unterstellen dem anderen Gutes, ähm, das ist, find ich, schon so, so 'ne Grundregel auch jetzt geworden irgendwie.

Das ist schon, ähm, glaub ich, bemerkenswert. Ja. Ja, find ich auch. Und das gilt ja auch für unsere Kinder im Endeffekt, ne. Das kann man sich ja auch, diese Erkenntnis hatten wir ja auch immer und immer wieder auch, dass auch wenn unsere Kinder mal Breakdowns haben oder so. Mhm. Also es steckt grundsätzlich Keine böse Absicht ... seltenst Boshaftigkeit dahinter. Seltenst Machtspiele. Machtspiele, ja. Je nachdem, wem man da jetzt glaubt, startet das ja schon in dem Alter. Mhm, dass sie uns gegenseitig ausspielen. Ja, das ist ein Machtspiel, wenn sie jetzt schreit. Ja. We don't believe that. Nee, das, ja, und das, also genau.

Aber ich glaub, es hat schon sehr viel damit zu tun, auch was, was sind Glaubenssätze? Was glau-was glauben wir, wie es ist irgendwie? Und wir glauben halt an das Gute im Menschen generell. Wir glauben an das Gute in uns gegenseitig. Mhm. Ähm, wir glauben, dass am Ende alles gut wird. Mhm. Das ist vielleicht naiv und das ist, äh, romantisiert. Ähm, und natürlich, äh, lernen wir auch immer wieder im Leben, dass es halt nicht immer so ist. Aber ich geh lieber davon aus, dass alles gut ist und, äh, alles gut wird und bin sozusagen, äh, hab was, also hab eine gro...

positive Grundeinstellung als andersrum, wo ich immer Angst haben muss, dass irgendwas Schlechtes passiert, was ich irgendwie keinen Zustand finde, in dem ich gerne sein möchte. Klingt auch nicht so frei. Ja, schön. In dem Sinne: Geht hin und mehret euch. Oder? Werdet schwanger, gebiert. Wenn ihr möchtet. Ansonsten freut euch eures Lebens. Ja. Tut das, was sich richtig anfühlt. Hört auf euch. Mhm. Und dann redet darüber. Kann's nicht, kann's nicht oft genug sagen. Mhm. Es wird mir immer und immer wieder, ob's jetzt auf der Arbeit ist oder irgendwie bei uns, mit uns, mit unseren Mitmenschen, in Filmen. Es ist, wir reden nicht genug. Mhm. Wir reden einfach nicht genug miteinander. Mhm.

Wir reden nicht über das, was in uns vorgeht. Wir reden über alles Mögliche und Oberflächliche und, ähm, Interpretationen, aber eigentlich nicht darüber, wie's uns geht und was wir brauchen. Und das ist essenziell. Ja. Danke, Schatz. Ich danke auch. Chain slips water Mm-hmm. See it somehow