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Abschied & Auswandern – wie weh tut der Neuanfang?

Edel Abgefunkt · Folge 4 · mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn
Veröffentlicht: 25. August 2024 · Dauer: 33:54

Edel Abgefunkt mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn — Musikerin und Arzt, zwei Jobs, mehrere Kinder. Alltag und Partnerschaft kommen oft zu kurz: wenig Paarzeit, viel Mental Load, kaum echte Pausen. Darüber reden sie so, wie es ist — ohne Hochglanz.

Kurzantwort

Letzte Tage in Hannover, Tränen in Klinik und Abschiedsparty: Folge 4 über den Schritt nach Kopenhagen – Auswandern vs. „wir wissen noch nicht, ob wir bleiben“, wie Geschichten sich abschleifen, und dass man erst merkt, was man hat, wenn es weg ist.

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Häufige Fragen zu dieser Folge

Worum geht es in Edel Abgefunkt Episode 4?

Um Abschied und Aufbruch: Umzug/Auswandern von Hannover nach Kopenhagen mit Kindern – echte Gefühle statt Hochglanz.

Warum streiten sie über „Auswandern“?

Ein Teil findet Auswandern endgültig/assoziiert mit Bleiben; sie wissen noch nicht, ob sie bleiben – trotzdem nennen viele es Auswandern.

Wie emotional war der Abschied?

Sie beschreiben Weinen (Klinik-Abschied, Party) und Wehmut: Freude und Tränen nebeneinander – Geschichten werden durch Wiederholung „effizienter“.

Was sollen Hörer:innen mitnehmen?

Neuanfang tut weh und macht Mut zugleich; Liebsten sagen, dass man sie liebt – und den Wert dessen spüren, was man verlässt.

Vollständiges Transkript

Automatisches Transkript (TurboScribe/Whisper-Quelle). Kann Hörfehler enthalten. Quelle: Episode-Audio aus dem RSS-Feed.

Und wir sind live. Am späten Abend in der Nacht, elf Uhr dreißig. Na, wir haben ja auch 'n Jun Mittag. Circa zwei Jahre nach unserer ersten Folge. Ja, ich bin zwei Jahre, nein.

Ich glaub schon. Oh mein Gott. Kontinuität ist unser Motto. Wo befinden wir uns grade, in welchem Stadium unseres Lebens? Wir befinden uns noch in Hannover, die letzten Tage, unserer Zeit hier in Hannover.

Und About to do it Big Step, Jient Step? Ja, wir werden umziehen. Wir werden auswandern, wie so viele Leute gesagt haben. Wobei ich finde ja, man kann nur auswandern sagen, weil man weiß, wie's da ist. Wir wissen noch nicht, wie's ist.

Wieso wieso kann man wieso kann man nur sein, dass man auswandert, wenn man weiß, wie's ist? Weil ich finde, Auswandern ist assoziiert mit ja bleiben und wir wissen nicht, ob wir bleiben. Ich find, Auswandern ist so endgültig. Na gut, aber also, wenn Du jetzt vor hundert Jahren irgendwie ist es Krieg oder Du mutmaßst, dass es schlimm wird und sagst, Du wanderst aus, irgendwie die USA oder so was. Weißt Du ja auch nicht, wie's ist.

Ja. Also wohin waren dann die aus? Nach Dänemark. Nach Kopenhagen. Nach Kopenhagen?

Ja. Ja. Kopenhagen in Dänemark. Das New York Europas. Irgendwie freuen wir uns wahnsinnig und haben grade wenig wenig Tränen und wenn die Tränen da sind, dann sind sie heftig.

Bestimmt. Wie würdest Du's beschreiben? Das stimmt nicht. Also wir haben in dem in dem Moment jetzt gerade haben wir wenig Tränen. Das, da gibt's der Riff.

Aber wir haben schon sehr geweint jetzt am Wochenende. Mhm. Das stimmt. Das stimmt. Und ich auch immer wieder in manche Situationen.

Nicht nicht schluchzend, aber auf eine Art wehmütig, emotional. Also ich hab schon auch schluchzend geweint. Das war echt seriös. Aber der große Abschied in der Klinik. Und ich hab alle gemeint.

Ja, das war voll schön. Ja. War voll schön. So voll schön. Und bei unserer Party am Samstag dann auch.

Wann hast Du da geweint? Soll ich zumindest Tränchen. Mhm. Eva auch. Pep auch.

Ja. Nee, es ist schön. Also ich find's, was was wir gelernt haben oder was heißt gelernt haben, was wir gesehen haben jetzt auch bei diesem Abschied, ist ja nicht der Erste in unserem Leben. Ich glaub, ich bin fünfzehn oder sechzehn Mal umgezogen. Ich hab aufgehört zu zählen.

Mhm. Ja, aber ist wieder zu lernen durch das Gehen, was man eigentlich hat, Ist ja dieses, ich weiß von Janis Joplern, dieses Lied. Und das ist das ja so, ne, dass dieses, was ja auch Krankheit ausmacht oder Tod auf eine Art irgendwie, dass dass der Wert irgendwie in dem Moment so richtig real Mhm. Und sichtbar wird auf eine Art, wenn wenn's weg ist oder wenn's droht wegzugehen. Ist eigentlich auch schade, finde ich.

Sehr schade. Aber ich glaub, ist auch notwendig. Genau und bei uns ist es ja trotzdem auch immer so gewesen mit den Nachtdiensten. Wir haben uns ja dann immer vermisst und dann Auch hoffentlich. Weiß man das wieder zu schätzen, dass wir uns sehen und ne, wenn ich auf Reisen war, auf Konzertreise, dass ich die Mäuse vermiss, dass sie mich vermissen.

Fand ich zum Beispiel immer total wertvoll für mich zu erleben, weil ich ja weiß, dass sie dich immer im Nachdenken vermissen, wenn Du weg bist und so. Es ist fair, dass Du auch vermisst wirst. Ja, das ist sehr fair. Ja, also es ist es ist schade auf eine Art, dass man nur wertschätzt, wenn es nicht da ist, eben auch mit Gesundheit und so. Ich finde, da kann man ja schon auch bewusst sagen, nee, ich wisse eben alle Menschen mich herum wert, obwohl sie grade da sind.

Und ich weiß, meine Gesundheit zu schätzen, obwohl sie gerade da ist. Was ja gerade im letzten halben Jahr auch nicht immer so war. Absolut. Aber ist ja auch, also es ist ja auch eine Aufgabe dann für uns jetzt mit den geänderten Lebensbedingungen, Arbeitsbedingungen, sich das bewusst zu halten, immer wieder bewusst zu machen. Die Tatsache, dass ich keine Nachtdienste mehr machen muss, die Tatsache, dass ich keine Wochenenden mehr arbeiten muss.

Dass das halt eben nicht zu soner Selbstverständlichkeit wird. Mhm. So wie wir uns, das find ich schon, auch eigentlich jeden Tag bewusst machen. Das ist mir auch gestern zum Beispiel, als wir geflogen sind, dann bin ich mit den mit den Kindern geflogen bin, hab ich das schon ganz bewusst gemacht, dass ich die noch mal geschrieben hab, kurz bevor wir abgehoben sind, dass ich die Mhm. Und dieses sozusagen, dass wir, wenn wir auseinandergehen, dass wir im Guten auseinandergehen Mhm.

Und dass wir oder dass ich möchte, dass im Idealfall, klappt klappt ja nicht immer, aber sehr, sehr häufig, dass das Letzte, was wir uns sagen, was Schönes ist. Mhm. Nicht, dass ich ständig Angst hab, dass irgendwas passiert, überhaupt gar nicht. Aber wenn, dann wär's tragisch, wenn das letzte Wort ein hartes Wort gewesen wäre wegen irgendwas, was eigentlich Blödsinn ist. Mhm.

Also ich glaub Dass ich die Mütze vergessen hab, einzupalkern von diesem liebsten. Na. Ich glaube, wir sagen uns schon sehr, sehr oft, dass wir uns lieben. Wir beide und Die Form ging wahrscheinlich zu oft, ja. Ja.

Und und den gehören ja auch sehr, finde ich. Ja. Alarmierung. Bitte. Oder?

Finde ich voll schön, das mag ich. Und das nach über zehn Jahren. Auch wie wir uns heute nachgeguckt haben, als wir uns verabschiedet haben, dachte ich Ja, ich bin fast gegen das Hemd. Wir sind Neulich hat Antworten uns gesagt, oh, was habt ihr verliebt? Hab ich gesagt, ja.

Ja, nach mehr als zehn Jahren. Nachdem Du am Anfang nicht verliebt warst, bist Du zumindest jetzt verliebt. Werde ich jetzt nicht drauf antworten, aber es ist schön. Ist auch nicht selbstverständlich. Ich glaub, das ist auch die Basis von dem, warum wir jetzt umziehen können, dass wir wissen, wir wissen einfach, dass Du und ich und die Kinder, dass wir gut zusammen sind, dass wir eine gute Zeit haben nennen, dass wir eine fantastische Zeit haben nennen, dass wir nichts brauchen außer uns.

Ja. Und trotzdem, das soll jetzt keine reine Selbstbeweihräucherungsepisode werden. Es ist schon auch fucking hart. Was zu ziehen. Mhm.

Anders, ich mein, wir sind Großfamilie, irgendwie fünf fünf Mann, die umziehen im laufenden Betrieb. Mhm. So, ja, ich hab jetzt aufgehört zu arbeiten, aber ich mein, der Umzug fängt ja nicht erst jetzt an. Mhm. Das stimmt.

Ich hab noch bis vor 'n paar Tagen Konzerte gespielt. Ja. Ich war verletzt. Ich hab in den letzten, was in dem Monat, in den letzten zehn Tagen irgendwie vier vier Nacht Dienste am Stück gehabt quasi. Mhm.

Und und das alles noch und ich mein, Du hast gesagt, ja, Auswandern ist der Unterschied zwischen Umziehen oder wegziehen und Auswandern ist, dass man weiß, wie's wird oder dass es Final ist. Aber unsere Kinder wissen eigentlich gar nix, bis gestern wussten. Drei von drei gar nix. Jetzt wissen zwei von drei haben zumindest eine Idee. Und das ist aber auch eine geografische Idee.

Du meinst bei dir jetzt gestern da waren. Ja, weil sie gesehen haben. Ja, okay. Wir wissen jetzt ungefähr, welche Schule es werden wird. Und wissen von außen, wie das aussieht und so.

Aber die Kleine weiß überhaupt gar nix. Doch, wir sagen's ihm. Ja, natürlich, aber er hat ja überhaupt kein, er hat überhaupt keine Natürlich. Wir wissen alle nicht, wie das wird. Nee.

Was wissen wir alle nicht? Wir wissen nicht, welche Freunde wir haben hier. Und trotzdem Keine Ahnung. Voll vertrau. Klar und weil Du sagst, Ausländer natürlich für die Behörden macht's erst mal keinen Unterschied.

Wir müssen trotzdem alles abmelden, ne, müssen uns hier abmelden und Ja, wir sind weg. Also offiziell Apfel, also spielt ja keine Rolle, wenn 'n wiederkommt, sag ich mal, im Vergleich zu unseren USA Intermezzo. Wir vermieten die Wohnung nicht. Wir brechen die Zelte ab, so. Und das, ja, wie wir gesagt haben irgendwie so, es ist, man soll, ich finde, es steht auch noch vor dazu, man soll gehen, wenn's am schönsten ist.

Es ist grade sehr schön, dass es hingehen wird. Auch wenn's 'n bisschen absurd ist. Ja. Ja, wie Du gesagt hast, ich empfind das auch als anstrengend, alleine die Emotionen von allen aufzufangen, also von unseren Kindern aufzufangen, wenn sie dann zu recht traurig sind, weil sie ihre Freunde auch vermissen werden oder glauben, ihre Freunde zu vermissen. Alles von ihnen aufzufangen, weil sie natürlich spüren, dass jetzt hier zusammen, ja, zusammenpacken Aufbruchstimmung es Chaos ist und gleichzeitig auch noch die Emotionen von anderen aufzufangen.

Von mir? Ja. Ja, nein, ist ja so. Wie von dir? Ja, auch meine Aktion.

Ja, natürlich und meine, aber also jetzt erst noch mal so die anderen Weißt Du, egal, wenn Du jemanden noch mal neu erzählst, wir gehen oder jetzt auch bei der Party. Ja, dass wir dass dass wir auf eine Art immer auch 'n Teil der Traurigkeit von den anderen abbekommen und das ist ja auch gerechtfertigt, aber das empfinde ich zum Beispiel jetzt anstrengend. Ist auch spannend, wie sich die Geschichte auf 'ner Art immer mehr schleift. Wie meinst Du? Na ja, wie man sozusagen, weil man diese Geschichte ja Ja.

Also jeden, der der einen begegnet oder jetzt auch von Freunden oder auch Bekannten irgendwie, ach, ihr geht, ach, nach Kopenhagen. So, für den ist das sozusagen die erste Info. Für uns ist dieses Gespräch quasi Variante hundert so, ne. Ja, das ist so. Und man wird dann schon auch, find ich, irgendwie, also wenn man sich selber beobachtet beim Geschichten, ne, so die Geschichte wird effizienter.

Stimmt. Man packt mehr Infos rein, ums kürzer zu halten. Mhm. Man antizipiert Folgefragen, ja, weil einfach neunzig Prozent der Leute das Gleiche fragen, ähnlich reagieren. Mhm.

Sind trotzdem noch mit ihren befreundet. Wobei, es gibt ja die einen und die anderen. Es gibt diejenigen, die die die auf eine Art es sofort auf sich übertragen, die sofort sich schlecht fühlen, entweder weil wir gehen und sie uns vermissen werden oder weil sie sich schlecht fühlen, dass sie bleiben und nicht diese Veränderungen in die Hand nehmen. Und dann, also das sind quasi so die einen, die es auch negativ erst mal auffassen und dann gibt's die anderen, die sich erst mal für uns freuen und erst mal sagen, geil, Kopenhagen, wie geil, geil ihr geht, geil ihr macht diesen Schritt, geil, ihr habt da 'n gutes Leben, euch würd's gut gehen. Auch so geil, ihr inspiriert mich.

Also finde ich total interessant, wie wie hundertachtzig Grad verschieden diese Reaktionen auch sind. Ja, da haben wir ja schon mal drüber gesprochen, dass das, dass das ja eigentlich auf eine Art alles immer und ich nehm mich ja da gar nichts aus, wenn mir andere Leute irgendwas erzählen, aber es ist eine eigentlich immer egoistische Reaktion. Mhm. Klar. Also natürlich freut man sich für den anderen, wenn man hat Mitleid oder Beileid, aber irgendwie am Ende des Tages projiziert man's ja dann doch nach innen.

Was macht das mit mir irgendwie so, ne? Mhm. Also wenn Du gesagt hast, ich verliere jemanden Mhm. Oder es erinnert mich daran, dass ich eigentlich selber was machen wollte, was ich irgendwie nicht mach. Also 'n paar 'n Angehörigen oder so oder Freunden formulieren das ja auch dann.

Zum Beispiel. Na ja, dass sie halt auch schon ewig wegziehen wollten, aber nicht tun. Ja, ja. Oder sich nicht entscheiden können. Ja.

Oder whatever. So und ich mein, das wirkt natürlich auch, das ist ja auch immer so das, ne, das wirkt jetzt so, ja, das ist jetzt schnell entschieden und wir haben Glück gehabt, das ist jetzt wirklich auch schnell gegangen so von den Abläufen her innerhalb von 'n paar Monaten. Aber das schwelt schon sehr, sehr lang. Genau, das meine ich. Ja, ja.

Das ist ja 'n Prozess, also wir haben vor vor der Pandemie Also haben wir gesagt, haben wir gesagt, es es muss sich, langfristig muss sich was ändern. Das ist quasi kein dauerhaft tragfähiges Konzept für uns als Familie. Ja, und Sie sind zweitausendfünfzehn nach Boston gegangen und haben gesagt, wir wissen nicht, ob wir wieder nach Hannover kommen. Wir glauben, aber wir wissen es nicht. Und dann sind wir wiedergekommen zwei Jahre später und haben dann gesagt, keine Ahnung, wie lange, ne.

Das heißt, es ist jetzt eigentlich sechs Jahre, wo wir gesagt haben, keine Ahnung, wie lange. Weißt Du? Mhm. Ja. Und dann eben wieder der Knast und dann wurde sozusagen dichter und intensiver und wir haben immer wieder gesagt, okay, das ist einfach krass und diese Krassheit haben wir einfach viele Jahre gelebt mit.

Ja, auch voller Überzeugung, aber ich finde, es gab ja schon diesen Punkt auch, wo wir gesagt haben, mittelfristig muss sich was ändern. Und dann auch da haben wir damals viel drüber geredet, ja, wie ändert sich denn was irgendwie, ne? Und dann, wir sind ja durchaus offen, sag ich mal, für, alle möglichen, sag ich mal, Manifestations Approaches und alles so. Und ich will das mal gar nicht aus ausschließen, aber einfach nur zu sagen, es muss sich was ändern oder also sich das auch immer wieder einzureden oder zu visualisieren oder so was. Das hat uns alleine nicht geholfen, muss man ehrlicherweise sagen.

Und dann haben wir uns ja hingesetzt, okay, da will man derzeit, wir bestellen beim Kunden mal eine Veränderung Korrekt bestellen. Ja, genau. Das ist nicht viel, wenn ins Restaurant gehst und sagst, Du sagst nicht mehr was essen. Dann sagt er auch, ja, schön, was? Ja.

Und dann bei Erst die Idee mit Berlin und dann Gut, dann kam die Pandemie aber sowieso noch mal alles anders, hat sich alles irgendwie durcheinandergewürfelt und geworfen. Ja. Aber jetzt wird's zeigen, ja, man muss zusammenfassen, diese Offenheit überhaupt nach Türen Ausschau zu halten, die sich öffnen können oder die offen sind. Ich glaub, das das war ja schon 'n entscheidende Punkt. Das ist das, was Du mit dem Schwelen meinst, das gibt's schon.

Ja. Ja. Und warum haben wir keine Angst? Ich bin ja nicht. Wir haben ja auch Angst.

Haben wir Angst? Wir haben doch vorhin drüber gesprochen. Also ich find's nicht. Ja, im Moment, nee, im Moment nicht. Aber ich glaube, wenn man diesen Prozess betrachtet, gibt's ja, also, wenn man keinen, also welcher emotionale Zustand ist dauerhaft?

Nee, aber jetzt kann ich sagen, also jetzt grade kann ich sagen, ich weiß nicht mal, ob ich sagen kann, ich hab Respekt davor, ich freu mich wahnsinnig und ich weiß, dass wir auch an unsere Grenzen stoßen werden. Ich weiß auch, dass es Tage geben wird, wo ich sag, oh mein Gott, wenn sicherlich, unsere Erwartungen werden sicherlich nicht getroffen werden, weil wir's gar nicht einschätzen können, wie es ist, in Dänemark zu leben, ne.

Und also wir wir lachen ja immer son bisschen drüber, so nach dem Motto, in in Kopenhagen wird's keine Unordnung geben und da wären unsere Kinder, sag ich ja immer, wenn sie einen ausziehen, immer den schön dann irgendwie, weiß ich nicht, ordentlich zur Seite legen. Wird, also wie Du immer so schön sagst, der Problemösel, der kommt der wird schon gehörig nachkommen und so weiter und so fort, ne. Also wir projizieren ja auch sehr viele Wünsche jetzt grade auf diesen Umzug.

Aber ich glaube, es wird sehr, sehr gut werden und es wird uns noch mal total, ja, noch mal so echt sonen anderen Horizont öffnen darf, hab ich aber mega Bock. Ja, das waren sicher, manche Erwartungen werden übertroffen, manche untertroffen werden. Ich glaub, die ich glaub, das eine sind ja sozusagen bewusste Erwartungen oder sage ich mal konkret gewollte Erwartungen. Also Dinge, über die wir uns unterhalten, wo wir auch sagen, wir möchten jetzt die Gelegenheit nutzen. Mhm.

Das fängt ja mit dem Ausmisten an. Das ist ja noch mal 'n ganz anderes Thema, aber sozusagen sein Leben noch mal anzuhalten, diesen Cut und das ist ja wirklich 'n Cut. Zu überdenken, was wollen wir irgendwie? Ist das für dich beruflich 'n Cut? Ist für mich 'n beruflicher Cut?

Und sich hinzusetzen und die Zeit zu nehmen. Und das ist ja tatsächlich die Herausforderung, sich diese Zeit für sich selbst zu nehmen, aber auch wir für uns, zu sagen, was wollen wir, was genau wie genau wollen wir unser Leben nehmen? Welche Hobbits wollen wir wirklich etablieren, neu aufleben, wieder aufnehmen? Was ist das genau? Mhm.

So. Und sich da darüber Gedanken zu machen und spezifisch zu werden, das sind ja die Erwartungen, die dann quasi, an denen Du messen kannst, werden die erfüllt oder nicht. Und mit Sicherheit werden wir an einigem scheitern. Mhm. Gar keine Frage.

Wir wissen halt jetzt noch nicht, woran. Aber was mindestens genauso spannend sind, sind ja die unbewussten Erwartungen. Mhm. Die, die wir ja noch gar nicht Ausgesprochen haben. Ausgesprochen haben, weil wir für, also weil wir sie vielleicht selber noch gar nicht realisiert haben.

Und ich mein, das kennen wir so schon ausm Also wie oft ist der eine oder der andere oder die andere enttäuscht? Ja, keine Zum Beispiel. Nee, von von irgendwas, was nie ausgesprochen war. Ich sag mal 'n Beispiel. Ja, ich überleg gerade.

Also ich finde, wir Also ich glaube, ich hatte das früher wahrscheinlich öfters. Das passiert uns jetzt immer noch. Aber Es sich halt neulich Ah. Ich glaub neulich wieder in die Situation. Ich weiß es grad nicht mehr.

Ja. Natürlich irgendwie, schade, dass wir kein passendes Beispiel haben, aber im Endeffekt Ja, aber ich glaub, das ist ja so alltägliche. Natürlich ist es alltäglich, ne, aber dieses, ja, aber sone Süde wo sagt, ja, aber ich dachte, das sei doch klar, dass Ja, das stimmt. Und dann ist es auch dass man glaubt, der andere liest die Gedanken. Und es ist halt überhaupt gar nicht klar einfach.

Und das ist ja sone unausgesprochene Erwartung, die uns. Ja. Wir müssen uns jetzt noch mal hinsetzen und die Erwartung, die wir tatsächlich zumindest jetzt bewusst wissen, dass wir die noch mal aufschreiben, das momentan vielleicht in der Break zwischen Auszug und Einzug. Ist also so grade so diese neuen Routinen, da war für mich total lustig, dass wir das noch mal niederschreiben, auch mit den Mäusen, die neuen Routinen, mit Abendroutinen und auch Aufräumen, Außenmistk, so Routinen und all das. Wir haben sehr viel drüber gesprochen und ich glaube, wir müssen uns aber noch mal präsent machen.

Ja und retourisieren. Retourisieren. Also wie Und da hab ich echt Lust drauf. Wie diese alte, also sozusagen Sachen wieder aufnehmen ist, ne. Zum Beispiel hat die alte Regel, die in den letzten drei Jahren verloren gegangen ist, wenn was Neues kommt, muss man was Altes gehen dafür.

Mhm. Wenn man sich jetzt unsere Schränke anguckt, ist unfassbar. Mhm. Ich weiß gar nicht, wo diese ganzen Sachen herkommen. Das stimmt.

Und ich finde, jetzt wissen wir auch, wie son Familienleben ist. Und jetzt haben wir eine Ahnung davon, wie es ist, mit drei Kindern zu leben. Und ich empfinde es jetzt im Nachhinein schon so, dass wir da quasi so reingestolpert sind. Weißt Du, so, okay, wir haben ein Kind, ah, wir haben zwei Kinder, dann plötzlich, wir haben drei Kinder und jetzt jetzt sozusagen haben wir die die nötige Erfahrung zu wissen, was es eigentlich jetzt noch mal an Familienbusiness Struktur braucht, uns quasi diverse Vorgänge so leicht wie möglich zu machen. Weißt Du, was ich meine?

Mhm. Ich frag mich nur, weil Du gerade gesagt hast, da sind wir reingestolpert. Gibt's eine andere Möglichkeit? Nö, nö, nö. Man kann es ja nicht erahnen, was es bedeutet, Kinderzahlen.

Wir haben's ja auch, sind auch bewusst reingestolpert, aber weißt Du? Aber kannst Du, also können's gäbe irgendwie 'n Szenario, wo, weiß ich nicht, wo einem die Eltern das, also da wehrt man sich ja meistens sowieso gegen. Glaub ich nicht. Ich kann man kann es nicht erahnen und was es einfach auch an Logistik manchmal ist mit Familie und ja. Nee, ich glaube, wir mussten jetzt diese Erfahrung so sammeln und jetzt können wir sagen, da wünschen wir uns mehr oder?

Ich glaub, diese Also auf eine Art ist das ja auch eine Ritual, sone Zäsur zu schaffen. Mhm. Also wie jetzt, für Auswandern, was auch immer. Mhm. Aber ich glaub, jeder Umzug kann sone Zäsur sein.

Irgendwas, wo man sozusagen oder eine berufliche Veränderung, aber meistens Urlaub kann ja nicht so sagen, sondern selbst immer und zu abziehen. Ja, wobei, nee, ich find schon, also das reicht nicht. Ich find, Urlaub reicht nicht. Reicht nicht von der Zeit und reicht nicht von der Tiefe, wenn man solche Sachen grundsätzlich überdenken möchte. Weil im Umzug, also wenn Du 'n Urlaub machst, also ich mein, weiß ich nicht, wie viel oder inklusive uns, wenn Du irgendwie zwei Wochen Urlaubszeit zur Verfügung hast, dass Du dann sozusagen in Urlaub fährst und dann aber noch mal sozusagen wirklich ordentlich das ganze Leben aufn Kopf stellst.

Ja, aber ich find das ich find das ehrlich gesagt zu einfach, diese Einstellung. Guck mal, Du hast dein Leben aufn Kopf gestellt hast vom Alkohol bis jetzt zum Oh Gott, das hört sich an. Das hört sich ja furchtbar an. Ja. Nein, aber Du hast ja, Du hast ja quasi in hast Du dein Leben verändert.

Und ich finde, diese Chance kann auch wirklich jeder heute oder morgen ergreifen, zu sagen, das und das möchte ich ändern. Du kannst von heute auf morgen vegan werden. Du kannst was auch immer. Du musst dafür nicht umziehen. Wir könnten wir könnten auch so alle Dinge in die Hand genommen haben und ausmessen.

Ja, aber haben wir nicht. Ja, aber wir könnten's. Ja, aber ich glaube, jetzt sag ich mal, ich bin leicht damit, aber ich glaube, und wir haben's ja davon, wie man Sachen leichter machen kann. Und ich glaube, dass solche externalisierten Zäsuren solche Veränderungen leichter machen. Es zwingend Und ich hab, ich hab, ich hab nicht mein Leben aufn Kopf, also ich hab damit angefangen, während ich gearbeitet hab, ja.

Aber ich hab aufgehört mit der Arbeit dann. Das war mein erster Break. Ich hab hingeschmissen nach 'nem halben Jahr. Ist jetzt kein? Nee, das Nee, da kannten wir's jetzt dran, bevor wir uns kennengelernt haben.

Ich bin nach Australien gegangen. Ich bin fast im Monat, drei Wochen. Und ich bin danach ins Kloster gegangen. Ja. Und danach habe ich gesagt irgendwie, jetzt noch mal alles anders.

Und dann sozusagen, wann war ich im größten September, glaube ich, im August oder September. Und dann habe ich im Oktober angefangen zu arbeiten. Also da war sehr wohl 'n sehr mitten im Umzug in einer anderen Stadt, da war sehr wohl eine sehr große Zäsur drin sozusagen. Und ich, also ich find als Beispiel so, wenn ich das irgendwie bildlich beschreiben möchte und das macht mir am meisten Spaß ja immer Natürlich kannst Du versuchen, mit Tempo hundertachtzig irgendwie die die die dein Auto zu Staub zu saugen und die Sitze neu zu beziehen, kannst Du machen irgendwie. Aber ist halt deutlich anstrengender, als wenn Du halt auf 'ner aufn Rastplatz fährst und das Auto einmal ausräumst, sauber machst, irgendwie noch mal guckst, ist das überhaupt die ist das überhaupt noch die Autobahn, auf der ich fahren will?

Und dann sozusagen wieder neu losfährst. Und wenn man sich jetzt also die letzten Jahre so anguckt, das war schon Tempo hundertachtzig. Da finde ich, war jetzt nicht so viel Zeit. Echt. Und unsere Schränke sind sozusagen ein Zeugnis davon.

Mhm. Das stimmt. Ja, weil wir eben nicht mehr sozusagen Sachen weggeschmissen haben, bevor wir neue Sachen gekauft haben, weil wir nicht mehr Stimmt. Wir haben uns die Priorität gekümmert, ne, die so Ja, was notwendig war, damit der Laden läuft, dass wir irgendwie nicht von der Bahn abkommen, dass genug Sprit im im Tank ist und alle, die im Auto sind, essen und Pipi Pause. Aber das war's dann auch.

Und wir hatten ja auch mal die Regel irgendwie, dass man größere größere Anschaffungen mindestens vierundzwanzig Stunden drüber schläft, bevor man die Deswegen haben wir ja. Deswegen haben seine Klimaanlagen gleich ab. Ja, ja, genau. Deswegen haben wir noch für zweihundertfünfzig Euro eine Klimaanlage gekauft, die wir dann gleich wieder zurückgeschickt haben, weil's völliger Blödsinn war. Ja.

Ja, ich bin gespannt. Und ja, deswegen auch das sozusagen vielleicht als Reminder an uns selber auch. Sagt ja kein Mensch, dass wir dann in was drei Jahren oder in fünf Jahren, was auch immer sozusagen der zäsurale Schnitt ist. Man muss ja nicht irgendwie nicht, wenn ich über mich alle zwei Jahre umgezogen, das muss ja jetzt muss ja jetzt nicht zwingen zu sein, ja. Aber dass man vielleicht in drei bis fünf Jahren einfach noch mal tatsächlich eine örtliche Veränderung noch mal überlegt irgendwie.

Natürlich, wir haben jetzt hier in den letzten zehn Jahren, ich weiß nicht, wie oft, umgeräumt Ja. Und das Schlafzimmer von dem Zimmer in das Zimmer gelegt und hier und da. Also natürlich ist das auch eine Veränderung, die 'n erster Schritt ist. Oder ich mein, früher traditionell gab's den Frühjahrsputz nicht ohne Grund. Genau das auch wieder sozusagen als als Tut dir auch wahnsinnig gut.

Ich fand das jetzt so, so befreiend wirklich, die Dinge in die Hand zu nehmen und so, wie wird die Klamotten, alles noch mal zu schauen, was passt jetzt zu mir? Wo fühle ich mich wohl? Wo hab ich's Gefühl, ja, dass es mir gut geht damit und wo aber auch nicht und gar nicht nicht davon lösen und ja, ich kann Verlobst, ja, fünfundzwanzig Kisten. Ist schon gut. Ich freu mich.

Ja, ich auch. Ist so leicht wie möglich und so frei wie möglich. Ein Privileg, was wir haben. Dass wir uns zum Teil auch selbst erschaffen haben. Natürlich, ohne Frage ist es trotzdem ein Privileg.

Ich glaube, wir lassen uns dabei bedenken. Dem kann man nichts mehr hinzufügen. Wir gehen jetzt schlafen. Wir sollten eigentlich eigentlich endet jede Folge mit einem schlechten Kalenderspruch. Ich hab nichts vorbereitet.

Das zu lange Pause, das muss man nur rausschneiden. Hier. Sag deinen Liebsten, dass Du sie Das ist ja kein schlechter Kalenderspruch. Okay. Das ist ja ein guter Kalenderspruch.

Dann Pass auf, wir ändern Es gibt doch irgend son komischen Kalenderspruch mit Gesundheit. Oder? Der ist ja Abwesenheit von gesund. Nee, wir machen das jetzt, wir sind ja noch in der Findungsphase, uns ja dagegen entschieden, den Namen heute schon wieder zu ändern. Wir hatten schon 'n guten anderen Podcast, ne.

Wir ändern jetzt einfach das Ende in den guten Kalenderspruch. Den einen, den wir gut finden. Finde ich besser als die schlechten. Ja und? Also,