edelabgefunkt.de · Episode 49 · Transkript

Laster und Schwächen – und keine Freiheit, Fehler zu machen?

Edel Abgefunkt · Folge 49 · mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn
Veröffentlicht: 13. Juli 2025 · Dauer: 47:12

Edel Abgefunkt mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn — Musikerin und Arzt, zwei Jobs, mehrere Kinder. Alltag und Partnerschaft kommen oft zu kurz: wenig Paarzeit, viel Mental Load, kaum echte Pausen. Darüber reden sie so, wie es ist — ohne Hochglanz.

Kurzantwort

Laster haben oft mit Scham zu tun – dem Wunsch, anders zu sein. Folge 49: Kaffee und andere Schwächen zugeben, warum „ich kann Yoga/Sport/Meditation nicht“ blockiert, und wie Erschöpfung zu Ersatzroutinen führt. Freiheit heißt hier: Fehler machen dürfen, ohne sich zu zerlegen.

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Häufige Fragen zu dieser Folge

Worum geht es in Edel Abgefunkt Episode 49?

Um Laster und Schwächen: Was man sich eingesteht, was man schönredet, und warum die Freiheit, Fehler zu machen, eng mit Scham, Erschöpfung und Selbstbild zusammenhängt.

Was hat Laster mit Scham zu tun?

Sie sagen: Laster hängt oft daran, dass man sich schämt und eigentlich anders möchte – etwa der späte Schrottfilm trotz besserer Absichten. Viele Laster kommen aus Erschöpfung, nicht aus Charakterfehlern.

Warum ist „ich kann das nicht“ ein Problem?

Sätze wie „ich bin nicht der Sporttyp“, „ich kann nicht meditieren“, „ich bin nicht beweglich“ werden als feste Identität genutzt – und sperren Veränderung. Schwächen können auch Stärken sein, wenn man sie ehrlich anschaut statt sie zu zementieren.

Stehen sie zu ihren Lastern?

Ja – mit Humor: vom Espresso bis zu den Dingen, die man lieber nicht auf Social Media postet. Der Punkt ist Verletzlichkeit: zugeben, statt perfekt zu wirken.

Vollständiges Transkript

Automatisches Transkript (TurboScribe/Whisper-Quelle). Kann Hörfehler enthalten. Quelle: Episode-Audio aus dem RSS-Feed.

Oh nein, jetzt sehen mich die, oh nein, jetzt sehen mich die Menschen mit Espresso. Ja. Ich erzähl immer an Menschen, wie teufl ich Kaffee ist. Ist das so. Mhm.

Stehst Du nicht zu deinem Laster? Doch. Mega, sehr lecker, mega lecker. Nee. Aus welchem Laster stehst Du noch nicht?

Doch. Erst mal hallo. Hallo. Wie geht's? Total.

Find ich zu dir. Hallo erst mal. Ja. Wir haben heute als Aufgabe bekommen. Mhm.

Ja, wir haben einen Fan zu Gast grade. Wir haben einen als Aufgabe bekommen Man muss sagen Fanin. Fanin, ja. Eine Fanin, die aber keine Dänin ist. Oh Gott.

Wir haben halt Aufgabe bekommen, über Verletzbarkeit zu reden. Mhm. Ich glaube, Verletzlichkeit heißt das richtig, oder? Danke. Ich hab mich jetzt mit meinem mit meinem mit meinen Sprachherausforderung verletzbar gemacht.

Womit machste ich jetzt verletzbar mit deinen Lastern, die Du nicht zugibst? Wo fange ich an? Ich glaub, es ging jetzt nicht so. Ist es ja darum, unsere Laster heute zu thematisieren, oder? Nein, ich dachte nur, 'n paar so Einstieg vielleicht.

Aber vielleicht ist auch kein passender Anstieg, auch okay. Ich muss tatsächlich wohl nachdenken, weil Schwächen können Stärken sein. Ich glaub, ich hab keine Laster. Du. Nein, natürlich nicht.

Oder? Man kann ja alles so positiv beleuchten. Ja. Ja, tatsächlich fällt mir auch schwer grade. Also alles auszuzählen bei dir.

Danke, danke, danke. Nein, aber ich finde, Laster hat ja viel damit zu tun, dass man sich eigentlich schämt, dass man's anders möchte. Ja. So und zum Beispiel, wir haben neulich halb 11, nee, halb 12 Uhr nachts, haben wir gedacht, okay, wir haben jetzt noch gearbeitet, getippt, sozusagen Kreativität. Und halb 12 haben wir gesagt, so, und jetzt müssen wir Fünfe grade sein lassen.

Jetzt gucken wir uns auch irgendwie 'n Schrottfilm an und so. Und das war dann sozusagen unser Laster, dass wir halt son Megaschrottfilm bis 12 angeguckt haben. Das war auch dumm, weißt Du? Eben, genau. Aber das ist so.

Sah uns ja hinter, also es ging uns währenddessen nicht. Genau, aber deswegen, das ist dann so voll das, also klingt jetzt 'n bisschen dumm, das als Lasten zu verzeichnen, aber sozusagen das ist was, wo ich Verantwortung darüber dafür ergreife und sag, ja, war war halt wirklich Schwachsinn. Also es gibt ja so Filme, die sind dumm, aber amüsant und der war halt dumm und dumm, oder? Mhm. Und wir haben zum Glück gesagt, bis 12 und da gehen wir ins Bett.

Und dann haben wir bis 5 Uhr 12 geguckt mit der Hoffnung, dass es besser wird. Aber deswegen, so mein, also. Ja, aber das war ja, also wenn man ganz ehrlich ist, war das ja eigentlich Erschöpfung. Ja klar. Das ist ja wieder dieses Aber sehr viele Laster kommen aus Ja, natürlich.

Das zeigt ja nur, dass wir natürlich auch nicht, dass wir auch nicht davor gefeit sind, wenn wir Nein, natürlich nicht. Auch aus Möglichkeit, dann dumme Sachen zu machen. Natürlich. Ich mein, auch Telefonbenutzung und so, das ist auch nicht mehr Erschöpfung und so. Also Ja, oder also Sagt dir keiner, dass wir irgendwie irgendwie alles sozusagen rausgefunden haben.

Sagst Du das? Auch wie Du richtig sagst. Ja, das ist das, was ich auf meinem Instagram Account halt ständig zeig. Möchten die Mein Herz, Du zeigst nie was auf deinem Instagram Account. Daher ist es so perfekt.

Ja, genau. Aber na ja, aber das ist ja das ist ja dieses Phänomen, was wir ja auch beleuchtet hatten. Ich hatte das ja ganz oft auch in Nachtdiensten irgendwie, wo Du also wo Du eigentlich schlafen möchtest und eigentlich auch schlafen solltest Komisch. Und dann in sonem auf eine Art Übertreten Modus bist, irgendwie und dann Mhm. Na ja, Du bist ja auch in der Fall fast 'n bisschen im Adrenalin, sonst würdest Du's ja nicht schaffen.

Ja, ja, ich weiß auch gar nicht, ob's immer nur Adrenalin ist. Aber es ist dann einfach, also Du kannst ja auch übermüdet und überdreht sein. Okay, mhm. Wo ich dann aber, ja, dann manchmal halt irgendwie auch so, also also so Müdigkeitslaster, dann irgendwie so Müdigkeitshunger, obwohl Du eigentlich Ja. Also, ja, wahrscheinlich hab ich dann trotzdem nicht genug gegessen gehabt über den Tag, aber dann und dann ist halt so im Krankenhaus auch leider vollgestopft mit irgendwelchen Kuchen hier, Süßkram da irgendwie und dann, da hat's dann manchmal alle Barrieren niedergerissen sozusagen.

Dann fängt's mit einem Stück Kuchen an und wie Du's für sie ist, ist fast echt wie son Ist die Küche leergeschwägt. Ja, Küche nicht. Das machst dann mit Patientensachen, aber Nein, aber die Arztküche. Ja. Ja, ja, aber es ist echt so, ist dann Also da muss man sich dann wirklich zwingen auch Die sind jetzt atmen alle auch.

Oh, nee, Gott, auch dieses Laster zum Beispiel. Ja. Und danach geht's dir besser, weil Du, na ja, Du hast da 'n bisschen Energie bekommen? Ja, ja, aber dann hätt's auch ein Stück getan, so was. Also das ist ja dann nicht so, sondern danach fühlst Du dich eher und dann ist ja meistens nicht das gute Zeug, dann hast Du diesen fiesen Nachgeschmack.

Ja. So und also es ist dann Ja, das also das ist ja oft so dieses, also es ist wie dann, ich sag, der vierte Kaffee. Mhm. Der ist zwar dann noch gut, aber er ist dann auch nicht so gut und hinterher fühlst Du dich dann auch nicht mehr so viel besser, so, ne. Ja, das stimmt.

Je nachdem, was das ja dann ist, wo man dann, sag ich mal, seine seine eigenen Grenzen überhört und sozusagen sich diesen Rausch hingibt, fühlt man sich ja oft hinterher schlechter und kombiniert das dann dann noch mit schlechten Gewissen. Ja, das ist ja dann irgendwie dann dreifach doof, ne? Das ist schlecht doof. Dir geht's nicht gut? Na ja, grade mit so was wie die Essen, ist ja manchmal so, wenn Du merkst, Du tut's nicht gut und dann isst Du sogar mit schlechtem Gewissen, isst ja dann auch kein Genuss.

Und danach hast Du 'n schlechtes Gewissen, dann kann man sich ja schon fragen, also nicht schlechtes gewissen ich finde auch es man wird immer so reduziert auf so kalorien und irgendwie ob man jetzt irgendwie fett hat oder nicht ich glaube darum geht's gar nicht aber wenn man merkt es tut mir quasi nicht gut weil Du dann weil sie nicht hauptprobleme bekommst oder einfach dich schlecht fühlst. Und Du machst es aber trotzdem, dann dann ist so die Frage, hat sich's wirklich gelohnt? War's jetzt so geil? Also wenn Du währenddessen dich schlecht fühlst und danach ist halt so Ja, ja, ist halt wie irgendwie ist halt ganz oft, dass das letzte Bier auch so schlecht, das war schlecht. Genau.

Oder auch tatsächlich so was könnt ich mir vorstellen wie One Night Stand oder so. Ist es dann wirklich so geil, dass es sich lohnt? I don't know. Also man ist ja nur in 'ner Beziehung Ich mein in 'ner Beziehung. Also das andere weiß ich glaub ich vor.

Aber Also jetzt wird's mir grad 'n bisschen zu wohler nach Hause, ne. Nee, geht schon. Steht's auch mal in der Vergangenheit. Ja. In mein in mein in mein in meiner Wahrnehmung existiert der Teil von dir einfach nicht.

Weil ich schon immer so unbefleckt war. Es gibt sozusagen mich und davor gibt's nichts. Okay. Und warum? Ach, Schmarr.

Nein, aber ja, ich glaub, das natürlich ist das genau, das kannst Du ja auf alle auf alle Ja, ich weiß auch nicht, immer es immer gleich Sucht nennen muss, so, das hört sich dann auch wieder so bewertend an, dass ja nicht Also eine Sucht ist, wenn Du nicht anders kannst und das ständig musst. Ja. Und das ist es ja nicht, Aber es ist so ist auch sone Art Kontrollverlust irgendwie, ne. Also wie son Rausch, ja. Ob und welch was jetzt den Rausch sozusagen macht, welche welche Droge, wenn Du so möchtest, ist am Ende des Tages egal, ne.

Und dann ist er wieder, ist wieder bei Moderation im Endeffekt in Maßen. Ja, und das Interessante ist ja, dieses Tanzen zum Beispiel, Exadic Dance. Ich finde, wenn man das von außen betrachtet, dann denkt man immer nur, die haben einfach die megavollmeise. Die sind voll krank. Wenn Du das so, wenn Du irgendwie, wenn irgendjemand so auf Instagram so was zeigt, dann ist so, boah, die sind krass verrückt, aber so eigentlich nee eben.

Die haben's geschafft, ihre Kontrolle abzulegen und die haben's geschafft, frei zu sein. Aber das ist schon in der Gesellschaft oft verbunden mit, ah nee, der ist außerhalb der Norm. Das ist sozusagen, was ich nicht kenne. Das ist so. Und das auch noch ohne Alkohol, wie kann man nur?

Ja, aber das ist Und dann ist eben die Frage, ist es ist es tatsächlich eben diese Bewertung oder ist ist spielt da auch Neid eine Rolle, dass man sagt, oh, eigentlich würd ich auch gerne so frei tanzen wollen, aber ich muss immer was trinken, aber dann tanz ich trotzdem nicht frei, weil dann leider halt die Kontrolle doch noch da ist. I don't know, was dann so vorgeht. Ja. Aber auf jeden Fall, was ich sage Die Sachen, die da drinstecken. Ist dieses Tanzen ist ja eigentlich die Idee, auch von seiner Kontrolle und seine Bewertung wegzulassen und so, ne.

Und sozusagen, niemand kümmert sich. Genau, aber das ist, ja, ganz, ganz viele Sachen dazu. Ich glaub, das eine ist erst mal, das witzig, dass Du sagst, ja, das sieht von außen weird aus, weil wo ist der Unterschied, wenn Du 'n Video ohne Ton siehst von Leuten, die tanzen? Mhm. Weißt Du nicht, wie viel Uhr das ist?

Weißt Du nicht, ob die was getrunken haben oder nicht? Du weißt nicht, was für eine Musik die haben? Also im Endeffekt ist es eigentlich ist es ja nur der Kontext, der das irgendwie Du meinst, es ist für die Menschen meistens weirder, wenn sie Nee, also wenn ich dir 'n Video zeig, wie wie wie wie jetzt eine Masse Leute irgendwo tanzen. So, dann siehst Du eine, dann siehst Du eine Masse Leute tanzen, dann sag ich dir, ja, das ist son neuer angesagter Klub irgendwie und so, Elektromusik, so, ja, geil. Mhm.

Dann sag ich dir, ja, es ist Sonntag früh 9 und keiner hat Alkohol getrunken. Und dann sagst Du dir, ja, das ist. Ja. Aber es ist ja der Kontext, nicht die Tatsache, dass die Leute tanzen irgendwie. Das stimmt.

Oder? Also wenn das Aber beide wollen ja eben zu diesem Kontrollverlust, zu diesem gewollten Kontrollverlust beide Gruppen. Ja, ja, ja, klar. Also warum Du tanzt, ist, ja, bei tanzen ja, also so so Uhr, ist ja sone Ur Uhrbewegung eigentlich, ne. Und dann ist ja eigentlich auch wieder megaspannend diese Wir hatten das auf dem auf dem Retreat Und ich glaube, das hat, also wenn ich so drüber nachdenke, gilt das wahrscheinlich für alles, was irgendwie was man unter künstlerisch und kreativ subsumieren würde.

Ja. Diese ganzen Geschichten, wir hatten es auf dem Retreat, wo mehrere Leute gesagt haben, das ist ihnen unglaublich schwergefallen sozusagen. Oder also es hat Ihnen geholfen, dass das sone sozusagen sone kleine Gruppe war, wo wo sozusagen 'n Safe Space war und 'n Vertrauen und alles, wo man sozusagen letztlich ausprobieren konnte, wo man wusste, man wird nicht bewertet, weil man ansonsten dieses diese ganzen Sätze hat, ich kann nicht tanzen, Du kannst nicht tanzen. Jemand, der gesagt hat, Du kannst den Rhythmus nicht halten und ja, es ist richtig. Es gibt Leute, die hören die hören die 1 nicht, die können den Rhythmus nicht halten, aber das macht das Tanzen nicht weniger, also wertvoll.

Und das war aber auch insofern eine Übung, find ich, weil man selbst auch sich, also damit reflektiert umgehen darf, ob man das jetzt gut findet, wie der andere grade sich bewegt oder nicht. Genau. Ich weiß, dass ich bei einem, der dann getanzt hat, hab ich so gedacht, ah ja, der der kommt grade erst so rein, wie so, also es sieht noch so linkisch aus, so egal. Also so Vielleicht ist das schon so drin? So, das geht dich irgendwie 'n feuchten, was auch immer an.

Also so Nee, Du hast es ja auch beschrieben gehabt, dieses, also dass Du so tanzt, wie Du dich fühlst Mhm. Und dass man auch nicht sich selber also reguliert, so. Beziehungsweise, was ich ja beschrieben hab. Weil Du dann angefangen hast, Handstand zu machen, so, weil es halt Du dich danach gefühlt hast so und halt ohne so, ja, okay, was denken jetzt die Leute? Musst Du jetzt irgendwie, musst dir jetzt wieder zeigen, wie toll sie ist.

Musst Du hier ihre Yogaposen auspacken, musst Du irgendwie hier in ihren kleinen Po in der Gegend rumwedeln und so. Genau. Und das fand ich ja zum Beispiel, das hab ich auch gesagt, dass ich mich getraut hab, dann mit dir zu tanzen. Also es klingt so doof, getraut mit dir zu tanzen, aber ich hab quasi mit dir getanzt. Ich hab dich geküsst, ohne dass es mir darum ging, wie andere sich dabei fühlen, ob sie dann traurig sind, getriggert sich fühlen.

So, also diese Erkenntnis, ist auch immer so doof, dass wir hier son bisschen denkmisch machen. Aber dieses, ich bin eben ein. Du bist nicht für das für die Gefühle anderer Menschen vorhanden. So. Das fand ich sehr, sehr gut, noch mal für mich zu realisieren und dem auch dementsprechend auch ganz gut das zu übertragen so.

Nur weil ich das dieses Bedürfnis hab, heißt es nicht, dass es irgendwas mit dem anderen zu tun hat. So, das ist nicht meine Intention. Und das tatsächlich auch zu übertragen aufs leben so ja ich erlaube mir so zu sein mich nicht so zu fühlen das ist auch zu zeigen ja ohne dass ich jemanden damit verletzen möchte und Du hast mir damals gesagt als ich so viel zum Thema Selfie, ich komm, ich komm, ich schütze dich nur. Ich komm. Ich schütze dich vor dir selber.

Danke. Wie selbstlos von dir. Du hast mir damals zu mir gesagt, als ich, dass ich damals gesagt hab, ich hoffe, dass die Tatsache, dass ich einen Vater hab und jemanden mir sehr nahestehen, dass in der Familie sehr früh seinen Vater, ihren Vater verlieren musste. Ich hoffe, dass das Nee, ich hab, glaub ich, gesagt, ich fühl mich schlecht dabei. Ich ich schäme mich, dass ich dass ich noch meinen Vater hab so.

Und dann hast Du gesagt, also, Und dann eben dasselbe ist mit Kindern so. Wir haben 3 wundervolle gesunde Kinder so. Es also mir tut jeder Mensch leid, der keine Kinder bekommen kann und also dahingehend Leid erfahren muss. Das heißt aber nicht, dass wir uns zurückhalten müssen. Ja.

Also beziehungsweise dem ist ja auch nicht geholfen, aber wir wir haben ja auch nicht die 3 Kinder, Menschen zu verletzen. Nein, Du kannst auch nicht, Du Du kannst auch nicht also dieses sozusagen Mikrotrauma Triggering. Mhm. Du Du kannst Du kannst nicht für alles ständig mitdenken. Das geht nicht und das ist auch nicht, das ist auch niemandem geholfen damit.

Das ist meine persönliche Meinung nach niemandem. Das kann man anders finden. Das ist ja 'n reines Ausweichen dann, dann schwäntelst Du dann nur sozusagen Ja, und dann muss man sich den bewährten Traumabteilung haben. Bist Du getriggert, dann muss man sich ja mit deinem Trigger auseinandersetzen. Aber sozusagen zu erwarten, dass die ganze Welt sozusagen sich, ja, also sozusagen alles ständig mitdenkt und auf alle möglichen Trigger irgendwie hin untersucht und wir beschränken uns unglaublich damit und das ist das Gegenteil von dem, was eigentlich alle möchten, irgendwie und das Genau.

Ja. Das meiner Meinung, da steh ich auch zu. Das, ja, aber ich find das ich find das ich find das extrem, es ist eine extrem, ja, gebende Erfahrung, gebend, was ich so doof fand. Aber sone, ich find das, ich fand diese Male, wo ich diese Sechstedig Dance mitgemacht hab, einfach, ja, also über das Tanzen heraus und über sozusagen das Loslassen und mit der Musiksein hinaus, so so so wertvoll auf eine Art, weil das halt, ganzen Sachen, die Du angesprochen hast, irgendwie sich halt auch selber seiner eigenen Muster bewusst zu werden, dass man halt ständig Leute bewertet. Mhm.

Ne, Du guckst halt jemanden an, nicht so. Nee, aber nicht. Nein, natürlich Wir haben auch schon das Feedback bekommen, dass wir dass sie das Gefühl hatten, dass wir beide unabhängig voneinander wertfrei sind manchmal. Aber natürlich hast Du völlig recht. Also natürlich darf man das immer, muss man immer wieder bei sich beobachten, dass man auch schnell sone sone Pauschalbewertung hat und dann lernt man mit den Menschen kennen und denkst so, ah ja, krass, damit hab ich gar nicht gerechnet, ne.

Ja. Oder dass man eben, ja. Aber wieder Divers es weiß über den Menschen, mit dem man zurückmacht. Ja. Die Frage ist ja nicht, also bewertest Du oder nicht?

Weil, so. Die Frage ist halt sozusagen, lässt Du das deine Handlungen steuern? Oder ist es deine Wahrheit? Also wenn wenn wenn wenn Du sozusagen darauf reagierst, wie Du die ganze Zeit bewertest, ja, dann hast Du vielleicht 'n Problem oder dann solltest Du vielleicht drüber nachdenken. Aber wenn Du wahrnimmst, dass Du, Mhm.

Ja okay, jetzt Mhm. Ja, also so, ich merke, dass ich das grade bewertet hab, so, ja, okay. Sehr gut, ist ja nix passiert. Ja. So.

Also ich glaub, sobald Du den Abstand hast, ist eigentlich überhaupt nicht schlimm. Mhm. Und sich deswegen dann selber wieder 1 über die rüber zu ziehen und zu sagen, ich darf nicht bewerten, irgendwie ist auch schon wieder nicht hilfreich. Aber worauf ich eigentlich zurück wollte, weil Tanzen ein Beispiel war und dann hatten wir ja auch sone Zeichenübung oder Mahnübung, wie auch immer, wo das Gleiche wieder hochkam, dieses Also wenn Du zu Leuten sagst, ja, wir zeichnen was. Ich kann es zeichnen.

Mhm. So. Weil irgendwelche Sätze in der Schule oder in der Kindheit so, was ist was ist das denn? Was soll das denn sein, ne? Und dieses, wir hatten damals für einen der in der einen Schule unserer Kindergarten son son Buch vorgestellt, Isch, das ist, wo es auch darum geht, wie so 1 die ganze Zeit zeichnet und voll glücklich ist, son Junge.

Und dann kommt sein großer Bruder, schaut über seine Schulter und sagt, was soll das denn sein irgendwie? Und dann wird er, dann hört er auf zu zeichnen und wird voll traurig und zu Also der sagt halt so, es es sieht aber nicht aus wie eine Vase. Ja, ja, genau. Ne? Was soll das denn seine Vase, ja?

Und dann wacht er ihn aus. Und die kleine Schwester sammelt aber diese ganzen zusammengekrompelten Blätter dann und hängt in ihrem Zimmer auf, weil sie sie so schön findet. Dann sagte sie zu ihm, ja, es ist keine Vase, aber es ist so vasisch. Also wie eine Vase. Das das hab ich, das fand ich, das hab mich so gerührt, dieses Buch, dass ich das auch gleich gekauft hab, weil ich diese so bejahen find und das ist auch ja unsere Aufgabe als Eltern, das zu unterstützen, egal ob das jetzt irgendwelchen pseudoobjektiven oder objektiven Kriterien entspricht, ist das jetzt Kunst oder nicht?

Also Kunst ist immer im Auge des Betrachters. Mhm. Und die Diskussion hatten wir auch zum Beispiel der Staat oder so. Wie viel ist das wert? Ist die falsche Frage.

Die Frage ist, wie viel ist es dir wert? Und das so diese ganzen Sätze, die da drinstecken so und deswegen, ne? Also ich kann nicht tanzen. Mhm. Ich kann nicht zeichnen oder ich kann nicht malen.

Ich kann nicht schreiben. Mhm. Und das das hörst Du im Endeffekt ja bei dir, in der Rahmen deiner Arbeit ja auch sehr viel. Ich zum Beispiel, ich komm ausm Haushalt, in dem, sag ich mal, Kognition Mhm. Sehr viel gefördert wurde.

Musik, Lesen, Geist, sind Dinge. Aber wir waren nie so die Sportsfamilie irgendwie so. Es ist, war jetzt nicht verboten so, aber es war jetzt nicht Fokus, war jetzt auch als nicht massive Förderung. Mhm. Kann man sagen, ihr ihr habt's nicht gewollt so, ja.

Ist halt immer auch die Frage, wo Vorbilder liegen. Und ich hatte, glaube ich, schon auch eine längere Zeit, dann auch sone Art Selbstbild irgendwie, ohne dass das jetzt ohne dass ich jetzt auf irgendjemanden zeigen würde in meiner Familie, der mir diesen Satz davor gesagt hätte, aber also ich bin als, Vorletzter vor dem Übergewichtigen in der Schule in den Fußballclub, also in die Fußballgruppe gewählt worden, so. Das über über Jahre hinweg, ja, das macht schon was mit deinem Selbstbild irgendwie. Wenn sich alle hinsetzen, die ganze Klasse und sozusagen zuguckt, dann wenn Du, also als Einziger, wenn Du Handstandüberschlag machst, weil's einfach so krass witzig ausschaut, ja, dann ist es jetzt nicht unbedingt 'n Zeugnis dafür, wie krass Kompetenz Du irgendwie bist im Sport, so. Schon immer ein Talent für Bühnen.

Ja. Und ja, es hat schon immer Menschen zum Lachen gebracht. Nein, aber Und das Und ich hatte, glaube ich, schon auch lange Zeit diesen Satz, ja, ich bin halt unsportlich, aber dafür bin ich halt gut in irgendwelchen anderen Sachen. Was ich jetzt im Glück auch komplett ablegen konnte, so. Und Du meinst in meiner Arbeit, dass man unflexibel ist oder?

Nee, was ich meine, in deiner Arbeit ist der Satz, mach doch Yoga mit mir, ich bin nicht so beweglich. Ich kann das, also sozusagen, ich ich Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. So, ich kann Sport nicht. Ich bin halt nicht der Sporttyp, so.

Ich kann auch nicht meditieren. Das kann man gar nicht. Nicht. Genau. Ja.

Ich kann auch nicht nicht denken. So bin ich halt. Ja. Und das, wie sind wir jetzt da drauf gekommen? Egal.

Über Tanzen. Nee, ja, einfach, also sozusagen, weil dieses Exetic Dance ein Forum bietet, wo Du das sozusagen aus, also wo Du sozusagen das einfach machen kannst, auch Ja. Egal, ob Du's kannst oder nicht. Und so wie's, also so wie Malen im Endeffekt. Und Kinder sind auf 'ner Art ja schon auch eine Möglichkeit, diese diese ganzen Selbstbilder zu hinterfragen und sich auch, Bilder zu hinterfragen und sich auch vielleicht Sachen wieder zu trauen, weil das sind die Einzigen, die dich zero bewerten bis in 'nem gewissen Alter, weil sie einfach 0 Maßstab haben.

Also deine Kinder müssen schon 'n bisschen älter sein, bevor sie anfangen über deine Sachen zu also zu lachen, was Du meinst oder so. Das stimmt. Ich möcht noch mal zum großen Überthema zu bekommen, Verletzlichkeit. Ja. Aber wir haben das auch jetzt sehr verletzlich gezeigt.

Ja. Dass Du ein Trauma hast auf der Turnmatte. Hatte. Hatte. Hatte.

Gut, dass Du das abgelegt hast. Du bist nämlich sehr sportlich. Aufgrund meiner hervorragenden URL, ja. Warum ist Verletzlichkeit so für manche Menschen so schwierig? Und son Tabu beispielsweise Ist für alle schwierig.

Diese Sätze, ich kann nicht weinen oder ich weine nicht vor meinen Kindern oder für Männer, überhaupt so was Emotionales zu zeigen. Und ich glaube, das ist bei dir anders. Aber viele Männer haben ja so dieses Selbstbild von, ey, ich trink jetzt mein Bier, schau irgendwie Fußball und lach über irgendwelche Frauenwitze. Das ist so das das Männerbild. Aber zu sagen, dass man mit irgendwas überfordert ist, dass man gestresst ist, dass man zweifelt, dass man Sorgen hat, dass man Angst hat so, das ist was, was heutzutage, nein, eben nee, ich will gar nicht sagen, also das ist offensichtlich was, was schwierig ist.

Du lernst es halt nicht. Mhm. Also, ja, unsere ganze Kultur baut auf diesem Heldenmythos auf, Indianer kennt keinen Schmerz. Irgendwie die ganzen Filme, es sind immer die, es sind immer die, also auch Kinderfilme, es sind immer die Frauen, die weinen. Stimmt.

So, also das ist ja, also wir haben da, glaube ich, schon mal drüber gesprochen irgendwie, so was wie Trauern oder so. Das ist alles gelernt. Stimmt. Ich hab dir das erzählt irgendwie, als wenn so auf der Branchestation, wo mal irgendwie Menschen aufm arabischen Hintergrund hatten, der schwerst verletzt war, wo Großfamilien dann ankamen und sozusagen die aufn Boden geschmissen hat. Also diese, sag ich mal, sehr theatratische Art zu weinen, wo man manchmal denkt, na ja, also.

Mhm. Das ist, also das ist halt auch kulturell Ist deren so. Es ist deren Art. Mhm. Und und das Lernen, also und so wird es halt weitergegeben.

Das machen halt da in erster Linie die Frauen, aber teilweise Wie das machen die Männer? Die machen das teilweise auch mehr als als zum Beispiel in unserem Kulturkreis. Und das und da siehst Du halt, dass das sozusagen, wie viel davon Imitation ist einfach. Und das und zu sagen, so wenig ist halt einfach Blödsinn, so. Und das und ja, es ist halt die Frage, hast Du's vorgelegt bekommen und hast Du hast Du, wenn Du dich verletzbar gezeigt hast, was hast Du dann gehört?

Stell dich nicht so an, weiß ich zusammen, nicht jetzt, so. Also kann kann natürlich jeder Bücher füllen mit mit mitzusetzen. Man muss natürlich jetzt auch nicht umgehen und sein, sag ich mal, sein Herz komplett auf die Zunge tragen und jedem alles irgendwie erzählen und Weil also sich verletzbar zu machen, also Du Du risikierst ja schon jedes Mal de facto auch verletzt zu werden. Also Du zeigst dich Du zeigst dich verletzbar. Mhm.

Und wenn es jemand ausnutzt, also und nicht mit Wärme sozusagen reagiert, Du erzählst, Du öffnest dich jemandem und der erzählt es halt weiter. Ja. Ja. Das heißt, es sind ja auch ganz oft sind es ja Sachen, wo Du, da ist noch nicht mal jemand, also das ist dann eine Schlussfolgerung, die Du selber draus gezogen hast. Und teilweise ist es berechtigt, teilweise ist es deine Interpretation.

Aber Du hast halt, Du hast dich irgendwie verletzbar gemacht und jemand hat dich verletzt. Ich bin mich grade sehr verletzt. Ich fand Deshalb. Ich bin grade so, ich denk grade tatsächlich, also sehr, sehr persönlich, ja, was Traurigkeit angeht. Und also jetzt eben hat hat auf eine Art nichts mit dir zu tun.

Ich weiß gar nicht, wie ich draufkomm. Ja, doch, weil ich grade so gedacht hab, dass ich zum Beispiel Also so, ich kann, was Trauer angeht, kann ich sehr gut weinen und ich kann auch bei dir sehr gut weinen. Ich kann auch bei den Kindern sehr gut weinen und eben und dann kommt es zu 'ner gewissen Kontrolle, wenn ich mit Freunden zum Beispiel über Tod spreche, über meinen Papa spreche. Wenn ich diese Geschichte erzähl, dann ist es wahrscheinlich schon eben son Schutzmechanismus, mich völlig am Boden zu liegen, auch wenn es nicht schlimm wäre so, ne. Also es ist nichts, was ich mir jetzt bewusst sage, nee, jetzt hältst Du mal die Tränen zurück, sondern es ist irgendwie vielleicht eine gewisse Distanz.

Und wiederum hab ich aber vorhin auch gedacht, als Du gesprochen hast, Also ich hab das oft früher gedacht, was Lieben angeht. So, wenn ich liebe, dann kann ich halt auch verletzt werden. Und das stimmt ja auch. Und die Option ist aber nicht, nicht zu lieben. Ja.

Das ist eben nicht die Option. Und quasi, das ist ja eben das Wunderwunderschöne, dass es dass es einen letztendlich unglaublich verliebt sich macht, zu lieben. Und da auch auf eine Art all in zu gehen und sogar seine Liebe zu stehen, ne. Und und das ist ja eigentlich eben dieses Aufbrechen, was Verbindung schafft. Ja.

Ich glaube, Du kannst ein gewisses Niveau an Nähe nicht erreichen, ohne dich verletzbar zu machen. Mhm. Und das hat ja ganz viel mit In in in diversen Beziehungen auch, ne. Allem. Und ich glaube, das hat ganz viel mit Vertrauen zu tun.

Ich persönlich glaube, dass Also ich bin ein Verfechter davon, dass man mehr vertraut. Das hat zur Folge, dass Du verletzt wirst. Zwingend ist so, rein statistisch sozusagen. Stimmt, Du vertraust sehr, sehr gerne und schnell, wenn Du glaubst, dass Du vertrauen kannst, oder? Also es braucht sehr viel, dass ich sozusagen Also was heißt, braucht sehr viel.

Man entwickelt ja auch 'n nächstes Gefühl oder irgendwie. Aber ich ich vertraue grundsätzlich sehr schnell und sehr viel und ich gebe auch sehr viel Forschungsvertrauen und ich muss auch ich auch ich werde enttäuscht oder verletzt. Also enttäuscht ist auch wieder enttäuscht ist eine Erwartungshaltung, so. Dann war ich vielleicht nicht klar genug in meiner Erwartungshaltung. Aber sagen wir mal, ich ich werd mein mein Vertrauen wird missbraucht oder ich werd verletzt, so natürlich sehe ich dann Konsequenzen noch mal Aber meinst Du jetzt gerade zum Beispiel beruflich?

Ja, ich denk zum Beispiel daran an Arbeit oder so was, ne? Dass ich dann, also da muss natürlich auch mein Verhalten anpassen, aber Also ich hab zum Beispiel, wenn ich über die über die Jahre sozusagen zurückblicke, auch mit mit Vorgesetzten und Leuten über mir, Menschen über mir ganz oft gesehen, dass wegen wegen verletztem Vertrauen man hart wird Mhm. Und nicht mehr vertraut, gar nicht mehr vertraut. Aus Prinzip. Aus Prinzip, weil man so oft verletzt worden ist.

Was ich nicht schön finde. Mhm. Und für einen selbst auch sehr, sehr schwer ist. Genau. Was ist auch für einen selbst, ich finde das auch kein schönes Ich also ich kann mir nicht vorstellen, dass es 'n, wie soll ich sagen, 'n schönes Arbeitsmilieus.

Ich glaube, es ist einfach viel schöner, wenn man Vertrauen haben kann. Und das kann man niemandem, man kann niemandem erzählen, wie er wie er das macht. Aber ich kann sozusagen aus eigener Erfahrung nur sagen, ich ich will lieber sozusagen hundertmal vertrauen und vierzigmal verletzt werden. Mhm. Dann habe ich immer noch sechzigmal irgendwie eine sehr, sehr gute Erfahrung gemacht als gar nicht Vertrauen und sozusagen 0.

Dann bin ich zwar nicht verletzt worden, aber dann habe ich auch irgendwie 0 positive Erfahrungen gemacht. Oder auch nicht Verbindungen geschaffen oder? Genau und ich find diesen Satz, passt irgendwie total zu dem, was wir die, worüber wir den ganzen, worüber wir heute die ganze Zeit reden, ist dieses, ich weiß nicht, ob's 'n Gedicht ist oder 'n Dieses, tanz, als ob niemand zuschauen würde, singe, als ob niemand zuhören würde und Liebe, als ob Du noch nie verletzt worden wärst. Das finde ich, fasst es einfach extrem gut zusammen, weil so Mhm. Und wenn Du verletzt worden bist, Kronen richten, aufstehen, wieder vertrauen.

Mhm. Ist jetzt das Potpourri von Quotes. Total. Ja, aber Ja, das, wir sagen ja auch immer, das ist ja auch relativ viel dran. Es steckt ja auch was drin so.

Also man man kann das, man kann das belächeln alles oder man nimmt halt den Teil der Verein selber vielleicht in Ist ja ist ja immer meine meine meine Hoffnung ist, dass aus unserem 45 Minuten Gebrabel irgendwie Einsatz hängen bleibt oder eine Sache. Ich hab das nicht so oft damit. Ich weiß es nicht. Ist das dann inner behilflich, ja? Nein, gar nicht.

Ich finde es ich finde es wunderbar, was wir machen. Mhm. Ich find das ganz toll, weil wir also Ich entdecke dich ja auch immer wieder neu. Ich wusste auch noch nicht von der Story mit diesem mit dieser mit der Tonmatte, wusst ich auch noch nicht. Danke dafür.

Der arme klang ist ja in der Sekunde. Ja. Vielen Dank. Ich glaube, das setzen wir fort, diese Vulnerabilität. In unserem eigenen Leben ins Set oder als Thema?

Ja, das ist das sowieso als Thema. Ich glaub, wir haben das ganz gut behandelt, weißt Du, oder? Ja, wir werden uns ja hoffentlich immer wieder verletzlich zeigen. Das stimmt, ja. Oder nicht?

Doch. Das ist auch das ist ja auch tatsächlich son, ohne dass wir das jemals ausgesprochen oder und auf irgendwelche Papiere geschrieben hätten, aber das ist ja schon auch eine Idee von uns, dass wir Sachen teilen möchten, anderen die Erlaubnis zu geben, das zu fühlen und vielleicht auch zu teilen. Oder nicht? Ist es megaspannend, dass Du das sagst, weil also ich weiß noch, ich hab ja auch Vorbehalte so gegen Social Media gehabt, hab ich auch immer noch, aber teilweise auch sozusagen dieses, also muss man wirklich jedem alles erzählen. Mhm.

Also muss man sich wirklich, das ist das, was man unsere Freunde ist, ist dann, ab wann wird's Oversharing? Ja. So. Und das ist ja schon eine berechtigte Frage irgendwie. Also muss man jetzt wirklich sein ganzes Seelenleben nach außen kehren für alle so?

Und das finde ich nicht Genau. Dass wir müssen. Und auch eine faszinierende Art finde ich fällt mir das nicht schwer, mit dir jetzt hier zu reden und uns auch verletzbar zu zeigen. Warum weiß ich gar nicht so genau. Das liegt wahrscheinlich an dir.

Offensichtlich. Nee, aber ich, also Soll ich einfach mit dir auf Instagram kommen? Ja, Du kannst ja einfach immer son bisschen den Kopf einfach so von der Seite her und sagen. Super, ja. Aber ich mach diese Geste nie, also mein Kissen, so ich auch nie.

Ja, so vielleicht. Nein, aber Ja. Ich erinnere mich noch an, als wir die erste Folge aufgenommen haben von dem Podcast, die allererste. In im Berghaus, oder? Genau.

Mit mit 'nem Mikrofon nur. Mit auch 'nem anderen Titel? Genau, da hießen wir noch anders. Das sind wir unser erstes Kind. Hier ist unsere erste Folge auch anders.

Ah, stimmt. Die ersten 3 Folgen scheint der siebensten Bier pattern. Mhm. Und da haben wir, also wir haben ja relativ viele, wir haben die erst mal aufgenommen und dann haben wir sie anderthalb Jahre nicht veröffentlicht tatsächlich. Und dann haben wir, ob man noch mal reinhören möchte, und dann haben wir die 2, 3 guten Freunden geschickt, zu fragen.

Und ich weiß noch, dass eine Freundin zu uns gesagt hat, also sie so, sie fand's krass. Unangenehm ehrlich. Genau, also an der Grenze zu unangenehm ehrlich, wo sie meinte, sie fand's megaschön und so. Es war, sie dacht sich so, also ob ob ihr das persönlich nicht zu verletzlich wär oder zu offen oder zu Das ist eigentlich, also dahingehend ganz spannend so, ne? Ob's das Sich muss ich mal noch anhören und mal wieder.

Ja, find ich gut. Aber wenn mal, also deine Frage zu beantworten, ja, wir wir bleiben dabei, weil ich glaube, das ist das Einzige, warum das überhaupt also Sinn macht. Ja, also wir machen Sachen ja nicht zwingend nur, weil sie Sinn machen, sondern weil sie Für uns? Für uns sind, aber ich glaube sozusagen, in der in der Masse an Podcasts, es gibt, nee, was Weil's nicht so schlimm ist wie mit Büchern, wo jedes Jahr 1000000 Bücher rauskommt, so schlimm ist glaube ich nicht, aber es ist schon, also jeder hat 'n Podcast, so. Ist ja auch okay, ist ja super.

Aber warum sollte man uns zuhören irgendwie, wenn wir jetzt, sag ich mal, Belangloses reden? Mhm. Stimmt. Gibt's auch Feedback, Dass dass das hier belanglos ist, das ist auch okay. Echt?

Ja, das ist auch okay. Dieser eine dieser eine Kommentar. Ach so. Ja, wurscht, aber ja. Aber ich find immer so, Hate Kommentare sind noch voll geil.

Ich freu mich jetzt halt inzwischen total drüber. Ja. Ja. Yay. Auf jeden Fall Ich hab neulich son Menschen sprechen, hören im Podcast, der gesagt hat, so bezüglich Oversharing, dass er das insofern so handhabt, dass er sozusagen Dinge teilt, die er auf eine Art in seiner kleinen, in seinem Safe Space, in seiner sicheren Box tatsächlich für sich erst mal durchleuchtet hat und vielleicht auch, und vielleicht auch weiter gedrungen ist.

Und dann kann man das teilen, wenn's dann relevant ist oder wenn's einem eben nicht so persönlich ist. Und ich find das irgendwie son Also das beschreibt ganz gut, find ich, wie's mir oft geht, dass ich, also ich seh überhaupt keinen Grund darin, mich jetzt beim Weinen zu filmen. Und ich bekomm ich komm auch nicht auf die Idee, mich zu filmen und so. Aber wenn ich durch gewisse Phasen durch bin, das vielleicht zu teilen, einfach weil's mir manchmal 'n Bedürfnis und manchmal Bedürfnis ist und manchmal auch, weil weil ich glaube, dass dass es auch schön ist tatsächlich, diese diese Seiten zu zeigen und vielleicht auch Menschen wissen zu lassen, dass es auch diese Seiten bei mir gibt, ne. Weil ich glaube, das ist ja so der großen Betrug und der Vorwurf mit Social Media, dass man glaubt, allen Menschen geht es immer gut.

All alle Menschen sitzen immer mit ihrer perfekten Machalate an 'nem perfekten Kaffeetisch und haben perfekten Machalatte an 'nem perfekten Kaffeetisch und haben nichts anderes zu tun, als ihre Fingernägel anzuschauen. Ja. Genau. Aber sozusagen ist es halt auch das wieder Balance gegangen irgendwie. Irgendwie.

Ja. Das war also Aber ich eben dieses auch sich nicht zu schämen, schöne Dinge zu zeigen Genau. Auf auf die man, für die man sehr dankbar ist und auf die man auch stolz ist. Und ja, ich finde, das ist ja schon auch son Vorwurf an die Menschheit, dass man irgendwie bloß nicht zu sehr ausm Rahmen springt und irgendwie eben Also das ist sozusagen okay, son son schöne Bandbreite an Normalität, aber eben zu krass ist dann, irgendwie geht gar nicht. Und irgendwie, wenn man nur seine Bett im Bett, also seine schlechte Seite zeigt oder so, das dann auch son, besser?

Das darf auch sein, finde ich. Okay. Guter alte Homioastar sind wieder. Mhm, genau. Ja?

Ja. Ja, aber also die die Frage ist ja auch oft Also man kann ja diese ganzen diese ganzen Erkenntnisse ja auch haben und dann ist die Frage, was macht man damit? Mhm. So, genauso wie man diese ganzen Introspektionen haben kann und ob's jetzt wirklich immer 'n Trauma ist oder aber wie auch immer irgendwelche Erlebnisse in der Vergangenheit, die vielleicht unangenehm waren oder irgendwie das eigene Verhalten beeinflusst haben oder 'n Effekt hatten. Und ich war eigentlich dann, was machst Du damit?

So und kann sich das natürlich hinstellen und sagen, ja, es ist so limitierend, die diese Bandbreite oder diese Homios da sind und es ist so traurig und so, ja, okay, aber Du kannst halt nicht alle Menschen ändern, Du kannst die Menschheit nicht ändern irgendwie so. Und das Einzige, was Du ändern kannst, ist das, was Du selber machen kannst, sozusagen das, was Du Du musstest halt Also das ist wieder wie mit dem Verletzbar werden. Du musstest halt aushalten, Dinge zu machen, die dann vielleicht hin und nicht gefallen. Meistens sind es sehr viel weniger, aber die meisten Leute eben mit sich selber beschäftigt sind, als man so denkt. Und halt auch aushalten, nicht dazuzugehören, ne.

Und dann ist es halt so, dann bist Du halt nicht Teil fürn Klub irgendwie. Und auch das ist meistens nur temporär. Mhm. Und dann ist es der falsche Klub. Und und das das Gleiche ist ja, ich hab irgendwie in letzter Zeit viel über Jung und Adler gelesen, irgendwie sind ja also 2 Philosophen.

Und Jung ist ja son bisschen beziehungsweise, ja, also ja, also Freud noch so als Übervater mit diesem extremen Fokus auf, wir sitzen jetzt da und rödeln in deiner Vergangenheit rum und diese Therapien hören ja gefühlt nie auf, ja. Ja? Mhm. Weil das nicht hilft. Mhm.

Und dann ist wieder die Frage, also was was hilft denn tatsächlich? Also 1, der halt leider 'n bisschen in Vergessenheit geraten ist, Alfred Adler, hat da sonen völlig anderen Ansatz und der find ich so total befreiend dahingehend, aber für alles andere auch. Der hat gesagt, ja, gut, war so. Mhm. Und was machst Du jetzt damit?

Genau. So. Und das sozusagen umwandeln, diese Frustration in Energie, die dir, hab ich noch nicht auch drüber geschrieben in meinem letzten Stück irgendwie so, ne, dieses, dass Du das sozusagen diese Energie anders kanalisierst und nach vorwärtswendest und nach vorwärts schaust und nicht zurück so. Und deswegen, dann kannst Du im Endeffekt kannst Du das halt kannst Du eine Wunderabilität, eine Verletzbarkeit, eine Verletzung ist im Neusprecher auch nix anderes als 'n Trauma. Mhm.

Und dass Du das nimmst Mhm. Und dass das nicht einfach ist, wissen wir alle. Mhm. Ne, und auch hier zum Beispiel von unserem Freund Axel oder so, das ganze Buch, was da drüber rauskommt irgendwie, ist, glaub ich, auch extrem spannend. Und genau darüber im Endeffekt.

Eben. Genau. Und das ist halt wieder, das ist 'n Mindset, Mhm. Den Du annehmen kannst, so. Mhm.

Der aber unglaublich viel Kraft auch freisetzt. Genau. Aber das ist halt eine Wahl. Genau. Und das darum, das finde ich, glaube ich, ist der entscheidende der Entscheidung.

Das hab ich, Entschuldigung, noch ganz kurzer letzter Gedanke. Das glaube ich, können wir da tatsächlich 'n bisschen mehr machen Mhm. In unserem auch mal 'n ehrlichen Podcast. Manchmal eiern wir son bisschen drumrum und sagen Namen nicht oder so. Ja, wie ist das in dem Podcast?

Kann man auch sagen, wo man das gehört hat oder wie das ist, ne? Also Sehr gut. So. Weil manchmal finde ich, ist es so Okay, also der Podcast, den ich meinte, der heißt Männer weinen heimlich. Zum Beispiel.

Und das ist ja sowieso schon eben ein fragwürdiges Thema. Wir sind jetzt nicht zwingend Megafan von dem Host. Ich fand die jetzt, die erste Folge fand ich zumindest interessant und ja. Ja, aber ist ja okay. Alles Weitere ist Ja, ja, man kann sie auch Geschmacksache.

Auch da kann man sich überraschen lassen, aber ist auch ist auch okay, das zu sagen, find ich so. Und ich glaub, manchmal macht's sich son bisschen, es son bisschen zugänglicher, weil wir beide manchmal diese Tendenz haben, irgendwie so eben wegen diesem niemanden verletzen oder irgendwie Ja, ja. Politisch korrekt sein. Genau, dass man dann so Sachen irgendwie so dreimal ums Eck formuliert irgendwie. Stimmt.

Außerdem sind's ja auch nicht unsere Kinder, die die Podcasts machen. Genau. Ja. Das das Dann wollen wir den Namen Namen verändern. Und das, also mir liegt es ja gar nicht so dreimal ums Eck irgendwie so komplexe Ersatzstrukturen, das Ach so, gut.

Okay. Ich würde sagen, wir atmen tief durch, Lassen wir das alles sacken. Schauen, wo sich grade son bisschen Vulnerabilität Du willst uns jetzt wieder an eine Meditation zu nehmen? Nein, aber man kann ja kurz so, bevor wir jetzt wieder zum nächsten, nein, ich wollte jetzt wirklich keine Meditation zu vermeiden, aber danke fürs. Einfach kurz durchatmen, sich kurz ausschütten, nicht unsere Traumata übernehmen.

Und dann sehen wir uns wieder, wenn es heißt, edel abgerutscht.