Vollständiges Transkript
Willkommen 2026. Ein Ruf aus der Vergangenheit. Ja, das stimmt.
Wir sitzen hier nämlich noch in 25. Ja, noch mit dem Weihnachtsbaum von 25. Der auch noch in 6 stehen wird.
Wir feiern Knut. Ja, das stimmt. Wie geht es euch allen? Habt ihr gut geweihnachtet? Habt ihr gut ins neue Jahr gestartet? Ja.
Seid ihr voller Vorsätze? Voller Vorfreude, voller Ängste? Habt ihr alle Vorsätze schon gebrochen? Je nachdem, wann man das hört. Wahrscheinlich. Haben wir Vorsätze? Ich halte ja nicht so viel von verbieten.
Ist das ein Vorsatz? Dass man sich was verbietet? Ja, nie wieder Zucker essen. Achso. Nie wieder Alkohol trinken.
Immer nur jeden Tag joggen gehen. Nie wieder ausschlafen. Also nie und immer sozusagen.
Das ist, glaube ich, ziemlich zum Scheitern verurteilt. Ja, das stimmt. Ja, das ist unsere Kinder, dass man auch immer hochenhaltig verspricht, dass es nie wieder streitet.
Das stimmt. Wir streiten nie wieder. Ja, es hält 5 Minuten.
Das stimmt. Schade, wir haben die Stillfunktion des Weihnachtsbaums nicht eingestellt. Doch, ich habe tatsächlich mehrere Minuten damit zugebracht, an diesem Knopf rumzudrücken in der Hoffnung, dass es still bleibt.
Tat es nicht. Und auch die mitgelieferte Fernbedienung hat nicht das gehalten, was sie versprochen hat. Okay, ja.
Aber Hauptsache, du hast mich hier aus meinem Pyjama rausgezogen, damit ich hier wieder mit dir vor die Kamera gehe. Genau, weil ich heute edel bin und dann wollte ich dich auch mal abgefangen zeigen. Dass nicht immer nur ich bin.
Ja. Was ist unser provokativer Hot-Take für das Jahr 2026? Hot-Take im Sinne von Intention? Einfach heiß. Ein heißer Take.
Ich glaube, ich freue mich sehr. Zu gefährlich, den anzufassen. Eine Meinung.
Eine Meinung? Also POV, wie man bei euch sagen würde. What's yours? Ja, also ist es. Vorsätze sind scheiße.
Achso, nein. Ist ja ein laufender Prozess. Es ist ja nicht so, dass wir uns Dinge vornehmen und sagen, hey, das müssen wir wieder und hier mehr.
Ich versuche dich dann immer zu bremsen, weil du oft so radikal unstig vernichtest. Im Sinne von, dann haben wir schon wieder nicht morgens das Mittagessen vorbereitet und das ist völlig verloren gegangen. Ach, so schlecht.
Versuche ich dich immer ein bisschen zu stoppen. Manchmal. Habe ich das ja.
Manchmal reiße ich auch die ganze Küche raus. Ja, wie in den letzten Tagen. Ich habe dich dafür geliebt, nachdem es wieder ordentlich war.
Aber es sieht jetzt sehr gut aus, by the way. Ich finde, es ist schon ein Beispiel. Wir haben sehr viel ausgemistet.
Ja, es ist ja auch ein Vorsatz. Wir haben sehr viel ausgemistet. Ich finde, das ist wieder so ein Beispiel.
Es sieht mega messy aus. Es ist total überfordert. Dir wird erst mal bewusst, was da alles in den Schränken haust.
Wir leben hier seit zweieinhalb Jahren und wir haben mega ausgemistet davor. Wir sind in nichts gekommen. Wir hatten ja nichts.
Und dann fühlt es sich echt erst mal crazy an, finde ich. Um danach eben wieder ganz klar zu sein. Es ist nicht so, dass ich jetzt wüsste, was in allen Schränken ist, weil du hast alles von A nach Z und D nach X gestellt.
Ja, aber es ist viel besser. Ja, genau. So, ja.
Aber gut. Sehr gut. Nein, ich finde, jeder soll seine Vorsätze haben.
Zu jedem Zeitpunkt im Jahr. Die Frage ist eben, ich glaube, wo ich eigentlich bin, ist ein bisschen dieses sich bestrafen Wollende. Da wieder ein bisschen das, was auf dem Spiegel steht.
Sich auf das Negative fokussieren, aber das Positive erwarten. Oder diese Negation denken. Nicht an den lila Elefant denken.
Also ich finde, das Bild davon ist, dass man, weiß ich nicht, also so klassisch Weihnachten schlägt über die Stränge und dann muss man am nächsten Tag das so voll büßen und muss sich dann quälen und alle Kalorien wieder unsinnig verbrennen. Das ist für mich so ein bisschen... Ist das so oder ist das auch in deinem Kopf so eine Vorstellung? Super viel. Also gehen wir in so eine Bauch, Beine, Po-Klasse und dann sagen alle, wir verbrennen jetzt Kalorien, damit ihr mega viel futtern könnt.
Oder wir verbrennen jetzt Kalorien, damit ihr das alles wieder den ganzen Weihnachtsberg runter habt. Das ist schon sehr klassisch. Also bei mir in meiner Peloton-Klasse, wo ich dreimal die Woche angeschrien werde, ist das nicht so.
Dann werdet ihr ganz einfühlsam angeschrien. Ich mach das nicht. Nein, aber ich finde irgendwie so dieses bereuen.
Genieß es großartig. Im Idealfall musst du es danach nicht bereuen. So ein bisschen.
Trink dein whatever. Trink halt so viel, dass es dir gut geht. Das finde ich ist so ein bisschen ein Maß finden letztendlich.
Arbeite unglaublich. Geh so richtig rein. Geh so richtig an deine Grenzen, damit du danach oder nicht damit, aber danach findest du den Ausgleich.
Oder nicht? Bereuest du nie? Was jetzt? Ach so, ob ich nie bereue. Doch, ich hab dir ja neulich die Ohren voll gehäutet, dass ich bereut hab, dir so ein Projekt abgesagt zu haben. Weil ich vermisse es so.
Und ich hätte so gern da gespielt. Das hab ich ja mega bereut. Was steckt dir da hinter? Ich glaube schon so ein bisschen Fear of missing out.
Auf jeden Fall. Und auch wieder das Interessante, was ich auch zu dir sagen konnte. Ich konnte sagen, ey Mann, warum hab ich das nicht gemacht? Gleichzeitig wusste ich auch, warum ich es nicht gemacht hab.
Gleichzeitig wusste ich, dass das in meinem Kopf stattfindet. Weil eigentlich geht es mir gerade mega gut. Ich sitze hier mit meinen Lieben.
Der Moment ist gut. Weil ich bei Instagram was gesehen hab, dass die das Konzert gefeiert haben und ich mag den Dirigenten sehr. Und das hat mich aus dem Moment komplett rausgeholt.
Und in so I should have been there. Und das ist ja eigentlich das, wo dieses bereuen herkommt. Es kann ja nur durch einen Vergleich stattfinden.
Genau, Vergleich. Wieder mal, wie so oft. Vergleich und dann bewerben.
Ja, genau. Also etwas ist jetzt anders, als es in deinem Kopf vielleicht gewesen wäre, wenn du es anders gemacht hättest. Ja.
Beziehungsweise man malt sich ja dann auch immer nur das Gute aus. Was ja wahrscheinlich auch dann sein Wesen sein wird. Aber das ist keine Garantie.
Aber jetzt in meinem Fall mit Reisen und Family. Ich wollte einfach mit meiner Mama auch Zeit verbringen. Also wie gesagt, diverse Gründe.
It is what it is. Ich finde es tatsächlich ein relativ wichtiges Thema, auch wenn man über Vorsätze und solche Sachen spricht. Weil ja auch das sozusagen, was ist ein Leben? Ein Leben ist sozusagen diese Aneinanderreibung von Jahren und Taten und Wochen und Monaten und so.
Und Entscheidungen. Also auf eine Art ist keine richtig wichtig und auf eine Art sind aber dann trotzdem alle wichtig, weil sie das Leben ausmachen. Und dieses es gibt ja schon dieses Gedankenspiel oder auch Satz oder auch, also populär geworden ist es ja durch dieses Buch Seven Habits of Highly Effective People irgendwie, ich glaube es ist Regel Nummer 2 oder was auch immer.
Aber so start with the end in mind. Also wenn du deine eigene Grabesrede schreiben müsstest oder dieses klassische wenn du Leute, über 100 Interviews so dieses du blickst auf dein Leben zurück und also was willst du nicht bereuen? Also was möchtest du dir nicht vorwerfen? So und es gibt ja diesen Gedanken dann zu sagen, ja das halt keiner wird zurückblicken und sagen oh ich bereue, dass ich nicht mehr gearbeitet habe. Auch eine Unterstellung kann auch sein, dass es Leute gibt, die halt einfach wahnsinnig gerne arbeiten und alles andere halt nicht so wichtig ist.
Also da muss man auch aufpassen, dass man nicht wieder irgendwelche Klischees ausschüttet, aber sich für sich selber, ohne sozusagen zu konkret zu werden. Also es ist ja dann sozusagen was, das spricht ja auch wieder zu dem was du schon gesagt hast, dass man halt das macht was einem jetzt gut tut, aber nicht so, dass der Preis danach irgendwie ob es jetzt der Kater am nächsten Tag ist oder ich sag mal der Kater deines Lebens, wenn du zurückblickst auf dein Leben und sagst irgendwie shit man, da habe ich was nicht mitbekommen. Da habe ich was nicht mitbekommen.
Also ich sehr voll davon irgendwie ab und zu ein paar Filme geguckt, die finde ich ja schon teilweise tief tief spirituell inspirierend waren, wie denen von Ram Dass zum Beispiel, aber auch so ein bisschen was Banales da, wie diese deutsche Komödie, alles ist Liebe, alles muss Liebe, keine Ahnung. Aber auch alles ist Liebe, aber auch diese Idee, also diese Das war ja wohl bitte keine banale Komödie. Nein, natürlich, es war extrem tiefgründig.
Es war tatsächlich gute Unterhaltung. Ja, es war schön. Nein, aber auch wieder dieser Klassiker sozusagen, wo der eine seine Ehe und Beziehung an die Wand fährt, da steckt natürlich wieder viel mehr dahinter, es sind sozusagen so Episoden und Blaupausen, weil er irgendwie mit der Lehre seines Sohnes irgendwie was hat.
Und schon, also das ist schon so einer dieser Momente, wo man die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass man sich zurück blickt und denkt was that worth it. Also du fängst ja hier gerade auf der Betriebsfeier oder keine Ahnung. Du fängst ja gerade jeden also du kommst ja quasi vom Nebensatz Satz in den Nebensatz.
Warum soll ich 2026 ein anderer Mensch sein als 25? Ich hatte vorhin, als du gesprochen hast, so vor 20 Minuten hatte ich so den Gedanken Man hört ja endlich auf zu reden. Er hatte auch das. Selbstverantwortung, Verantwortung für sich selbst tragen und ich finde es ist ja mega der abtörnende Begriff so.
Niemand will über Selbstverantwortung rühren. Das hört sich auf Englisch einfach geiler an. Responsibility.
Das ist wundervoll so. Aber ich glaube schon, dass das vielleicht sinnvoll ist, zumindest darüber nachzudenken. Nicht, dass wir alles immer, also wir handeln ja nicht immer sinnvoll und das muss auch nicht sein und wir sind auch niemandem Rechenschaft schuldig und wir beide haben schon weiß ich nicht Abertausende Fehlentscheidungen getroffen.
Also du. Also genau. Unsere Ehe gehört ja nicht dazu.
Und dennoch ist es aber eine gute Realisierung, finde ich. Einfach eben so über den Durst zu trinken. Okay, dann trag halt Verantwortung am nächsten Tag.
Also so der Satz meines Vaters Okay, wer feiern kann, kann auch draufstehen. Witzig, der kam bei mir nicht von meinem Vater, sondern von meinem Großonkel. Und der konnte bis morgens um fünf feiern und stand um halb sieben.
Aber bei uns hat man gesagt aus dem Schächtelchen. Also mit Anzug und nach hinten frisierten Haaren und frisch rasiert und das alles. Der konnte wahrscheinlich tatsächlich auch nicht mehr stehen.
Aber hat sich nichts anmelden lassen. Und hat sich nicht beklagt. Und ich glaube, das ist ja heutzutage schon so eine Beklagegesellschaft.
So frag nicht. Und irgendwas hat mich dazu erwogen, das und das zu tun. Ich bin nicht schuldig.
Genau, das ist ja wieder diese Opfergeschichte, was wir auch unseren Kindern sagen. Own it. So, du machst Blödsinn.
Ja gut, passiert irgendwie, aber dann steht er zu. Ja. Und das ist eigentlich interessant, weil bei den Kindern sieht man schon dass deren Reaktion ist, aus dem Raum zu rennen, weil sie es nicht aushalten.
Und das ist ja bei uns Erwachsene nicht anders. Wir wollen am liebsten wegrennen. Das war ich nicht und dann war es der andere oder so völlig absurde Geschichten, warum es nicht war.
Das stimmt. Ja, ist schon ein bisschen amüsant. Ja.
Interessant. Das war der einzige Gedenke, den du dazu hattest. Die anderen habe ich vergessen.
Tatsächlich ist mein Kurzzeitgedächtnis sehr gut und mein Langzeitgedächtnis eher nicht so gut. Das geht schon ins Langzeitgedächtnis. Auf jeden Fall.
Aber tatsächlich sich einen Gedanken darüber machen, jetzt können alle kurz den Podcast pausieren, sich mal richtig harten Gedanken machen. Aber wenn du zurückblickst, so was... Auch wofür wird nicht bekannt sein, aber was möchtest du was andere Menschen von dir erzählen? Ja genau, also was möchtest du, dass andere Leute über dich sagen? Jetzt weiß ich wieder, was ich sagen wollte. Weil du von Arbeit gesprochen hast, ich habe bei Insta neulich so gesagt, erst habe ich gesagt, ja voll toll, Nico und ich arbeiten jetzt gar nicht zwischen Weihnachten und Silvester, das hast du ja behauptet, das habe ich einfach zitiert, weil das zum ersten Mal ist, seitdem wir zusammen sind, dass wir beide nicht arbeiten zwischen Weihnachten und Silvester, dass wir beide nicht reisen und so weiter.
Fact, truth is, dass wir halt hier gerade einen Podcast aufnehmen, dass ich halt doch noch so nebenher noch so einen Grease gelauncht habe und auch noch heute unterrichtet habe. Und so, okay, wir sind halt am selben Ort, kann man sagen. Und dann habe ich halt so gesagt, hey, für mich ist ja Yoga unterrichten keine Arbeit, für mich ist auch Musik machen eben keine Arbeit, für mich ist Geige spielen keine Arbeit.
Ich sage, oder ich habe das jetzt neu angefangen, auch für die Kinder so ein bisschen, so hey, ich muss arbeiten, aber es ist, es ist ja, was aus mir rauskommt, natürlich kommt es darauf an, bei Musik machen, so mit wem spiele ich, was für ein Programm. Aber es ist ja eine Definition von Arbeit, nur wenn es keinen Spaß macht, dann ist es Arbeit. Genau, deswegen, darüber müsste man auch natürlich nochmal diskutieren, was ist Arbeit, also ist Arbeit gleich anstrengend, nicht gut, und so weiter.
Nö, aber es ist ja einfach Zeit, die man mit was anderem verbringt zum Beispiel, also die man. Ja, aber vielleicht, bei uns ist es ja unser Hobby, wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht. Ja.
Wie auch immer. Aber deswegen, weil du sagst so, hätte ich lieber weniger gearbeitet, was man dann vielleicht am Ende seines Lebens sagt, oder so, so, also eben, je nachdem, wie man Arbeit definiert, vielleicht ist es so, hell yeah, ich habe das und das alles ausgelebt, ich habe das und das kreiert, so mega geil.
Kannst du das auch umformulieren, also ich glaube, was du wohl darauf hinweist, ist immer dieses, ich hätte mehr Zeit mit Familie verbringen sollen, ich hätte mit meinen, ich hätte XYZ vergeben sollen, ich hätte, also ganz viele Leute werfen sich ja dann vor, dass man irgendwie Sachen nicht gesagt hat, also Menschen, die man liebt, sagen, dass man sie liebt, jemandem verzeihen, irgendwie diese ganzen Familienquerellen aufgelöst haben, also worauf das ja runterkommt ist, und das ist ja auch diese Harvard Studie, die seit 80 Jahren läuft, das, was Menschen glücklich macht und was Menschen alt werden lässt, ist Verbindung, Zeit mit anderen Menschen.
Ob das jetzt Freunde sind, ob das Community ist, wie hier, wo wir an Weihnachten eine Polonaise durchs ganze Haus gemacht haben, um fremden Leuten Weihnachtsbäume zu umtanzen. Und meine Mutter besonders glücklich drüber war. Ja, aber tatsächlich, man kann drüber lachen, und das ist total absurd, aber ich meine, das ist ja, das ist ja Zusammenleben, also das ist halt nicht jeder nur in seiner kleinen Schuhkarton, irgendwie der eine Schuhkarton ein bisschen größer als der andere, vielleicht ein bisschen besser gelegen, am Ende, wo wohnen wir alle, in so kleinen Schuhboxen, und leben da vor uns hin, das kann es ja irgendwie auch nicht so ganz sein, auch wenn wir als Familie wir jetzt eine wunderbare Einheit sind, existieren wir ja nicht im luftleeren Raum, und deswegen, das sind glaube ich schon die Sachen, also auch da diese Reflexion so, mit wem hat man gern Zeit verbracht?
Mit wem will man mehr Zeit verbringen, und mit wem will man vielleicht nicht mehr so viel Zeit verbringen, was auch total okay ist.
Und das Interessante ist ja, weil ich ja zum Beispiel oft, ich sag mal in meinem Leben, rede ich ja oft von MeTime, und ich liebe MeTime, und ich glaube, MeTime kannst du halt dann lieben und genießen, wenn die Option besteht, dass du sehr viel auch nicht MeTime hast, und sehr viel, eben wie du sagst, mit deinen geliebten, lieben Menschen umgeben bist, dann ist MeTime, finde ich, ein Segen, oder könnte ein Segen sein, auch je nach Person. Wenn du allerdings dich komplett allein fühlst, oder einsam fühlst, dann ist MeTime halt mega der Fluch. Ja, ja, klar.
Also idealerweise können wir es uns halt aussuchen, so besser, ne? Ja, das ist ja immer eine Interpretationsfrage, und also ich, dieser Satz aus diesem Film da über das, ich hab den ja immer für so einen total weirden Der Name ist ja auch gar nicht weird. Freak Hippie gehalten, der nur quasi Kirtan singt, da steckt der also das war ja gar nicht so ein Aspekt, das war sicher, sag ich mal, eine jahrzehntelange Episode in seinem Leben, aber der ist ja schon sehr viel komplexer, der Typ, als man gedacht hat. Aber was ich, woran mich das erinnert hat, und ich weiß jetzt nicht mal, ob er das in dem Film selber so gesagt hat, aber es gibt ja dieses Zitat, dass wir nicht, wir sind nicht Menschen, die eine spirituelle Erfahrung machen, oder machen wollen, oder sollen, sondern wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen.
Und das finde ich, ohne jetzt, sag ich mal, zu sehr in irgendwelche metaphysischen Gedankengänge abzuschweifen, das finde ich tatsächlich einen extrem schönen Gedanken, der ganz also ganz viel unseres Erlebens in einen anderen Kontext setzt, auf eine Art, dass es halt, also du hast es ja auch gesagt, wenn man zurückblickt, und Arbeit und Auskosten, und also haben wir diese, also dass wir das als menschliche Erfahrung wahrnehmen, einfach auch das, was hart ist, und das, was unschön ist, und der Regen, und so, ne? Und das setzt ja auch Sterben in einen ganz anderen Kontext. Ja. Das die, wie hast du es gesagt, seelische, das seelische Wesen ist die ganze Zeit da, aber eben nicht mehr in diesem Mensch.
Und das ist ja die Idee von, oder in diesem menschlichen Körper, das ist die Idee von, also von vielen, ja, dass eben die Seele weiterlebt. Ja. Das finde ich nach wie vor sehr schön.
Und die Frage ist ja auch, also ich habe mich früher auch mal ganz sehr gerieben an diesen Konzepten und Wörtern, Gott, Seele, Spiritualität, alles mögliche. Die Frage ist, ist es relevant? Mhm. Wie man es benennt, so.
Ja, und also sozusagen schadet es dir, wenn du dran glaubst? Wahrscheinlich nicht. Wenn es dir hilft, ist doch super. Ja.
Und das ist ja die Definition von Glauben, und ob du jetzt Glaubenssätze hast, dass das Universum irgendwas macht, oder du kannst auch einen Glaubenssatz haben, dass halt alles mega-materialistisch ist, und alles nur noch irgendwie Hardcore-Gesetzen abläuft, das tut es sicher auch, aber halt ist auch wieder die Frage, in welchem größeren Kontext und Rahmen. Lieber nicht in der Arbeit benutzen. Genau.
Aber was, also, hilft es dir? Du sagst ja immer, wer heilt, hat Recht. Ja, das gilt ja für alles, sozusagen. Das kann man sich ja bei jedem Gedanken fragen.
Also wenn er hilfreich ist, super, dann mach doch weiter damit. Aber wenn er nicht hilfreich ist, dann muss man sich schon überlegen. Welchen unhilfreichen Gedanken möchtest du denn abgelegt haben? Welchen unhilfreichen Gedanken? Also ich hatte tatsächlich, was ich ganz spannend fand, ich habe vorher angefangen, meine Weihnachtsbriefe, die ich mir immer wieder, also jedes Jahr schreibe ich mir selber einen Weihnachtsbrief, wo ich das Jahr reflektiere, und dass ich jetzt seit ein paar Jahren durch meine Fotos durchgehe, was du ja schon für unsere Fotos hergestellt hast.
Die Fotos sind halt so 10 Fotos pro Monat. Bei mir? Bei dir. Zehnmal unendlich.
Es reicht trotzdem, meine Erinnerungen zu stimulieren. Ich will nur rechtfertigen, warum mein Speicher scheinbar vorne ist. Da gibt es keine Rechtfertigung.
Also was sozusagen in den einzelnen Monaten passiert ist, man vergisst das ja auch einfach. Und ein Jahr ist, ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, man erinnert sich an zwölf Sachen aus dem Jahr. Schade.
Ja, aber das ist ja das Schöne in der Zeit, in der wir leben. Du hast ja Fotos, Videos, Audios, wir haben tatsächlich auch den Podcast als Zeitzeugnis unseres Lebens, wo man ja, wo du zurückgehen kannst und dir nochmal bewusst bist, was ist überhaupt alles passiert und was daran war schön, was war vielleicht nicht so schön. Und dann immer nochmal zurückgehen, also was sind so Ziele für das neue Jahr und Gedanken.
Dann habe ich jetzt heute tatsächlich einen Weihnachtsbrief gelesen, der zehn Jahre alt ist, wo wir, ja, den habe ich geschrieben am 31.12.15 in der Lobby von, das habe ich schon wieder vergessen, ich glaube vom Marriott Hotel in Boston, da in Cambridge, da saßen wir irgendwie und dann, ich saß da allein, aber du bist mit der, damals warst sechs Wochen alten, fünf Wochen alten Tochter, auf und abgelaufen und so.
Und das war schon, das hat mich schon gerührt irgendwie, die Gedanken meines vor zehn Jahren zu lesen und auf der einen Seite war es mega rührend, auf der anderen Seite war es, also schockierend fühlt sich jetzt so drastisch an, finde ich jetzt nicht, aber also es waren so ein paar Sachen, die ich damals, also es sind immer noch immer noch Topics für mich, Boundaries, zu sagen, dass man sozusagen seine eigenen Bedürfnisse nicht übergeht, dass man für sich selber und damit dann auch für andere klar definiert, was man möchte und was man nicht möchte. Ja, was du möchtest.
Was ich möchte, genau. Und ja, das fand ich irgendwie spannend, dass es zehn Jahre später, also ich würde jetzt nicht sagen, immer noch ein Issue ist, aber es ist trotzdem etwas, was mich ab und zu zumindest irgendwie beschäftigt. Aber das habe ich dir schon mal gesagt, dass ich ja immer dieselben Sachen in meinem Tagebuch schreibe.
So lange, bis ich es halt durchdrungen habe und dann neue, immer wieder dieselben Sachen schreiben kann. Und ich glaube, man unterschätzt auch, also eben zum Ersten, dass man zum Einen, dass man Dinge vergisst, aber dass man sich trotzdem weiterentwickelt, verstehst du? Also wenn du jetzt zum Beispiel vor zehn Jahren geschrieben hättest, das und das möchte ich kreieren, das und das möchte ich eben schaffen und inspirieren, so dann kann es ja ein Schaffensdrang sein, den du vielleicht im Laufe der Zeit idealerweise auch, wie sagt man, befriedigt hast, erfüllt hast und trotzdem kannst du diesen Drang immer noch haben. Ja, aber es ist spannend insofern, weil also ohne jetzt in zu viele Details zu gehen, also ich habe zum Beispiel meine medizinischen Ziele aufgeschrieben, also als Einjahresziel, Dreijahresziel, Fünfjahresziel.
Dann habe ich noch so ein paar andere Ziele und finanzielle Ziele und weiß der Henker was, irgendwie aufgeschrieben. Also bei den finanziellen Zielen bin ich definitiv noch nicht da, wo ich gedacht habe, dass ich vor zehn Jahren das nicht sein werde. Und ich hatte damals tatsächlich schon aufgeschrieben, sozusagen, dass das mit dem Speaking, dass das ein, also es war mir nicht bewusst, dass das, sag ich mal, ich wusste, dass es immer wieder hochkam und so.
Ja, aber wir haben uns kennengelernt. Da hast du doch... Ja, da war ich bei Toastmasters. Ich fand es einfach nur spannend, dass es schon relativ spezifisch ausformuliert war.
Und da zum Beispiel, also bei den anderen bin ich kilometerweit vorangekommen. Und da gefühlt irgendwie meterweit. Aber ich habe neulich einen guten Newsletter gelesen, wo es darum geht, dass man erstmal alle anderen Bäume wegschlägt, damit der eine Baum wachsen kann.
Damit dann oben, wenn der eine Baum gewachsen ist, kann dann sozusagen sich da weiter was entwickeln. Und da können dann verschiedene Branches daraus wachsen. Das fand ich sehr inspirierend.
Wie der Menschheit hieß. Wenn man den ganzen Artikel gelesen hat, dann steht da auch, dass man irgendwann dann auch, wenn der Baum groß ist und ganz ausgebranched ist, dann kann man daneben noch einen neuen Baum pflanzen. Ja, ich glaube, ich habe den ganzen Artikel gelesen oder gehört.
Bitte in den Shownotes einfügen. War schon wieder ein Langzeitgedächtnis. Warte mal.
Du hast es gesagt von wegen. Also ich glaube, dass das, was wir immer wieder als Herzenswunsch mit uns rumtragen und irgendwie ist nie Zeit dafür und vielleicht sogar schon was, was man, also man muss jetzt nicht jedem Kindheitstraum mit irgendwie, ich will Lehrerin werden oder was auch immer man dann werden möchte, muss man jetzt nicht immer nachgehen. Aber ich habe diesen intrinsischen Bedürfnissen zu wirken, dem nachzugehen.
Und ich mich immer wieder erinnert, ja, ja, ich wollte das eigentlich schon immer machen. Das war schon immer mein Traum. Du hast auch einen wiederkehrenden Traum.
Und ich habe es mir halt dann, erst habe ich es mir visualisiert, dann habe ich es mir nicht erlaubt. Dann dachte ich, es ist unmöglich. Und jetzt denke ich so, hell yeah, natürlich, oder nicht? Total.
Hell yeah. Das war schon mal unser Motto. Wir haben ja Jahresmottos.
Motten. Mottos. Wir haben viele Motten.
Nicht mehr. Ein Motto, zwei Motto. Ja.
Jahresmottos, ja. Wir hatten, glaube ich, schon mal hell yeah als Jahresmotto. Das dürfen wir nicht nochmal benutzen.
Wir brauchen ein neues Jahresmotto. Jetzt aber wirklich. Living life to the fullest.
Das hatten wir auch schon. Wir sind auch so eine wandelnde Fortune-Cookie-Sammlung. Vielleicht Carpe Diem? Ja, bestimmt.
Träum dich dein Leben, leb deine Träume. Schreibt uns mal eure Worte des neuen Jahres. Im Sinne von, welches Wort wird vielleicht als kleine Überschrift oder darf als Überschrift über 2026 stehen? Zum Beispiel.
Oder ungewünschte Was wollte ich noch? Ungewünschte Sachen. Das hört sich nicht so schön an. Wie das Motto für das neue Jahr.
Wir bleiben bei dem Motto für das neue Jahr. Unhilfreich. Ich finde es cool, einen Song dafür zu wählen.
Vielleicht wird es der Song dieser Folge. Es ist nämlich Folge 70. Es ist Folge 70.
Das heißt, mit Abschluss dieser Folge gibt es ein neues Album. Krass. Die Tracks der letzten 10 Episoden kommen als Album raus.
Link auch in der Beschreibung.
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