edelabgefunkt.de · Episode 72 · Transkript

Warum dein Kopf nie Pause hat – Mental Load & Klischees

Edel Abgefunkt · Folge 72 · mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn
Veröffentlicht: 9. April 2026 · Dauer: 50:53

Edel Abgefunkt mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn — Musikerin und Arzt, zwei Jobs, mehrere Kinder. Alltag und Partnerschaft kommen oft zu kurz: wenig Paarzeit, viel Mental Load, kaum echte Pausen. Darüber reden sie so, wie es ist — ohne Hochglanz.

Kurzantwort

Reels vom „hilflosen Mann“ und der „genervten Frau“: Folge 72 über Klischees, Seitenhiebe, Mental Load und Rollenverteilung – warum Beziehungen komplizierter werden als nötig, und was hilft: klar sagen, was man denkt, einander mehr zutrauen und als Team funktionieren.

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Häufige Fragen zu dieser Folge

Worum geht es in Edel Abgefunkt Episode 72?

Um den Dauerbetrieb im Kopf: Klischee-Reels, Mental Load, Rollenverteilung und wie Paare sich unnötig kompliziert machen.

Warum starten sie bei Reels?

Die viralen „hilfoser Mann / genervte Frau“-Clips sind Einstieg: Warum lachen wir – und was davon stimmt im eigenen Alltag?

Was hilft laut der Folge?

Klar aussprechen, was man denkt; dem anderen mehr zutrauen; als Team denken statt gegeneinander – trotz Stress und Kindern.

Wie endet die Folge?

Mit dem Impuls, dass Worte Gewicht haben („Your entire value is your word“) – und einem alltagstauglichen Gruß statt Pathos.

Vollständiges Transkript

Automatisches Transkript (TurboScribe/Whisper-Quelle). Kann Hörfehler enthalten. Quelle: Episode-Audio aus dem RSS-Feed.

So, kennst du diese Reels, wo so eine Frau in der Küche steht und irgendwie den Abwasch macht und sie dann völlig aufschreckt und sie realisiert, dass ihr Telefon gemutet ist und dass sie quasi im Silent Mode ist, aber sie hat ihren Mann einkaufen geschickt und dann kommen diese aber tausende SMS von wo soll ich noch noch mal die Bananen kaufen, wie sehen noch mal unsere Windeln aus und irgendwie 24 verpasste Anrufe und hallo, wo bist du? Send help und so und es wird halt einfach so krass gezeigt, wie es wird halt so voll der Mann bloß gestellt. Kennst du diese Reals? Nee.

Musst dir mal schicken. Da muss ich dann immer an dich denken. Ist das Ist es gestaged? Ja. Ja, klar. Ja. Okay. Süß.

Weiß man ja nicht. Also, wenn du sagst, der Mann wird bloß gestellt, aber

ist schon gestaged, aber absurd. Also irgendwie auf,

aber ist also der Mann macht dabei mit und der findet sich toll in der Rolle auch. So habe ich Gefühl. Also ich meine Mann wird nicht gesehen, weil er schreibt ja nur die hilflosen SMS. Ja, aber ja, resoniert es mit dir? Ja, überhaupt nicht. Warum?

Äh weil ich mich überhaupt nicht, also so fern von meiner Realität, dass ich also dass du einkaufen gehst.

Genau. Also, hör mal, ich bin sch in welcher Welt? In welcher Welt s ich den? Also jetzt mal ganz ehrlich, kannst du mich sehen bei Netto oder bei Näidel. Nee,

also da mache ich mir noch den Anzug kaputt. Also das stimmt

das fangen wir gar nicht an. Das finde ich gut. Ich muss dann immer so schmunzeln, wenn ich dir dann so schreib, brauchen wir noch irgendwas oder weißt du noch, ob wir irgendwas zu Hause haben und das ist also das habe ich ja neuch zu dem, also Entschuldigung, du meinst das sind aber dann auch Leute, die selber kochen oder? Also wie Ja, es kommt wie 1956 ist das bitte.

Ja, ist krass, ne? Ich meine, als ob wir uns in Kopenhagen immer nur Lieferdienst leisten können. Ähm Nee, aber ich finde es so lustig, dass es so in so in diese krassen Schubladen immer gesteckt wird, weil also ich erlebe uns als den Alter gemeinsam leben und bewältigen und feiern und äh weiß ich nicht, also nicht jedes Sockenleben wird gefeiert, aber

doch, ich liebe das schon voll. Dann sitzen wir immer so abends da und sortieren so die Socken und freuen uns immer, wenn so paar Match oder wenn wir wieder ein Loch gefunden haben und so ist eigentlich so unser wie sagt man Fetisch so ein bisschen, ne? Total. Mm.

Ja, ich wir haben es also ich kann mich da auch sehr gut drüber aufregen, tatsächlich diese diese scheinbar schzhafte Mhm.

Ähm, aber eigentlich im Grunde bier bierernste ähm also Klischee Übertreibung. Mhm.

Ja. Und und wie wir ja jetzt leider gerade kürzlich auch festgestellt haben und auch noch mal drüber gesprochen. Dieses Pseudoscherzhafte in so vielen Situationen ist dann halt eben so oft irgendwie mit Mühe, Ernsthaftigkeit, ne? Und weißt du, ne?

Ja. Total, also oder auch ganz viel ernsthaftig gemacht hat.

Ja. Ja, wir kennen das ja, also nicht, dass wir das nicht auch schon gemacht hätten, aber dass man manchmal irgendwie so irgendwelche Nickeligkeiten, die man miteinander hat, dann irgendwie vor Freunden ähm bisschen austritt, bisschen rauskehrt und sich so ein bisschen ein bisschen so anp sagt scherzhaft, weil es irgendwie so ein geschützter Rahm ist, da wird jetzt keiner eine Szene machen vor den Freunden, weil so ne ähm was ja, also wir kennen es ja in beide Richtungen, also dass wir das manchmal selber irgendwie uns dabei erwischt haben, das so ein bisschen zu machen, ist nie finde ich so schlimm, aber aber war das dann bei uns, kannst du dich dran erinnern, war das so quasi was eine Begründung hatte, was wir dann danach hätten oder haben wir diskutiert hab

ja, wir haben danach auf jeden Fall drüber geredet, weil wir immer danach über alles reden. So, also allein schon was uns aufgefallen. ist

ja. Ja, aber wir haben das ja schon oft auch festgestellt über also wenn andere Leute das machen. M mhm

so diese Dinge, die man eigentlich sagen, da ist offenbar irgendwas, worüber man eigentlich reden möchte, aber man redet irgendwie nicht drüber und dann sucht man irgendwie diesen sicheren Raum, wo man es dann doch irgendwie sagt und es ist schft, aber es ist eigentlich total nicht scherzhaft gemeint, so. Ja.

So. Haha. Ja. Wie du ja auch immer nie irgendwie blablabla machst, so. Mhm. So, da steckt ja, also Kritik dahinter. Genau. Ja.

Ja. Sehr sehr sehr freundlich verpackt, aber in der Form, wenn es ganz schlecht annehmen. kann einfach.

Mhm. Ja, ist jetzt auch nicht diskutabel in dem Moment.

Und und aber es ist einfach so, ich weiß nicht, ob wir haben wir haben schon als ob das manchmal so der kleinste gemeinsame Nenner ist auch vielleicht über den man reden kann, dann dann redet man über irgendwelche, also redest du nicht über das Wetter, sondern redest du über irgendwelche Klischees. Irgendwie habe ich dir erzählt, vorgestern saß ich auch irgendwie bei irgendeinem Mhm.

ähm irgendeiner Gruppe zusammen. Ich weiß auch gar nicht, wie wir da drauf gekommen sind, aber auch ein gutes Stück älter als ich. Und dann dann war auch so eine Szene so ja ähm dann dann macht der Mann immer mit Absicht rote Socken in die weiße Wäsche, damit er keine damit er keine Wäsche mehr waschen muss. So genau.

Ich finde es so absurd, dass es in Dänemark, dass dass du das in Dänemark gehört hast,

ein bisschen ältere Generation tatsächlich. Also ich glaube, das ist schon jetzt noch mal was anderes in der in der in der in der in der jüngeren Generation, also glaube ich wirklich. Du kannst ja auch immer natürlich nicht ähm hinter die Wände gucken, hinter die Fenster gucken, wie auch immer. Ähm aber so was man so mitbekommt, ist es ja mega, wie sagt man? gleiches Verhältnis in der Rollenverteilung jetzt in unserer Generation zumindest was so Carearbeit, wenn man das so nennen will, ja angeht und so weiter.

Aber wir wissen natürlich nicht, ob der Mental Load gleich verteilt ist.

Ja, das weiß und ob und das und das sind auch wieder ich weiß auch nicht denn so Leute wie Mario Bart, die das dann ja auch immer wieder da stadion weit irgendwie diese Stereotypen platt treten, irgendwie der Mann, der irgendwie der Griller ist und die Frau und dann streitet man, wer den Müll runterbringt und so. Also so, ich kann es auf eine Art nicht mehr hören und das macht mich irgendwie total traurig, dass dann irgendwie also ja,

dass das dass das unser gemeinsam mein kleinste Nenner an Humor ist, dass wir da drüber lachen, weil wir uns ach so da drin wiedershen. Ich weiß nicht, was ich trauriger finde, dass man drüber lacht oder dass man sich selber da drin erkennen kann.

Ja. Ähm wobei was ich jetzt noch tatsächlich festgestellt habe, ich glaube, das ist genetisch. Ich habe so ein äh eine Frau gehört bei Instagram, die dann gesagt hat, ähm ich gab auch einen Podcast, dass sie sich drüber beklagt hat, wenn der Mann die Brotosen macht, dass er immer für alles, was er schneidet, dasselbe Messer benutzt, egal ob Zwiebel, Butter oder Apfel. Da muss ich ein bisschen lachen. Habe gedacht, das das ist offensichtlich eine Männerkrankheit. Aber ansonsten kannst hast jetzt nicht gedacht. Ich wollte eigentlich schicken.

Nein, aber ja, ich meine letztendlich natürlich kann man sich auch lustig machen, oder was also wir haben ja nicht jetzt gegen Humor oder natürlich gibt eigenheiten. Biss man kann sie auch ein bisschen necken, so das ist ja gar nicht das, aber ich finde manchmal steckt halt doch öf öfter steckt mehr dahinter als als jetzt einfach nur so aus Spaß sozusagen ein bisschen aufziehen und das machen wir alle. Ich meine, das ist ja

ja, aber die Frage ist, ist es, was ich noch nicht auch zu dir gesagt habe, ist es irgendwie auch ein Wunschdenken im Sinne von ich bin unersetzlich, wenn ich als Mutter nicht da bin, dann läuft der Laden nicht.

Ja, er läuft zumindest nicht so, wie du es willst vielleicht oder wie wie das halt in deinem Kopf die Vorstellung ist, wie der Laden läuft, wie dieses wie also das ist ja auch und dann sind wir wieder auch bei Filmen und so, wo das ja alles auch immer wieder äh schön ähm aufs Neue durchgeweigt und Platzgewalt wird, so die Die Frau äh fährt, also die Mutter fährt weg. Mhm.

Weil weiß ich nicht jetzt äh also vielleicht wenn es wahrscheinlichess Trip,

ja, entweder das oder sie ist das halt äh berufstätig in irgendeinem AD Family Drama und dann äh etikettiert sie aber alle Tupperdosen im Kühlschrank mit Dienstag 14 Uhr das und ähc Mittwoch 18 Uhr das. Und ich finde es so, also es ist so fern von unserer Welt oder von meiner Welt. auch, also ich ich würde so wahnsinnig entwürdigend finden auch und ich würde auch ich würde es auch null tolerieren, muss ich ganz ehrlich sagen. Also die Unterstellung, dass ich nicht in der Lage bin irgendwie ja

für mich und meine Kinder irgendwas zu essen zu machen. Es war ja bei uns eher so, dass du mir gezeigt hast, wie man kocht, muss man ja sagen.

Das stimmt. Also ich meine, was habe ich von mir früh gekocht? Nichts. Krautsalat von Aldi und

ja, weiß ich jetzt auch nicht mehr irgendwie.

Das mit dem Sockentrennen habe ich ja auch beigebracht. Das stimmt. Sockentrenn. Ähm nein, ich war ja wirklich auch bei beeindruckt, äh wie du und deine Brüder das Kochen gelernt haben und damit hast du mich ja dann auch letztendlich verführt damals. Liebe geht halt doch durch den Magen. Mhm. Ne.

Mhm. Wie auch immer. Aber ich finde es finde es eigentlich traurig auch, wenn man also das wir haben das wir haben da schon mal drüber, also wir haben viel wir haben viel zuletzt sozusagen so privat drüber gesprochen. Mhm.

Aber dieses Und das kannst du wahrscheinlich in viele Bereiche übertragen, ähm jemandem was zutrauen. Ja. Ja.

So, also das geht ja auch ehrlich machen, so also beides es, also für mich z.B. Führungsperson, also ist das ja, also wenn ich ständig der Meinung bin, dass es sozusagen nur dann gut gemacht ist, wenn ich selber mache, ja, oder wenn du dabei bist,

dann habe ich ein Problem. Also abgesehen davon, dass keiner Lust hat irgendwie da mit mir zusammenzuarbeiten und dass keiner irgendwas lernt, ähm ja, dann muss ich aber auch alles selber machen. Das irgendwie auch dumm.

Ja, aber genau das ist es. Und Und wenn ich als Frau den Mann immer wieder spiegle, dass er es selbst nicht kann, dann muss ich natürlich alles selber machen, aber dann beklage ich mich halt auch die ganze Zeit, dass ich alles selber machen muss, weißt du? Und das ist ja so ein bisschen sehr früfilling. Und ich glaube, was man ja schon sagen darf, ähm wir sehen uns so voll als fiftyfty. Ähm und dennoch bin ich diejenige, die meistens die Kinder morgens bringt und auch meistens nachmittags abholt und so, ne? Also, ich finde, man muss ja jetzt nicht so ähm jetzt so tun, als ob wir das quasi immer so voll rausgetelt hätten mit so und so viel Prozent. Du und hier und ich.

Ähm und ich sage ja auch manchmal so, ey ähm ich wünschte, du würdest jetzt einkaufen gehen, sagst du: "Ja, egal, ich gehe einkaufen, dann sage ich nein, komm lieber nach Haus oder so, ne?" Also ähm das ist ja nicht so, dass wir nicht auch solche Diskussionen haben, aber was ich manchmal nicht ähm verstehe, ist dieses Gegeneinander ankämpfen, dieses äh also mir geht's schlecht, dir geht's schlecht und ähm ja, wie gesagt, wir wir versuchen uns irgendwie was aufzurechnen und äh uns ist das Leben irgendwie schwer zu machen.

Und ich finde, das ist ja eigentlich also die Absicht eines gemeinsamen Lebens in einer liebevollen Beziehung ist ja eigentlich ein gutes Leben zusammenzuführen und miteinander das zu führen und zu sehen, was der andere alles unglaubliches macht und was die andere alles unglaublich macht und das wert zu schätzen oder nicht?

Also nicht im Alltag, sondern nur so zu Muttertag, also nur Ja. oder im Urlaub halt. Also Mhm.

zu Hochzeiten finde ich. Also und was wie sie dann Alter so ein bisschen im grauen trüben. Also ich fin versinkten, wo sie ein Alltag haben über den man sich beklagen kann.

Ja, stimmt. Sonst nicht verstehst du? Das ist ja anfassungsfähig. Gus was wäre das denn, wenn wir sozusagen irgendwie ein Alltag hätten, wo wir ja

und also ich ja genau das Nein, also Alltag so ist ja genau das, was ich ja so hochlebe tatsächlich sagen, ey, lass uns den Alltag echt genießen und feiern und genau das ist doch das Und ich finde, schaffen wir sehr oft, dass wir wirklich diese Momente von komplett innerhalten haben und uns den Moment nehmen. So. Und das heißt nicht, dass wir nicht auch diese anderen Momente kennen.

Ja. Und das ist vielleicht auch nicht nur es ist vielleicht eben nicht nur das innerhalten und den Moment nehmen, sondern es ist halt auch das Chaos. Es ist halt auch das Chaos. Es ist so wie du gestern glaube ich gesagt hast, so ah, guck mal, das ist halt jetzt gerade unser Leben. Hier steht noch dein Koffer rum, der war schon ausgepackt. Ähm hier stehen die ganzen Schuhe rum, fahren rum. Da war noch Wäsche und überhaupt so. Das ist das war halt auch gerade in dem Moment unperfektes Leben, so ne und das

Ja und also wir meinen ja immer, dass wir uns nur an die Höhepunkte im Leben dann erinnern, dass es nur um die oder dass es nur um die Höhepunkte geht.

Mhm. Aber also eigentlich geht's halt auch um die einfach also nicht nur also nicht nur um die Höhen und die Tiefen, sondern es geht halt eigentlich auch sehr viel um das mittendrin und das und das verschwimmt ja auch oft und dann ir auch vom so wie Gedächtnis aufgebaut ist, das wird dann auch so ein bisschen zusammengefasst in Erinnerung, wenn sich das nicht so viel unterscheidet. Aber wenn das sozusagen, wenn die wenn diese Hauptzeit irgendwie schlecht ist, ja, wie traurig. Mhm.

Also wirklich, also wenn das Leben, wenn man das Leben nur für die Höhepunkte lebt sozusagen und auch

ja, ohne jetzt in irgendwelche tagesaktuellen, sage ich mal, äh öffentlichen Beziehungsprobleme zu gehen. Aber auch dann sozusagen zu sagen, man ist nur zusammen wegen der paar guten Momente und in der Hoffnung, dass dann schon auch wieder gute Momente kommen oder also das ist sozusagen, dass man das dann so aufrechnet und sagt, ja gut, also wir erleiden jetzt dieses dieses diese paar Hochphasen ähm erlau sind es wert ähm den Rest der Zeit zu leiden?

Mhm. Dann ist irgendwas grundlich falsch einfach so. Ja, also wir haben, ne? Sag, Entschuldigung,

was würdest du denn sagen? Weil ich finde, weißt du, wir sind ja schon, ich sag ja schon ähm oft, ich versuche urteilsfrei zu sein, aber so wie wir reden, find ich, hört es sich ja schon urteilend an und ich glaube da es geht uns gar nicht darum jetzt, dass irgendjemand sich schlecht fühlt, weil er vielleicht denkt, ja, weil er vielleicht denkt oder sie denkt so, f***, aber bei mir ist es so. Also ich glaube, darum geht's uns ja so gar nicht, sondern es geht uns ja eben darum, dass wir ermutigen wollen und das auch vorleben möchte. möchten und das und es einfach auch tatsächlich nach außen tragen möchten, dass es anders geht.

Wir sind beide sehr sehr busy berufstätig, wir haben Kinder und wir können jeden, also ich finde schon, wir können wirklich jeden Tag sagen, wir genießen unsere Beziehung, wir freuen uns aufeinander, du schreibst mir irgendwelche Liebesbotschaften am Morgen, ich schreib dir irgendwelche Liebesbotschaften zwischendurch oder weißt du also so das ist ja nicht gefaked und das ist ja nicht man ja nicht für irgendjemand, sondern das ist ja so und das ist möglich und ich glaube darum geht's uns ja, dass wir einfach ähm das wieder erweck eben Arbeit Bewusstsein vielleicht auch unangenehmes Bedarf, aber dass es eben ja letztendlich so wichtig auch ist, so ne und man das aber auch steuern darf und deswegen meine Frage, was sind denn für dich ähm Tools, Werkzeuge, wie man wie man dieses das wieder schafft, dass man sagt: "Hey, also Moment mal, wir sind zwar gestresst wegen Arbeit Kindern, Job, Haushalt, whatever, ähm aber wir möchten wieder das zurück.

Wie kann ich denn zurück?

Große Fragen. Also, ich finde, da steckt ganz viel drin, was du gesagt hast. Also, das eine ist, finde ich, schon auch diese die diesen Satz auch zu sagen, so, also alle haben ein Anrecht darauf glücklich zu sein. Mhm.

Also ich, Man muss nicht man muss nicht in einer äh Situation bleiben. Mhm.

Weil man das irgendwann mal entschieden hat und weil Mhm.

diese ganze Ängste und diese ganze Rationalisierung, die dann kommt, man hat ein Recht darauf glücklich zu sein. Und ich habe und nur ganz kurz noch dazu, weil ich habe heute mit einer Kollegin drüber gesprochen, die mir erzählt hat, dass ähm dass für sie das ein total befreiender Satz war, ähm dass also wenn wir es ohne jetzt näher drauf einzugehen, aber hatten sozusagen eine Mitbein, wo es zu Hause irgendwie schwierig ist und ähm und ihr hat damals, also der anderen Kollegin hat damals der Satz geholfen, wo jemand zu ihr gesagt, ja, vielleicht ist es jetzt halt, also es ist auch okay, wenn es mit dem ersten Mann jetzt nicht das perfekte ist. Mhm. Mhm.

So. Und das hat ihr irgendwie dann, also das hat sie irgendwie befreit und die Möglichkeit zu geben, okay, zu sagen, das ist eine Beziehung, die für mich nicht gesund ist, das also das kann nicht alles sein und ich lass mich scheiden und hat dann sozusagen noch mal neu geheiratet und sozusagen dann halt Mhm.

das besser getroffen. So. Und das sozusagen sich manchmal finde ich das ja schon interessant, dass man sich selber Gedanken nicht erlaubt. Ja,

weil weil man so Angst hat, was das für einen selt's aus über mich, wenn ich diesen Gedanken habe? Ja. Ja.

Dann bin ich ein schlechter Mensch, dann bin ich ein böser Mensch, dann bin ich ein undankbarer Mensch, dann bin ich dann bin ich unvernig, dann habe ich zu hohe Ansprüche, dann und sich einfach auch die doofen Gedanken erlauben und die unbequemen Gedanken erlauben. Und das haben wir z.B., also, weil du nach Tools gefragt hast, gelernt, dass wir uns diese doofen Gedanken auch erzählen und aber nicht nur Gedanken, sondern ja eben auch Gefühle, genau,

ne? Also äh im Sinne Bei jedem Gedanken ist eig Gefühl so, aber im Sinne von äh also ich finde, ich sag nur Gefühle, weil ähm unterdrückte Gefühle ist schon bekannt, dass es zu irgendwas führt, wenn du die ganze Zeit deine Gefühle unterdrückst, aber halt auch, wenn du deine Gedanken unterdrückst, was nicht heißen muss und das habe ich ja heute z.B. zu einer eins z ein Musiker gesagt, so musst wiederum nicht jedem Gedanken glauben, nicht jeder Gedanke ist da, ne? Aber darf erlauben ihn zu denken, aber das auch das passt ja, das ist auch das Schöne. Also du darfst ja schändliche, du kannst ja schändliche Gedanken haben. Mhm.

Und es ist die erla also und zur Kenntnis nehmen, dass du diesen Gedanken hast. Es heißt ja nicht, dass du ihn glauben musst und es heißt ja auch nicht, dass du danach handeln musst. So und was ich aber eigentlich noch sagen wollte, ist, dass es manchmal halt auch sehr befreiend sein kann, wenn jemand anderen wenn jemand anderes den gleichen schändlichen Gedanken hat und laut ausspricht, weil dann ist es sozusagen, dann hat mal jemand laut gesagt und dann fällt's auch leichter sozusagen für einen selber das zu reflektieren und vielleicht anzunehmen. So,

kein Manifest dafür, dass alle ihre Beziehungen irgendwie äh

Doch lass einfach scheiden. Das wollten wir doch die ganze Zeit sagen. Also wir haben Rabattkoupon für Scheidungsanwalt, den wir

Nein, aber ich finde, du hast was sehr wichtiges gesagt, sich erlauben glücklich zu sein und das ist ja wie wir ne wir sind ja schon weiß ich nicht wie lang auf dem Weg, ich habe das nie so genannt, aber dieses Persönlichkeitsentwicklungsgedöns im Sinne von was man halt für Glaubenssätze hat. So und es ist ja immer wieder spannend in diverse Richtungen zu schauen, was habe ich für Glaubenssätze, was Finanzen angeht, was habe ich für Glaubenssätze, was mein meine Karriere angeht, se ich für Glaubenssätze, was meine Erziehung, was mein Selbstbild, was meine Beziehung angeht und so weiter.

Und wenn du eben den Glaubenssatz hast, auch weil es gesellschaftlich halt so normal und letztendlich zelebriert ist, dass man ja gestresst ist, fragt nicht, das haben wir schon oft gesagt irgendwie so, dass es eben auch diese schöne gemeinsame Nenner so, ah, ich bin gestresst, ey. Ähm, Kinder, Finanzen, whatever. Ähm, dass man sich schon gar nicht mehr erlaubt und gar nicht mehr diesen Anspruch hat, das hinterzu zu hinterfragen und zu sagen: "Hey, Moment mal, also ich habe das ja schon auch ein bisschen selbst in der Hand, gerade in unserer wirklich Wohlstandsgesellschaft, wo wir jetzt wirklich nicht, also uns geht's allen allen allen nicht schlecht, ne?

Also man hat glaube ich in Kriegszeit weniger zu mit Abstrichen, ne? Also es gibt natürlich schon auch Gesellschaftsschichten, wo es Ja, aber ich glaube, dass in vielen Gesellschaftsschichten es möglich ist, ist ähm die Sichte Dinge zu drehen und und natürlich also für die einen, die jetzt weiß ich nicht in in eine Suchtfamilie reingeboren werden, natürlich ist es sehr sehr sehr viel mehr Arbeit da rauszukommen und sich davon zu lösen, ne? Ich will jetzt überhaupt gar nicht behaupten, dass alle äh mit dem gleichen Quännchen an Glück auf die Welt kommen und so weiter.

Ähm aber das überhaupt in der Wegung zu ziehen und überhaupt zu hinterfragen, wo man gerade ist und was man gerade glaubt, damit fängt's ja an, oder nicht?

Ja, nee, du kannst ja sagen So, also was ist Stress? Ist es viel? Dann kann man sagen, es ist viel, aber viel heißt nicht automatisch Stress, ne? Also Stress ist auch wieder jetzt, also wir benutzen es ja als als Wort, dass er eigentlich inzwischen auch oft losgelöst ist von der eigentlichen physischen Reaktion, also ob das jetzt Negativ, Distress oder Estress ist, ist auch egal. Mhm.

Aber ich fand, das habe ich dir schon mal erzählt, ne? Ich dieser Einbild Comic irgendwie von so ganz schlecht gezeichnet irgendwie von so einem kleinen Männchen, das in der in der Mitte vom Bauch irgendwie so irgend so ein leuchtes hat, wo so Glück drin steht und dann sagt das andere Männchen zu den Männchen, sag mal so, wo hast du das her? Mhm.

Dann sagt das habe ich selber gemacht und das ist irgendwie bei mir geblieben. So. Und ich habe ich habe tatsächlich heute Abend mit unserem fünfjährigen äh eine kurze Unterhaltung dann drüber gehabt oder die zwei Jungs kamen eigentlich und der eine meinte, der eine hat gesagt, man kann nicht immer glücklich sein. Ich habe es so am Rad irgendwie mitbekommen und ob das stimmt. Und dann haben wir da dann haben wir da drüber eine Diskussion gehabt, weil ich finde in Theorie kann kann man immer glücklich sein. Es ist nur unfassbar schwer als Mensch.

Ähm und wenn du wenn du erleuchtet bist, so und alles durch dich durchziehen lassen kannst, sozusagen alle Emotionen, wenn sie kommen, wahrnimmst und wiedergehen lässt, ohne ohne darauf reagieren zu müssen oder ohne darin gefangen zu werden, so dann glaube ich schon, dass du immer glücklich sein kannst in der Theorie und dann ist aber die Frage auch ist vielleicht gleichmütig und zufrieden sein dann glücklich sein weißt du, also es ist gar nicht so, ich muss immer strahlen und so, aber anzunehmen kann ja schon glücklich bedeuten oder so, ne?

Genau. Ja, also es ist ja auch, da haben wir auch ganz oft drüber gesprochen, dieses ähm stell dir vor, das Glück sitzt neben dir und du kriegst es nicht mit. Mhm.

So diese, weil du so beschäftigt bist, irgendwelche anderen Sachen und das ist ja eben und das sind ja wieder diese kleinen Sachen, so diese kleine Moment, wo wir uns auch manchmal anschauen und denken so, ah, jetzt sitzt gerade da.

Vor und das, also das sind ja alles Tools im Endeffekt, so ne, das ist ja

ja, also das als Tool und also quasi den Moment zu sehen, wo man eigentlich kurz auch vielleicht sich nicht sorgen muss oder vielleicht sich auch lange nicht sorgen muss, ähm den anderen Menschen zu sehen, den man schon auch aus Liebe geheiratet hat, ne? Also, das ist ja schon so ein bisschen klassiker äh da stehen da die Hochzeitsbilder auf dem, wie nennt man? Auf dem Schrein, auf dem Regal, so da waren alle glücklich und in Shape und dann ist irgendwie so das reale Leben und dann sieht man sich gar nicht mehr und das finde ich so schade. Also ich weiß, ich weiß gar nicht, woher ich das habe,

aber es war halt der schönste Tag im Leben.

Ja. Ich weiß gar nicht, woher ich das habe, ob ich das aus meinem aus meinen diversen Dateienkursen hatte. Ich habe das ja immer geliebt, Philosophie und so, aber sie ist so, es macht einfach gar keinen Sinn, nicht nicht wert zu schätzen.

Und ich weiß, dass ich manchmal mit den Kindern ja so bisschen radikal bin, wo du dann mich jetzt auch schon gebremst hast und die Kinder mich auch dann immer wieder anfangen von irgendwelchen Kriegsgeschichten und Kriegsbildern und wisst ihr, es gibt Menschen und Kinder, die jetzt gerade im Krieg leben und es gibt und die kein Essen haben und auf ein Art ich habe's wo ein bisschen übertrieben, weil ich wollte ich wollte jetzt nicht mit Angst arbeiten, aber ich wollte eben mit Bewusstsein arbeiten, dass es nicht selbstverständlich ist und dass es eben gewährtschätzt ist, dass wir einfach im warmen zusammensitzen und das meine ich wirklich dann so bei weiß ich nicht im Winter bei Kerzen nicht beim was warmem zu essen und die einzige Sorge ist irgendwie wä jetzt jetzt neben wem oder so, weißt du?

Also so ich finde es extrem wichtig, sich manchmal wirklich auch mit ähm ich sag mal der der schlechteren, schlimmeren Version des Lebens auseinanderzusetzen und zu realisieren. Okay, also also was suche ich eigentlich tatsächlich? Was will ich eigentlich gerade mehr?

Und das ist aber oft auch, also ja ist ja oft aber einfacher, das bei anderen dann zu sehen.

Nee, viicht nicht. Nee, ich finde es manchmal, also manchmal braucht man ja schon bisschen diesen externen Spiegel dann auch. Also ist ja nicht so, dass wir nicht auch in unseren eigenen Emotionen irgendwie verloren gehen können und dann ähm ich weiß es auch nicht. Vielleicht ist es auch genetisch, aber aber vielleicht ist es auch einfach erlernbar das wirklich zu sehen, weil Weil wir können natürlich unseren Blick immer dahinrichten, wo der Mangel ist und auch beim Partner natürlich so, ne? Aber also ich meine, heute hast du die Küche gemacht und hast dich dann bedankt, dass ich den Tisch abwisch und so. Das war schon ein bisschen lustig, also so. Aber das ich liebe das, wenn wir uns gegenseitig beieinander bedanken, weil das ist so, ich sehe dich, ich finde es voll gut, ich will das gar nicht anders machen oder nicht?

Also ich find es, ich finde es auch ich find es auch sehr schön. Ich würde mir persönlich noch ein bisschen mehr wünschen. dass du mich dann also auch anfassen, sagst, dass du mich hörst, okay, und dass du mich fühlst, okay, dass ich besser machen. Ja,

dass ich das auch noch so ein bisschen mehr physisch, ja, auch, dass diese dieser bewusstwerdensprozess bei dir auch noch mehr verbalisiert wird eigentlich.

Soll ich denn auch noch langsamer reden dabei? Ähm, so. Ja, okay. Ich sehe dich. Ich spüre deine kalten Hände.

Danke, danke, danke, dass du mich siehst. You know that. Alter. Ja. Was ist noch ein Tool? Gemeinsam zu zweit Zeit verbringen.

Ja, tatsächlich. Es ist schon underrated Tool, also wirklich. Ja. Auf eine Art das zu priorisieren auch. Ja, weil das und Mhm.

Da haben wir auch schon viel drüber gesprochen, also was es eine Priorität ist. da wo es eigentlich nichts, also du kannst nicht zwei Prioritäten haben. Ja.

Und wenn man sagt, man priorisiert es, dass man Zeit miteinander verbringt, dann darf es da eigentlich auch nichts anderes geben. Ich habe, glaube ich, schon mal die Geschichte erzählt von diesem einen, weiß nicht mehr, wer es war, irgend irgendein irgendein Manager, der ähm das durchgezogen hat, 25 Jahre lang jeden Dienstag mit seiner Frau äh essen zu gehen, egal was. Und der ist zu Meetings nicht geflogen, der hat konsequent Dinge abgelehnt und nicht, also hat sich dem verweigert, ähm damit das sozusagen und das war eine Hardcore Priorisierung. So, das machst du nicht. Das machst du auch nicht.

Nee, never. Nein, ich mache das immer so occasionally. Nee, stimmt. Ich bin halt freischaft. Ich muss reagieren.

Ja, natürlich. Da ist ein Konzert, muss ich spielen.

Ja, klar. Mann, Konzert. Mann Konzert habe ich schon früh gelernt, das äh stimmt, Mann. Geige, Mann. Geige. Stimmt ja, so ist das. Also, ich bin ich bin stolz, dass wir jetzt nach 13 Jahren es geschafft haben, dass die Geige nicht mehr bei uns im Bett schläft. Aber es war ein harter Kampf zwischen uns.

Ja, das stimmt. Ähm, dennoch ist das eigentlich schlimm, dass ein roter Knopf leuchtet. Nee, das ist gut. Okay, gut.

Ähm, dennoch. Ja, also ich glaube eben wir sind schlechterin, dass wir wirklich zu ritualisieren im Sinne von jede Woche und so, aber wir also wir vergessen es ja nie, ist ja nicht, ne? Und wir machen ja, also wir haben ja schon auch wir machen oft Yoga zusammen und also es ist ja nicht so, dass wir jetzt

durch unsere semisymbiotische ähm Beziehung haben wir ja auch relativ viel Overlap auch in also in vielen anderen Bereichen, die wir halt beide gut finden. So, das macht halt auch ja irgendwie leichter, wenn wir zusammen arbeiten, ist es quasi unser Zeitvertreib. Na ja, auf hat schon ein bisschen, also man kann da drüber lachen, aber das ist das natürlich schon auch, also so wie so wie wir in auch neu drüber geschrieben irgendwie dieses halt irgendwie viele Sachen auch aufgegeben hab dann über die Jahre, also was wie Zeichnen z.B. einfach, weil ich mir die Zeit nicht mehr dafür genommen habe, wenn man ehrlich ist. Wenn ich jetzt sagen würde, ich habe es war keine Zeit dafür, dann stimmt es eigentlich nicht, sondern ich habe es halt nicht priorisiert. Und jetzt dadurch, dass eines unserer Kinder einfach irgendwie also zeichnen als Talent und Hobby hat und dann zeichne ich mit ihm. Ja, ist mega schön.

So und dann ist es wieder in meinem Leben und deswegen ist es halt so mega gut, wenn wenn man Mhm.

auf eine Art macht tatsächlich ja, wenn man gemeinsam also es hört sich so abgedroschen an, aber dass du halt Gemeinsamkeiten hast, die halt darüber hinausgehen, dass man sich irgendwie als Mann und Frau ähm äh attraktiv findet und äh im Idealfall auch sozusagen Dinge hat, über die man reden kann, dass man halt auch Dinge hat, die man zusammen machen kann. Auch Freunde, die passionierte Brettspieler sind beide. So, was ja auch ein cooles Match, mega Quality Element ist irgendwie so.

Ähm, absolut. Ich dachte noch, was ähm was wir schon auch beide, ich weiß gar nicht, ob wir das jemals ausgesprochen haben. Ich glaube, es lag immer so ein bisschen daran, dass unsere Zeit schon auch so ein bisschen gezählt ist im Sinne von okay, wir haben jetzt hal unsere Zeit ist gezählt.

Wir haben wir haben jetzt ich habe ich habe ja einen Nebensatz angefügt im Sinne von dass wir ähm halt, weiß ich nicht, abends zwei Stunden haben und ähm also ist jetzt nicht so, dass wir den ganzen Tag miteinander verbringen und da dadeln dadelt jeder so ein bisschen vor sich hin, sondern äh wir wertschätzen unsere gemeinsame Zeit, würde ich sagen. Und da sprechen wir uns ja schon ab.

So, okay, hey, wir müssen jetzt noch eine Stunde was arbeiten oder jeder muss noch eine halbe Stunde sinnlos bei Instagram verbringen und dann legen wir das Telefon zur Seite und was auch immer, das muss jetzt auch nicht immer so, dass wir uns jetzt so krass wie man die ganze Zeit in die Augen gucken, aber einfach Zeit zusammen zu haben, ohne dass wir jetzt dass einer am Telefon hängt, weil er telefoniert, weißt du? Also, ich glaube, das macht schon viel aus, weil ich glaube, du kannst nebeneinander leben, miteinander leben, ohne zusammen zu leben, ohne miteinander zu sein. Weißt du, was ich meine, oder? Und das ist ja schon für uns so ein wie so ein ungeschriebenes Gesetz.

Also, wenn du mal abends mit einem Freund von dir telefonieren willst, dann kündigst du mir das vorher groß an und dann muss ein Antrag stellen.

Genau. Und dann wird der wird den Familienrat dann sozusagen diskutiert. Muss ich erklären, wie viel Zeit ich dafür Genau.

Ähm wer wer die Telefongebühren dafür bezahlt und was du dann dafür einzahlst und so.

Ja. Und worüber ich reden werde auch, damit es im Vorhinein abgestimmt ist, welche Informationen nach draußen dürfen z.B. Aber dann bin ich auch total offen.

Genau. Also wenn du es unterschrieben hast, dann kann ich es auch machen. Also, ich wollte noch mal ganz kurz darauf hinaus, dass ähm ich glaube, dass man sich aus einem Stolz heraus seine Rollen eigentlich sehr viel weniger abnehmen lassen möchte.

Also du spannst jetzt den Boden wieder Bogen wieder zurück zu du kannst es ja nicht und du bist ja unmündig.

Ja und ich glaube, dass es ähm also auf eine Art eben Schubladendenken ist und aber auch also auf eine Art so ein verfechten, verteidigen vom von diesem Bereich ist, weil also Beispiel Wäsche so ähm weiß ich nicht Ich keine Ahnung, ich bin jetzt also ich mache halt irgendwie Wäsche, weil irgendjemand muss die Wäsche waschen. Ich bin da weder stolz noch irgendwie besonderlich begabt. Wir haben irgendwelche Betttücher, die sind

ganz toll begabt Schatz. Bettücher. Ich hab noch nie jemand so gut Wäsche waschen gesehen wie dich. Komm, ich hab doch da irgendwie irgendwann mal, was habe ich so, was habe ich drauf gespritzt? Ich habe so Antikalkm drauf gespritzt. Kuhflecken in größere Mengen unserer Wäsche gemacht.

Genau. Deswegen, also so ähm ich mach's halt, weil es gemacht werden muss und manchmal machst du es, weil es gemacht werden muss. Und ich habe das Gefühl, ich bin ein bisschen weniger untalentiert als du. Ähm, aber es ist, weiß ich nicht, dann machst du es halt anders. Talentfrage ist.

Nein, es ist keine Talentfrage, wie auch immer. Dann machst du es halt anders. Dann bin ich halt in dem Moment denke ich so komisch, ich hätte jetzt irgendwie anders gemacht. Ich hätte jetzt irgendwie keine Ahnung, welchen Knopf man da dreht. Ich hätte jetzt halt irgendwie auf eher nach links gedreht und du nee, ich dreh es eher nach rechts und du drehst es dann nach links. Jetzt z.B.

beim Trockner und dann und dann glaube glaube ich zu behaupten, also eben, ich tu es nicht, aber also eine adäquate Reaktion einer gestandenen Frau, die ihren Haushalt verteidigt wäre, dich jetzt zu sau zu machen, wie kommst du dann auf die Idee, das jetzt nach links zu drehen, du bist ja wohl des hellen Wahnsinns. Ähm, warum kannst du das nicht? Ähm, immer machst du das so blablabla und dann gibt's halt ein Ehstreit. Und ich kann ja in den meisten Fällen kann ich einfach sagen, okay, gut, also ich mach's halt andersrum. Wenn es mir wichtig ist, sage ich es dir. Wenn ich wenn es mir nicht wichtig ist und es egal ist, dann ist es auch egal.

oder weißt was ich meine, aber so dieses dieses wie gesagt so verfechten von seinem Territorium oder von seiner seiner Fertigkeit ähm das hat ja auch was absurdes, also dafür, dass keiner von uns das gerne macht und das auch ganz unwichtig ist und also ich mache Dinge anders als du und du machst Dinge anders als ich und das darf ja so sein oder nicht und ich finde es immer immer eben so übergriffig sich als Frau tatsächlich über den Mann zu erheben und zu sagen, so wie du das machst, so wie du den Brei anrührst, so wie du die Milch warm machst, so wie du den Schnuller blabla blub, wie du das Kind anziehst, so ist das falsch. Ich glaube, dass das nicht richtig ist.

Wow, ich habe nichts hinzuzufügen, außer ich habe noch einen kleinen Hack, was trockner angeht. Mhm.

Glaube ich, kann ich nur allen empfehlen, dass man einfach die Beschreibung in einer anderen Sprache drauf klebt. Japanisch z.B. dann wissen nämlich beide nicht, was da steht und das ist völlig egal, wohin man das Ding dreht.

Aber das ist ja bei uns eigentlich so, das steht auf dänisch. Ja, aber keiner weiß, was es heißt.

Doch, das ist fachdänisch, mein Herz. Ja, das ist Fachdänisch. Das verstehe ich auch nicht, aber ich habe es doch extra nicht das Englische drüber geklebt, sondern drunter, damit wir das dänische noch weiterhin lernen. Hast du es nicht verstanden? Nee.

Ich muss das mal demonstrieren, aber das cheaten. Was cheaten?

Ja, verstehe ich nicht, warum. Egal, egal. Ich zeig das noch. Ja, ich geb dir noch einweise du genau machst wie ich.

Genau, das wird mich auf jeden Fall sehr freu Ich habe auch kein Problem damit, das so zu machen wie du, weil ich einfach null emotionales Investment hab da drin. Es ist mir einfach egal auch nicht. Ich auch nicht.

Wenn du sagst, drehst nach links, drehst nach links. Ja, aber ich dreh ja nach rechts. Ja, dann drehst halt nach rechts. Genau. No emotion whatsoever.

Aber ich glaube, ich glaub viel ist ja auch, ich meine, man lernt sich kennen und dann ähm dann lebt man zusammen und dann lernt man sozusagen gewisse Bereiche zu navigieren und äh Verantwortung zu übernehmen und all diese ganzen Sachen, die zum Erwachsensein dazu gehören. Da muss man Versicherung abschließen, da muss man Steuer bezahlen, da muss man Wäsche waschen, da muss man ähm kochen und einkaufen und diese ganzen Sachen, die das hat man so einigermaßen hinbekommen irgendwie als man allein gelebt hat irgendwie, das muss man jetzt koordinieren irgendwie, wie das zu zweit macht und das ist auch eine urmenschliche Fähigkeit, dass man Arbeit Arbeitsaufgaben aufteilt, so das macht man dann irgendwie intuitiv oft wahrscheinlich ohne da so richtig drüber nachzudenken. Dann ist halt der eine der Und da kommen diese Rollenbilder auch wieder rein. Da macht der Mann macht halt Finanzen. Mhm.

Aber auch nicht immer. Ähm gibt auch ja gibt auch eigent viele viele Kombinationen, wo die wo die Frau sozusagen die die den absoluten Überblick und die sozusagen Mhm.

Aber ist auch egal, wie auch immer, aber das sind so Sachen, die halt dann einfach etabliert werden und dann zieht sich der andere halt irgendwie zurück, denkt, gut, super, muss ich kein mentale, muss ich keine mentale Energie aufwenden, was ja solange kein Problem ist, solange einem nicht Also solange es halt nicht dann so ist, wenn wenn du es übernehmen musst, dass du dann irgendwie dafür ähm schlecht gemacht, also dass da schlecht in schlechtem gestellt wirst, weil es etwas ist, was du halt einfach womit du dich nicht jetzt so viel beschäftigt hast wie vier andere so und das das also so würdest du jetzt z.B. auch das finde ich auch interessant, dass man ja oft also mit seinen Lieben irgendwie härter ist als man mit Arbeitskollegen jemals wä ja

so also du scheißt ja Leute man scheißt ja Leute in der Familie viel mehr an. Mhm. Wegen viel weniger, ja, als man das bei anderen machen würde.

Und das hat ja was mit Respekt zu tun in dem im letzten.

Genau. Also, du würdest ja auch nicht zu zu einem äh sagen, der der irgendwie ein auf Aufgabenbereich jetzt irgendwie über Jahre nicht so richtig irgendwie, also gibt auch Leute, die es auf der Arbeit machen, aber jetzt mal so grundsätzlich gesehen irgendwie schreibt man den ja nicht an und erklärt den für blöd, sondern sagt irgendwie pass auf, ich zeig's dir noch mal. So.

Ja. Und wir haben ja die Regel bei unseren Kind seit ein paar Jahren, nachdem dann mal wieder tatsächlich irgendwie ein Wasserglas umgefallen ist oder so, dass man dann ich weiß nicht, ob ich dann in dem Moment oder du in dem Moment, dass wir so, ah Mensch, jetzt passt doch mal auf, so ne, wo wir realisiert haben, du würdest es nicht zu mir sagen, ich würde es nicht zu dir sagen, wir würden es zu keinem unsere Freunde sagen, wenn irgendwas umfällt. Ey, sag mal, also musste das jetzt sein in so einem Ton so es ist offensichtlich ein Versehen.

Und ja, äh bei Kindern kann es manchmal sein, dass man zehn mal sagt: "Pas bitte auf und dann passiert Dann ist vielleicht noch ein bisschen was anderes, dass es auch das dritte Mal ist so, aber auch kann ja sein, dass s trotzdem aufgepasst haben. Es passiert halt trotzdem. Heute ist eins unserer Kinder ein Glas runtergefallen, was ich auch, ich sag mal Tennis ja dämlich hingestellt hatte, ist runtergefallen. So, wir haben es sie hat es mit aufgewischt. Also, es war irgendwie so überhaupt nicht schlimm und ich finde wir schaffen das jetzt, glaube ich, ziemlich oft, dass es halt einfach so, okay, es fällt runter, ich weiß, du hast es nicht mit Absicht gemacht, es ist passiert, ja,

ne? Und quasi auch mit unseren Kindern und eben wie du sagst mit dem Partner letztendlich so umzugehen, wie ja wie wir es eigentlich gewohnt sind auch aus einem anderen Umfeld mit Respekt, mit Empathie, mit Verständnis.

Ja. Ja. Ja. Also wir machen das ja auch manchmal mit den Kindern so, wenn es dann einem von uns passiert, dann scheißen wir uns quasi so im Mhm. offensichtlichen Spaß an. Mhm. Damit also um das auch so ein bisschen Mhm. äh Mhm.

also zu über also zu zu übertreiben, damit es quasi seine seine Härte verliert, wenn es dann doch mal passiert auf eine Art, ne? Aber ja, ich gebe dir völlig ich gebe dir völlig recht, so dieses also dass der Anspruch einer Beziehung schon sein darf, dass man sich Gutes tun will und dass man dass man genau

also ah, dass man sich gegenseitig gut tut Mhm.

und dass man eine gute Zeit hat miteinander. Mhm.

Und ich finde Beide Sachen sind nicht zu viel verlangt. Ja, stimmt.

Also, warum sonst sollte man zusammen sein?

Genau. Ja, das stimmt. Und es ist ja nicht so, dass wir nicht auch Situationen haben und hatten, wo wir beide wahnsinnig erschöpft sind und weiß ich nicht, ich mich dann auskotz, was mir gerade alles zu viel ist und dann vielleicht auch unfair bin, weil ich das Gefühl habe, ähm, dass ich das alles anderen mache. Und dann sagst du mir so, ja, hör dir mal kurz an, was ich alles mache, was ich alles alleine mache und ich finde, das hilft schon tatsächlich sich gegenseitig kurz zu erzählen, wofür man gerade überall Verantwortung genommen ähäh äh übernommen hat, weißt du? Also,

wobei wir ja schon explizit versuchen, genau, das ist finde ich schon wichtig dazu zu sagen, dass wir explizit versuchen nicht in so ein ähm in dieses aufrechn Ding zu kommen. So, du machst immer das, ja, aber ich mache halt immer das.

Genau. Nee, das meine ich nicht. Ähm, also ich meine, bei manchen funktioniert es, wenn es funktioniert. Fantastisch. Dann macht eure fifty Liste und so so eine Exabelle.

Ja. Ja, das machen manche und bei manchen funktioniert, wir hatten nie den Anspruch, wir hatten nie das Bedürfnis. Ähm, deswegen äh wir machen das anders, aber einfach wir haben gefühl wir haben eine gefühlte fifty50Y Liste, wir haben keine objektiveyfifty Liste. Und wenn wir das Gefühl haben, dass die fiftyfifty Liste irgendwie nicht mehr, dass es nicht mehr fifty50 ist, dann reden wir drüber und dann muss man irgendwas ändern. Aber es ist primär gefühlsbasiert.

Ja, und weiß ich nicht, vielleicht ist es auch irgendwie der nicht, dass wir das, ich sag mal so ein bisschen abwägen, weißt du, manche haben dann ja, du bist jetzt immer für WhatsApp zuständig und du bist immer für den Elternchat zuständig und bei uns ist halt so, wenn ich merke, ey, kannst du da kurz antworten oder weißt du, also so das ist ja auch energieabhängig, finde ich. Ähm,

aber nicht mal für WhatsApp zuständig sein kann, aber ja, okay. Was wie für WhatsApp, nee, ich lern auch wieder was dazu. Ja,

ja, aber ja, bei uns gibt's ja eigentlich gar keine WhatsApp Gruppen. Hier gibt's ja nur Aula.

Aber ähm also ich finde das Kommunizieren darüber finde ich sinnvoll und tatsächlich deswegen sage ich das mit dem sich gegenseitig erzählen, was man macht einfach um zu sehen, weißt du, also ich meine, was machst du denn bitte morgens zwischen 5 und 7 für die Familie in so einem in so einem Automatismus, wo ich dann noch so mit mal über meinem Zitronenwasser häng versuche irgendwie bisschen wach zu werden, weißt du, also so ich finde es manchmal wichtig gegenseitig ja sich reinzuvetzen, wie du dir den Arsch abstrampelst, zu Hause zu sein und und hier da zu sein und wenn und wenn dann gehe ich zur Probe oder weißt du, also das ist doch das ist doch schön das wert zu schätzen und ich glaube darum geht's doch so ein bisschen, also weil ich meine, wir sind alle mangelhaft und haben alle die Fehler und machen Fehler und aber aber die Frage ist, wollen wir jetzt nur die Fehler suchen oder sehen wir halt einfach, wie sich jeder tatsächlich Mühe gibt und das

Ja, ich glaub das ist das sozusagen ist, ne, zu Kindern auch so they're trying their best. Die versuchen wirklich alle perfekt zu sein und die versuchen irgendwie rauszufinden, was Mama und Papa gut finden und wie man das am besten machen kann. They try really hard und und trying der best bedeutet halt manchmal, dass sie ihr Müsi allein einkippen und dass die Hälfte der der Flocken daneben geht oder weißt du, also das das ist schon nicht mal wieder eine gute Erkenntnis für Eltern, glaube ich, zu realisieren, dass Trying the best nicht zufriedenstellend für uns ist, aber

Aber eben nicht nur als Eltern, auch als Partner.

Ja. Ja, absolut. Ja. So. We also trying our best und manchmal voll

geht die Milch daneben und man sagt halt aus Müdigkeit irgendein irgendwas, was man so, weißt du, so das ist ja auch nicht ist nicht viel anders so. Und das hatten wir schon mal irgendwie Zitat von unseren Nachbarfreunden irgendwie dieses äh was sie auch die hatten auch irgendwie mit ihrem ersten Kind und war auch irgendwie anstrengend nachts und wo sie sich selber auch den Vorsatz genommen haben, lass uns die Worte des anderen in der bestmöglichen Art und Weise interpretieren. Worte und vielleicht auch Taten, sonst sonst zerfleischen wir uns selber.

Ja, auch Taten. Ja, das finde ich schön. So, jetzt fange ich gleich an vor Rührung zu weinen.

Ja, ich wollte noch irgendwas sagen. Ich habe es vergessen, was jetzt einfach so schön war. Dein schöner Schlusssatz. Wir alle versuchen das Beste. Bestia. Für alle die die es auf Deutsch noch nicht verstanden haben. Ich fühle dich.

Yes. Schön. Vielen Dank für diese erhellende Konversation.

Sehr gerne. Du musst noch irgend jetzt sag ich bitte irgendein Nein. Schönen Schlusssatz irgendwie.

Ach komm. E guck hier worden. Your entire value is your word. Dein gesamte Wert ist dein Wort. Das mal übersetzen. Also können Sie ja mal was Besseres ausdenken, dass das was du sagst Gewicht hat. Vielleicht wollen wir es mal so ausleen. Jetzt müssen wir das mal. Also also sag nur gute Sachen. machen. Nee, also wir das wird nur noch Quark, was wir jetzt daraus machen. Irgendwie wir sagen einfach guten Abend, gute Nacht, guten Tag, guten Morgen. Wann immer uns hört. Wann wann schneiden wir? Das darf jetzt entscheiden. Ja, ist nicht gut.