edelabgefunkt.de · Episode 77 · Transkript

Nähe? Oder doch lieber scrollen und Abstand halten?

Edel Abgefunkt · Folge 77 · mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn
Veröffentlicht: 21. Mai 2026 · Dauer: 31:35

Edel Abgefunkt mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn — Musikerin und Arzt, zwei Jobs, mehrere Kinder. Alltag und Partnerschaft kommen oft zu kurz: wenig Paarzeit, viel Mental Load, kaum echte Pausen. Darüber reden sie so, wie es ist — ohne Hochglanz.

Kurzantwort

Scrollen ist bequem – Nähe ist Arbeit und Risiko. In Folge 77 nimmt Nicco eine Studie/Grafik aufs Korn, die Smartphones mit Videostreaming und den Rückgang von Geburten korreliert (nicht Strahlung, sondern Verhalten und Prioritäten). Daraus wird ein Gespräch über moderne Beziehungen, Ablenkung und die Frage: Kuscheln wir noch – oder halten wir lieber Abstand hinter dem Screen?

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Häufige Fragen zu dieser Folge

Worum geht es in Edel Abgefunkt Episode 77?

Ausgangspunkt ist eine Korrelation zwischen der Einführung von Smartphones mit schnellem Video-Internet und dem weltweiten Rückgang der Geburtenrate. Katharina und Nicco diskutieren, was daran plausibel ist – und landen bei Nähe, Ablenkung und modernen Beziehungsfragen: kuscheln statt scrollen.

Behaupten sie, Smartphones würden unfruchtbar machen?

Nein. Nicco betont, dass Korrelation nicht automatisch Kausalität ist und dass Grafiken vieles zeigen können. Es geht nicht um Strahlung, sondern um die These, dass Video-Ablenkung und veränderte Prioritäten zwischenmenschliche Nähe und Familiengründung verdrängen können.

Warum der Titel Kuscheln statt Scrollen?

Weil die Folge die Wertschätzung von Zwischenmenschlichem gegen die Bequemlichkeit des Screens stellt. Wenn Aufmerksamkeit dauernd am Feed hängt, bleibt weniger Raum für reale Nähe – körperlich und emotional.

Wie ehrlich und humorvoll ist der Ton?

Sehr: Side-Tracks zur Church of the Flying Spaghetti Monster, Filmszenen und gegenseitigem Necken. Trotzdem bleibt die Kernfrage ernst: Was passiert mit Beziehungen, wenn Scrollen die Default-Nähe ersetzt?

Was können Hörer mitnehmen?

Korrelationen kritisch lesen, aber die eigene Screen-Zeit ehrlich prüfen: Ersetzt Scrollen Gespräche, Berührung und Paarzeit? Die Einladung der Folge ist, Nähe wieder zu priorisieren – kuscheln statt nur konsumieren.

Vollständiges Transkript

Automatisches Whisper-Transkript (faster-whisper/small, Deutsch). Kann Hörfehler enthalten. Quelle: Episode-Audio aus dem RSS-Feed.

einen kausalen Zusammenhang mit der Einführung von Smartphones, mit denen man Videos schauen kann und einer Fertilitätskrise weltweit, also im Rückgang von Geburten. Ich kann mal sagen, Geburtenrate und ganze Nationen gehen sozusagen zugrunde daran und so. Das noch traurigere finde ich, dass zwischenmenschliches nicht mehr so wertgeschätzt wird. Wer will denn sowas Dummes machen? Was für ein Schwachsinn, wenn ich unterwegs bin, wenn ich unterwegs bin, dann muss ich keine E-Mails lesen. Cut, Katharina 2026, fuck. Aber im Internet schon, aber nicht auf dem Telefon. Nein, auch nicht im Internet. Das war doch für eine Welt. Wie konnten wir leben? In God's chosen people waren die Piraten und weil wir die Piraten ausgerottet waren, ist das bürsig geworden.

Warum sollen wir das jetzt hören? Das, was redest du? Gut. Der Mann und die Kugel. Ist das der Name der Folge der Mann und die Kugel? Cool. Oder auch Kugeln. Haben wir uns vorgenommen, dass die Niveau einfach von Anfang an gleich senken? Ja, das Ganze geht jetzt zurück auf eine Filmszene, über die wir sehr gelacht haben. Hier ist Pretty Woman aus einem Film. Dirty Dancing, oder was? Utopia oder Zominia oder wie auch immer heißt eine epische Szene mit einem Faultier. Wenn du das jetzt erzählst, ist das nicht lustig. Das ist ein Witz über ein Kamel mit drei Hörkern erzählen. Ich verrate den Witz nicht. Ja, das ist auf jeden Fall eine sehr lustige Szene. Ja. Du schön, wie du mir so widersprechst. Deswegen habe ich auch schon die Arme verschränkt.

Voll lauter Defensive. Ich musste halt etwas auf die Pelle rücken, hat der Kameramann gesagt. Ist gut. Also worüber wolltest du heute sprechen? Ich wollte tatsächlich über eine Studie sprechen, die ich gelesen habe. Vor nicht allzu langer Zeit. Die, die das Postulat aufgestellt hat oder eine Korrelation hergestellt hat, das ist ja nicht immer gleich ein causaler Zusammenhang, aber eine Korrelation zwischen der Einführung von Smartphones. Okay, spätestens jetzt haben wir alle Follower verloren. Ja, das habe ich einmal ganz gestimmt. Studio, Einführung, Korrelat. Ja, das mich einmal ganz kurz scharzt, macht ich nicht. Alle schlafen ein. Okay, also Einführung von. Genau, von Smartphones, die quasi mit einer Internetverbindung, die schnell genug ist, um Videos anzuschauen.

Ach so lag das an den Videos. Ja, also naja es lag also mit der Einführung von Internetverbindung. Also, weil Smartphones mit so ein bisschen das zu E-Mail schreiben kannst und sowas gab es ja schon ein bisschen vorher. Aber die haben eine Grafik gezeigt und das, was ich meine, die Korrelation. Also, es ist nicht immer nur, weil du auf eine Grafik einen Zusammenhang zwischen zwei Sachen sehen kannst. Die haben einen gewissen Punkt dann gleichzeitig sich in eine Richtung bewegen, also in dem Fall, um das noch abzuschließen, haben sie postuliert, dass es einen Zusammenhang gibt, einen causalen Zusammenhang, das deren Postulate hat, dass mit der Einführung von Smartphones, mit denen man Videos schauen kann, und einer Fertilitätskrise weltweit.

Also im Rückgang von Geburten. Was ist aber nicht auf die technische Strahlung oder so zurückzuführen ist? Ja, das habe ich auch zuerst gedacht, deswegen dachte ich so ein bisschen, wuhuhuhu, hier. Nee, komme ich vielleicht drauf. Aber man muss halt sagen, du kannst halt mit Grafen alles Mögliche zeigen. Man sagt ja, glaub keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Gibt ja diese großeartige Grafik auch von The Church of the Spaghetti Monster. Wir hatten auch mal in die Bibel eine Zeit lang bei uns zu Hause liegen. Was redest du? Ja, es ist ein kleiner Side-Track. Es ist ein ganz kleiner Side-Track. Es gab einen Physiker, der hat sich maßlos drüber aufgeregt, das sind USA-Kreationisten, sozusagen gegen Biologie- und Naturwissenschaften an Schulen vorgehen wollten, und sozusagen diese Lehre von, dass es doch alles künstlich erschaffen wurde, und hat dann als Revolte dagegen die Kirche des heiligen Spaghetti-Monsters gegründet und halt eine Theorie aufgestellt, dass der Gott eigentlich ein Spaghetti-Monster ist, und hat dafür auch so wissenschaftliche Grafen produziert, um zu beweisen, dass das richtig ist, was er sagt.

Das ist so absurd, wo du heute meinen Geist hinführst. Ey, ich war schon voll tief und entspannt nach Himyoga und allem, dachte so, okay, steig auf keine Züge mal auf, um mich der Gedanke irgendwo hinzudrehen. Ich denke, es wird sich an irgendwelche amerikanische Spaghetti-Monster. Ja, es ist nicht amerikanisches, weltweit. Okay. Und Gott's chosen people waren die Piraten, weil wir die Piraten ausgerottet haben. Warum sollen wir das jetzt hören? Dass der sich einfach was ausgedacht hat und das dann belegt hat mit Grafen? Absolut wissenschaftlichen Grafiken. Er hat halt Zusammenhänge hergestellt zwischen Naturkatastrophen und dem Niedergang von Piraten. Okay. Deswegen kommen ja die ganzen, wie nennt man sie, Blöffern, wie nennt man die, Querdenker?

Ja, weiß ich nicht, worauf sie hinausfühlt. Darauf beziehen sich ja viele solche, dass die dann irgendwelche Zusammenhänge eben stellen, die gar nicht so... Genau, das oder dass es so nicht gesagt wurde, also dass du dir das auch zu Recht interpretierst. Also deswegen muss man schon tierisch aufpassen. Und das ist aber eine Studie mit den Smartphones, die vertrauenswürdig ist? Naja, also sagen wir mal so, es ist ja eine Beobachtung, die die postulieren, wo sie halt quasi die Entwicklung von Geburten auf einem... weltweit auf einem Graf aufzeichnen. Wann hat denn das Smartphone angefangen, Internet zu haben? Also so, dass du relevant Videos anschauen konntest, ich glaub so 18, 16, 18. Jetzt bin ich schlecht vorbereitet, weil ich sozusagen die Studie jetzt nicht ganz genau zitieren kann.

Ich bin ja nach Leipzig gezogen, 2009. Und dann hat mich damals mein Mobilfondvertreter auf der Kali, hat mich dann gefragt, willst du nicht ein Smartphone haben, womit du dann unterwegs deine E-Mails abfragen kannst. Ja, und du sagst, dass er ein Idiot ist? Genau, das war... Weil wer will denn so was Dummes machen? Was für ein Schwachsinn, wenn ich unterwegs bin, wenn ich unterwegs bin, muss ich keine E-Mails lesen. Cut, Katharina, 2026, fuck. Also, das war auf jeden Fall nach 2009, ja, so was. Aber da ich die Geschichte kennen und wir uns erst 2012 kennengelernt haben, muss es ja später gewesen sein. Und zu der Zeit konnte man definitiv noch keine Videos streamen. Krass, Gott, das ist das mal gehabt.

Das gibt's doch gar nicht, oder? Also, das kann man sich doch jetzt nicht mehr vorstellen. Jetzt echt? Wir haben auch noch mit einem Modem, ich kann den Ton sogar noch auswendig, in den Internet und selbst, weil ich jetzt hier nicht vormache. Aber als Kinder konnten wir nicht, wie jetzt unsere Kinder konnten dann nicht irgendwie, weiß ich nicht, also quasi, so wie du sagst, diese eine Szene aus dem Film, können wir dann nicht kurz nochmal anschauen. Nee. Aber im Internet schon, aber nicht auf dem Internet. Nein, auch nicht im Internet. Es gab ja... Es war doch für eine Welt. Wie konnten wir leben? Ja. Du musst jetzt, kannst du dich vielleicht noch daran erinnern, die Zeiten, als du eine DVD zurückspulen musst, und dann...

DVD? Geht das? Nein, nein. Das ist so diese Videodinge, aber daran kann ich mich tatsächlich erinnern. Ja, das sind Videokassetten. Genau. DVD ist wie eine CD. Genau, schon, gell? War ein schlechter Witz. Na, ich bin ja... Na, wie auch immer. Krass. Das ist ja unheimlich schnell, oder? Ja. Ja. Ich glaube, das erste iPhone kam 2010. Das ist nicht so lange hier. Okay. Also wie auch immer. Weil ist dein Postulat? Nenn ich meinen Postulat. Das möchte ich ja mit dir heute in unserem wissenschaftlichen Diskurs erörtern. Okay. Also deren Argument war, dass durch das Einführen von Smartphones, bei denen du halt auch Video schauen kannst, dass sozusagen unser gesamtes Belohnungssystem gehighjacked, also wer heißt das, entführt worden ist.

Also was man jetzt so Cheap Dopamine hits und sowas nennt. Also ich bin kein Neurobiologe und kein Neurologe und so was. Ich bewege mich auf dünnem Eis auch, aber ich finde es trotzdem einen interessanten Gedanken. Diese Idee, dass du halt... Also du kriegst halt einen visuellen Kick in no time. Und dass das halt jetzt nicht nur solche Konsequenzen für die Aufmerksamkeit hat, was wir alle schon 8000 mal gehört haben. Und auf alles Mögliche andere. Sondern dass es halt auch einen Effekt auf unsere soziale Interaktion hat. Und wenn du eine soziale Interaktion bis zum Ende denkst, dann also zumindest Männern und Weibleinen. Geht dein Kind. Na ja, dann ist ja irgendwo dann doch auch, sag ich mal, Familien...

Wie nennt man das dann? Ja, also... Gefriere. Ist doch so. Danke, ich hab grad... Gründung, Familiengründung. Es ist doch nicht so schwer. Okay. Ja, irgendwo sozusagen auch eine logische Folge für viele. Und also was die argumentieren ist halt, dass es einfach inzwischen so viel leichter ist, alles das, was man normalerweise aus sozialen Interaktionen bekommen hat. Also Nähe, Kontakt. Bestätigung. Leben. Also Lebensgefühl aber auch so... Verständnis. Feeling alive. Wie sagt man das? Ja, wobei der Teil fällt wahrscheinlich eher raus. Aber dass du diese ganzen Sachen ohne... Also bekommst jetzt schneller und ohne das Mühsaal, dich mit dem unperfekten echten Leben auseinandersetzen zu müssen. Dass du... Na, also es ist nicht Hochglanz, es ist nicht...

Also das geht ja, sag ich mal, auch für diese ganze Pornoepidemie und die ja schon bei Kindern in einem absurden Alter um sich greift, die wir ja noch nicht mehr schreckend auch selber feststellen mussten. Nicht bei unseren Kindern? Nee, aber nah dran genug auf jeden Fall. Die, die ja ein Bild sozusagen... alles vermittelt, die ja ein Bild von einer Wirklichkeit, die ja so nicht ist, es ist ja nie Hochglanz gelegt, einfach, problemlos, sauber. So, dieses ganze Ruffe, dieses ganze Edgy, das, was halt das Leben eigentlich auch ausmacht, ist ja weggefiltert, ist wegswipebar. Na, auch dieses sozusagen, hatten wir auch glaube ich schon mal drüber gesprochen, dieses... Unfollowerbare. Ja, und du musst dich auf eine Art halt auch nicht mehr festlegen, weil Swipes halt weiter.

Und das das dann dazu führt, dass du dich ja, also ich mein, jetzt bewusst ein Kind zu teugen zusammen, ist ja die ultimative Form des Commitments. Also das ist ja, can happen so, ohne dass es so geplant war irgendwie und auch dann sozusagen ist ja, das erwachsene Verhalten sich damit auseinanderzusetzen. Aber ansonsten ist das ja, das ist die ultimative Form des Commitments und wenn du aber aufwächst in einer Welt, in der Commitment absolut wählbar und abwählbar ist, beziehungsweise dann ab einem gewissen Punkt, vielleicht auch irgendwas ist, wovor du einfach Angst hast, weil das deine Freiheit einschränkt und all das... Was ist denn das deutsche Wort für Commitment? Commitment ist glaube ich nicht so ganz deutsch.

Sagt man dann ein, also ich weiß natürlich, was du meinst, aber letztendlich ist das ja so einlassen, vollständig. Boah, das ist echt schlimm, dass wir das jetzt nicht wissen. Krass, wie gesagt, wir haben das so krass verdeutcht. Es sind viele Sachen, es sind Bestätigungen, einen dahinter stehen, einem sich etwas verschreiben. Einverständnis, Erklärung, Phase, sowas. Ja, ja auch. Aber es ist schon, sich hinter etwas stellen eigentlich, oder zu etwas stehen, dass man zu etwas steht. Zu einer Person, zu einer Sache, zu einer Aufgabe, zu einer... Also was weiß ich, nehmen unsere Kinder zu einem Sport, zu einem Musikinstrument, das man sich dahinter stellt und das ernst nimmt. Und wenn du das halt zunehmend nicht machst, dann passiert das alles halt auch nicht mehr und dann hast du auch eine klare Erklärung für ein Fertilitätsproblem.

Und da kommt natürlich eine Menge Sachen noch dazu, irgendwelche Hormondisruptoren und unserem Essen und alle möglichen anderen Sachen. Aber ich finde das schon sehr... Ich finde das ein... Also es müssen nachdenken, es werden Tese. Das ist ziemlich aussagekräftig. Wobei ich finde, ja, natürlich kann man sagen, Geburtenrate und ganze Nationen gehen, sozusagen zu Grunde daran. Das ist das eine, aber das andere ist ja, das andere finde ich, dass zwischenmenschliches nicht mehr so wertgeschätzt wird und dass eben, wie du sagst, auch sich mit jemandem auseinanderzusetzen, dass das manchmal zu mühevoll erscheint. Und ich habe jetzt gerade eine jenen Klasse unterrichtet. Ich sage ja dann immer zu den Leuten, die sagen, hey, ich bin bei sich nicht 9, von 10 gestresst.

Dann beglückwünsche ich die immer, dass die es geschafft haben, auf die Mathe zu kommen und diese Mühe aufwenden konnten, was dagegen zu tun und danach wirklich frei und entspannt und irgendwie wieder klar diese Stunde zu verlassen. Und ich glaube, dass das immer weniger ist, wirklich Mühe aufzuwenden. Und dann glauben wir eben, dass so schnell scrolling und irgendwie 2 Stunden auf dem Sofa, weil sie nicht Instagram, dass es uns irgendwas gibt oder irgendwas sinnhaft ist. Und ich finde eben, nicht alles muss sinnhaft sein. Also ich finde, dieses Nonsens, finde ich, das darf auch sein, aber einfach diese Erkenntnis, dass es halt nicht besser wird, ob du es 2 Stunden machst oder eine halbe Stunde macht.

Das fehlt, glaube ich so. Und wenn wir das eben gar nicht mehr gelernt haben, also ich meine, wir sind ja wirklich glücklicherweise, kann man sagen, so wie wir vorhin glücklicherweise haben, dass du nicht 16 bist und damit aufgewachsen bist, dann ist es ja schon ein Problem, dass du gar nicht mehr das Leben kennst, ohne schnell sich abzulenken und schnell sich irgendwo hin zu beamen, mental und so. Und das ist ja eben das, was fehlt inzwischen im Menschenbeziehung, dass man sich gegenüber setzt, dass man sich in die Augen schaut, dass man bleibt, obwohl es anstrengend ist. Oder nicht? Ich habe viel an das Wort aushalten gedacht. Also, dass du dich dem halt nicht entziehst. Also, dass man auch aushält, dass jemand eine andere Meinung hat.

Oder dass man auch aushält, dass jemand was anderes macht, als du vielleicht möchtest oder als du dachtest. Ohne, dass man sich dann sofort getriggert fühlt oder dass das heißt, dass dann der ganze Mensch, dann ist es das nicht. Dann ist es offensichtlich so. Dass du solche Sachen denkst. Also, ich habe ja heute Dänisch Prüfung gehabt und durfte mich sechs Stunden mit dänischen Themen, die das Volk bewegen, beschäftigen. Und unter anderem halt auch den Einfluss von sozialen Medien auf die Demokratie. Dass es ein bisschen weit hergeholt ist, darüber zu sprechen. Aber im Endeffekt geht es ja auch darum, also, da geht es ja auch um Kommunikation. Wie wir miteinander zusammenleben wollen. Als Nationen jetzt.

Oder in einer Nation. Ist egal, ob wir die gleichen Nationen haben oder nicht. Und dieses, und das ist ja, glaube ich, das, was uns ja auch so ein Anliegen ist, auch mit, ich weiß nicht, aufzureden. Hör doch gleich aufzureden. Mit unserem Podcast ist ja schon immer und immer und immer wieder eine Lanze dafür zu brechen, dass man beieinander bleibt, so lange, bis man wieder, dass man so lange miteinander redet, bis man wieder beieinander ist. Ja. Und sich überhaupt dem auszusetzen, ich glaube, da hakt es halt schon. Die haben in dieser Studie auch zitiert, ich glaube es war Südkorea, 50% der um die 20-Jährigen Angst vor sozialen Interaktionen haben. Die haben kein Problem, sei ich mit virtuellen Interaktionen, aber sozusagen physisch.

Also es gab ja auch mal diesen Schnelldurchlauf-Graf, ein kleines Video, was im Schnelldurchlauf gezeigt hat, wie sich Gate-Dating-Verhalten geändert hat über die letzten 50 Jahre. Und wie es am Anfang war es Freunde und Bekannte. Und was weiß ich, irgendwie Verein oder Kirche oder sowas. Und dann irgendwann in den 90ern kamen online dazu, Paar Ship, gibt es wahrscheinlich immer noch, diese Portale, die ich dann gematched habe. Ja, war ich auch mal. Warst du da? Warum haben wir uns da nicht getroffen? Weil das einfach Quark ist. Ich fand es immer voll nett. Und dann? Es gibt auch Menschen, die sich darüber getroffen haben und sehr glücklich sind. Also Paar Ship und All My Dating und dann? Und wie dann? Ich weiß nicht, ich glaube ab Mitte der, ich glaube ab den 20 Zähnen online komplett übernommen hat.

Und jetzt, also früher war das ja noch, also früher war das ja peinlich zu sagen, man hat sich online kennengelernt, irgendwie und jetzt ist halt so, wir haben uns online kennengelernt. Jetzt peinlich, wenn man sich noch richtig sieht. Nicht peinlich, aber es ist, ich meine die Reaktion, es ist ja schon witzig auch, es ist schon so, es ist schon auch das Extrem von sich persönlich kennenlernen. Also im echten Leben so, okay an der Bar ansprechen, fair enough, nicht betrunken, uuh, ist schon die Höhe, schon die nächste Steigerungsstufe und dann auch noch in der Sauna. Also ja, es halt auch muss man auch aufpassen, das wird jetzt nicht zu diesen Ärzten und sagen, früher war alles besser und es schade, aber ich finde es schade.

Und also die Frage ist, was können wir und das, was können wir als Eltern zum Beispiel wieder machen? Also das muss wir tun? Genau, ja. Dass wir unseren Kindern ein Darmphone, also einem Kind ein Darmphone gekauft haben, du kannst davon einfach nicht süchtig werden, weil es kann ja nix, das ist schon ziemlich genial, dann kannst du üben mit deiner Wut und deiner... Ich bin dann manchmal frustriert, wenn ich Herzen verschicken will, aber dieses Kind kann mein Herz nicht entziffern wegen dieses... Das ist nicht so schwer, kleiner Zeichen und der 3. Ja, ich weiß, das mach ich dann immer. Auf jeden Fall ist das, glaub ich, auf jeden Fall was? Ich meine, wir erlauben kein Gaming und so weiter. Ich halte davon nichts.

Ich weiß, du hättest von bestimmten Spielen irgendwie ein bisschen was, aber ich glaube, einfach diese Werte weiterhin zu pflegen, dass es wertvoll ist mit deiner Zeit zu verbringen, dass es wertvoll ist, zu kuscheln, dass es wertvoll ist, gemeinsam Dinge zu machen, die nichts mit Screen zu tun haben und dass wir eigentlich, also eigentlich, dass wir alles durchsprechen als Familie, was irgendwie da steht. Auch wenn es anstrengend ist und wir es immer wieder wiederholen müssen und auch wenn manchmal sich bestimmte Türen zu machen, was Emotionen angeht, da lassen wir auch nicht locker, wenn irgendjemand sich von uns zurückzieht, dann bleiben wir dabei, solange bis es gelöst ist. Damit sich es eben nicht in der Familie manifestiert, damit sich es nicht körperlich manifestiert und so weiter.

Und ich glaube, also sagen wir so, ich bin überzeugt davon, dass das Elternhaus einen riesen Einfluss hat. Ja, auf jeden Fall. Das ist uns ja auch wichtig, zumindest in dem Alter, wer weiß, wie es in fünf oder zehn Jahren ist, wo dann das Kind sehr viel mehr Zeit mit Freunden verbringt, die man halt so mittelwert schätzt, vielleicht manchmal als Eltern. Ja, wenn es überhaupt noch persönlich Zeit mit Freunden verbringt. Aber auch dann werden wir darauf bestehen, dass wir gemeinsam Zeit verbringen, Abendessen einigen. Aber das ist, also ich bin völlig bei dir, aber das berührt jetzt den Kern unserer Familie. Und das ist ja, da haben wir ja meistens Einflussphäre, natürlich, keiner weiß, wie sich unsere Kinder entwickeln und alles.

Aber ich denke tatsächlich in dem Zusammenhang auch mehr über die Interaktion mit den anderen nach. Also wenn alles online stattfindet, dann ja, was dann? Also deswegen finde ich das ja so super, dass die hier noch diese Spielnachmittage haben, wo die von der Klasse aus verpflichtet in fünf Gruppen sich persönlich bei sich selber treffen müssen. Einfach damit dieses persönliche Treffen auch nach wie vor implementiert bleibt. Und ich fand das in deiner Familie auch immer so toll. Und nachabendswert, bzw. auch in meiner Großfamilie, dass man soziale Kontakte quasi, also auch unsere Partys auch legendär, dass man Menschen zusammenbringt irgendwie. Und dass wir sozusagen diese Interaktion leben und üben.

Und ich gucke schon auch, dass unsere Kinder, dass wir unterwegs sind, dass man sich traut zu fragen und hinzugehen. Und zu sagen, wenn man was möchte oder sagen, wenn man unzufrieden ist mit etwas. Das wäre, sich gar nicht aufbaut, mit anderen Menschen in Kontakt zu gehen. Und natürlich will es auch enttäuscht werden, Menschen sagen doofe Sachen oder Sachen, die du doof findest, die vielleicht gar nicht doof sein müssen. Aber auch damit umgehen zu lernen, ich finde ich ein ganz wichtiges Skillset. Ich finde ich sehr gut. Wer weiß denn, ob diese Generationen nach uns, ob die nicht auch immer wieder auf eine Art den Hebel umschalten, umlegen. Im Sinne von es gibt ja Cafés, wo es heißt, ey, hier keine Laptops.

Am Wochenende keine PC-Arbeit. Wir möchten keine Telefone am Tisch sind, wir möchten, dass ihr euch unterhaltet. Und es sind eigentlich Generationen nach uns, die sowas entscheiden. Auf eine Art haben wir auch keine richtige Ahnung, also wir posten, also wir unterstellen uns auch jüngeren Generationen, Dinge, die wir... Ne, man macht sich halt ein Bild, wenn man halt, weiß ich nicht, ich warte heute draußen, sitz auf der, warte auf euch, sitz auf der Dachterrasse, läuft halt so ein, weiß ich, 12-Jährige vorbei. Und statt auf sein Telefon dabei ist es sozusagen die schönste Umgebung schlechthin und so, natürlich gibt es es. Und dann macht man sich davon eben das Bild, dass alle sind. Aber es ist natürlich auch schon passiert, ne?

Ja, natürlich. Und dann natürlich... Wir sind ja so reflektiert und... Ja, oder wir lachen auch. Wir lachen ja auch manchmal, weil ich finde, wenn du so ein Paar siehst, wo so beide ins Telefon gucken, dann denkst du, okay, die sind gestorben. Die Beziehung ist am Ende, die haben sich nichts mehr zu sagen. Und manchmal ist es so, okay, du guckst gerade, wo wir hin müssen und ich guck gerade, wie wir das Ticket bekommen oder so. Und dann sitzen wir halt genauso da mit diesem blöden Telefon und jeder denkt über uns. Ja, natürlich. Aber ich meine, as a matter of fact sozusagen, es gibt ein Fertilitätsproblem. Okay, gut. Was machen wir jetzt damit? Wie können wir das ändern? Was können wir nicht tun? Also ich würde sagen...

We did already, oder? Wir haben unseren Teil des Generationennachwuchsvertrages erfüllt. Also Nico will damit sagen, legt das Telefon zur Seite. Genau. Macht mehr Kinder. Sorgt für die Generation nach uns. Liebt euch. Ein Plädoyer für die Liebe. Das war eine richtig schöne, kurze... knackige Folge. Wir haben gesagt, wir machen jetzt mehr knackige, kurze Folgen. Vielen Dank fürs Zuhören. Schreibt uns eure Gedanken, Ideen, Beobachtungen und subscribe diesen Podcast. Ja, und empfehle den weiter. Schickt den an jemanden, für den das relevant sein könnte. Liebe Umarmungen das und wer da draußen. Wir sehen uns. Es geht dein Soulmate unerkannt. Die Welt bleibt ohne Screen. Und zwischen all dem Wischen. Bleibt jeder ungesehen.

Durch Jahre und Samen Wände. Nie so adrekt. Die Studie sagt, es liegt am Netz. Ich sage, es liegt am Mut. Ein Kind ist ein Versprechen. Ein Algorithmus. Du bist ein Algorithmus. Du bist ein Algorithmus. Du bist ein Algorithmus. Du bist ein Algorithmus. Du bist ein Algorithmus. So als wer sind... Du bist ein Algorithmus. Und ich sitze im Café und weiß nicht wo ich bin. Da sitzt ein junges Päd playing 중 Blick fixiert auf schirm Ventil. Vielleicht sind sie verliebt vielleicht nur in ihren avatar. Es wird halt nicht geredet. bleibt ohne Nachwuch und zwischen all den Wischen bleibt jeder ungesinn wie uns am Ende nie heißt im Deutschen sich hinter etwas stellen heißt aushalten wenn's brennt heißt es nicht hell ist sobald die Stimmung schau'n auch wenn das inster monster tippt auch wenn das netz dich ruft wir hatten mal geduld wir hatten mal ein zurückspulrecht für jede einzelne schuld heutzweiten wir nach links wenn etwas schwierig wird im passé und irgendwo in sich jährige wie schaut man jemand an den filter trauen die so ertrennt es heute am gesicht