edelabgefunkt.de · Episode 79 · Transkript

Nur noch Eltern, kein Paar mehr?

Edel Abgefunkt · Folge 79 · mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn
Veröffentlicht: 11. Juni 2026 · Dauer: 19:20

Edel Abgefunkt mit Katharina Giegling und Nicco Krezdorn — Musikerin und Arzt, zwei Jobs, mehrere Kinder. Alltag und Partnerschaft kommen oft zu kurz: wenig Paarzeit, viel Mental Load, kaum echte Pausen. Darüber reden sie so, wie es ist — ohne Hochglanz.

Kurzantwort

Parents’ Night Out kennt jeder – ein ganzes Parents’ Week Out ist der eigentliche Luxus. In Folge 79 sitzen Katharina und Nicco auf Mallorca ohne Kinder und erklären, warum Paarzeit kein schlechtes Gewissen braucht: Beziehung pflegen, zurückkommen und den Kindern erlauben, sie zu vermissen und zu weinen. Videotelefonate ersetzen das alte Wählscheiben-Telefon und ermöglichen Co-Regulation in Echtzeit.

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Häufige Fragen zu dieser Folge

Worum geht es in Edel Abgefunkt Episode 79?

Katharina und Nicco sprechen von Mallorca aus über Parents’ Week Out: sechseinhalb Tage Paarzeit, während die Kinder bei der Granny sind. Es geht um Partnerschaft neben Elternschaft, um Loslassen und darum, dass Kinder vermissen und weinen dürfen.

Warum finden sie bewusste Zeit ohne Kinder wichtig?

Nicht nur ab und zu Essen oder Kino – sondern wirklich Urlaub vom Elternsein (nicht von den Kindern als Menschen). Paarzeit hält die Beziehung lebendig; sie kommen zurück und lieben die Kinder über alles. Es geht um Sicherheit der Kinder bei Vertrauenspersonen und um die Partnerschaft als Paar.

Dürfen Kinder die Eltern vermissen?

Ja. Sie sollen Trauer und Vermissen ausdrücken dürfen, statt „stell dich nicht so an“ zu hören. Die Botschaft: Dir geht es gut, du bist behütet – und trotzdem darfst du weinen. Ernst nehmen statt Emotionen abschneiden.

Welche Rolle spielt Videotelefonie?

Früher gab es höchstens den Wochen-Anruf am Wählscheiben-Telefon neben der Oma. Heute können sie per Video in Echtzeit da sein, Emotionen mitregulieren und verhindern, dass sich das Gefühl „als ich jemanden brauchte, war keiner da“ anstaut.

Was meinen sie mit Co-Regulation und Spiegel?

Wenn Eltern atmen und ruhig bleiben, beruhigen sich Kinder oft mit. Kinder sind Verstärker und Lehrmeister: Stress schaukelt sich hoch, wenn die Erwachsenen gestresst sind. Gleichzeitig spiegeln die Kinder Werte und erweitern den Horizont der Eltern.

Vollständiges Transkript

Automatisches Whisper-Transkript (faster-whisper/small, Deutsch). Kann Hörfehler enthalten. Quelle: Episode-Audio aus dem RSS-Feed.

Also, unsere Kinder ist gerade so ein bisschen auf Gluten-Free und Schögel-Free. Ist ja eine spannende Reise auch, finde ich, mit und durch unsere Kinder auch immer wieder ein Spiegel vorgehalten zu bekommen. Und wenn ich über den Kuchen in der Klinik herfahre, als gäbe es kein Morgen irgendwie, dann muss ich danach mit schlechtem Gewissen einmal in den Sohn denken. Und denken, krass. Und der macht es halt nicht. Man, unsere Tochter, klettert jetzt einfach auf einem Niveau, wo ich quasi der Lehrmeister, der Lehrjunge bin. Ich finde es total wichtig, dass man nicht nur ab und zu Essen geht oder ins Kino geht, sondern dass man tatsächlich als Eltern auf Urlaub macht. Vom Elternsein und nicht Eltern. Genau.

Ohne Kinder. Gut siehst du aus? Wemso. Wir haben gesagt, mehr Edel. Du siehst aus wie so ein Mafia-Boss. Ja, das ist eines der schönsten Komplimente, die du mir machen kannst, ehrlich gesagt. Hab ich erzählt, dass ich Mafia-Bosten zu tun hatte in Italien, ja, ne? Ja, ich hab gesagt, nicht tausend Schatz, das ist zweimal Wasser. Wir küssen uns auch. Ja, aber das ist warmes Wasser. Ach so, ich seh. Das ist schon wichtig. Herzlich willkommen aus Mallorca, by the way. Ja, wir sind umgezogen, ausgewandert. Jetzt richtig. Ja, wir haben auch unsere Kinder nicht mitgenommen. Haben wir auch abgegeben. Nein, es würden wir niemals wachen. Wir vermissen sie sehr. Das bringt uns aber zu einem Thema, eigentlich, das heutigen Tag ist.

Was machen wir denn hier, außer unsere Beziehung zu prägen? Ja, das ist das andere Thema des heutigen Tags, das ist tatsächlich Parents' Week out. Parents' Night out kann ja jeder. Das ist ja auch so ein bisschen eine geflügeltes Wort, eigentlich und auch extrem wichtig persönlich. Parents' Week out ist echt der eigentliche Luxus, also es ist ein krasser Luxus, von echt zu sagen. Ja, aber ich find's eigentlich auch total wichtig. Ohne eigentlich, es ist total wichtig. Ja, ich find's total wichtig, dass man nicht nur ab und zu essen geht oder ins Kino geht, sondern dass man tatsächlich als Eltern auf Urlaub macht. Vom Elternsein und nicht Eltern. Genau, ohne Kinder. In Sinne von nicht das Elternsein an sich Urlaubsbedürftig sein müsste.

Aber ich finde, uns als Paar zu erleben ist immer einfach wunderschön und großartig. Ja, und sich tatsächlich abzudaten und wie du vor auch gesagt hast, also es ist ja schon fast absurd, wie viel Zeit wir zusammen verbringen mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Wobei also Updaten, das ist jetzt nicht so, ist es, ob ich dich jetzt über irgendwas updateen müsste, oder? Nee, aber ich find's schon so. Manchmal sind es die großen Themen des Lebens und die Sachen, die anbewegen. Also, ich muss auch nicht updateen nennen. Aber ich finde das extrem wichtig. Und also natürlich, das will ich mir schon auch sehr bewusst, das ist ein absolutes Privileg, dass wir das machen können. Also wir haben jetzt sozusagen deine Mutter, die aufpasst.

Wir hatten das auch schon mal, wo meine Eltern aufpasst haben. Er hat vielleicht nicht jeder diese Möglichkeit, aber vielleicht kann man das anders lösen. Weil ich glaube, das, was dahinter steckt, ist ja eigentlich nicht so sehr, wer die Betreuungsperson ist, sondern vielmehr, dass die Kinder okay damit sind, alleine zu sein mit einer Person, mit einer liebenden Person, die nahe genug ist, eine Betreuung machen zu wollen. Ob das jetzt muss endlich immer eine Woche sein, es können auch drei oder vier Tage sein. Ja, und ich glaube, wenn ich es jetzt entscheiden könnte, dann wären es so fünf Tage. Und ich glaube jetzt sind es sechs, oder sagen wir mal vier. Also vier werden vielleicht noch, aber letztendlich...

Es sind sechs und ein halb Tage. Und ja, ich war auch tatsächlich ein bisschen überrascht, muss ich sagen, wir haben das ganze Letztes Jahr schon mal gemacht. Und gefühlt war das Letztes Jahr weniger ein Problem für unsere Kinder als dieses Jahr. Das habe ich so nicht erinnerngen, tatsächlich. Also ich glaube, letztes Jahr war das auch schon ein Thema. Und man muss ja sagen, sie haben uns gerne gehen lassen. Wir sind ja große Fans von darüber sprechen. Ganz viel davon besprochen. Auch, dass es wichtig ist für uns als Paar. Das ist natürlich, dass wir hier arbeiten. Dass es wichtig ist für unsere Berufe. Und ja, auch, dass es für uns wichtig ist als Paar. Ja, ja, hab ich ja gesagt. Ja, mir ich dachte, aber du meinest arbeiten.

Ich habe gesagt, es ist wichtig für uns als Paar. Du kannst dir gerne immer die Aufnahme anhören. Und, dass es wichtig ist für unsere Berufe. Man merkt, wie relaxed du bist. Just listen to me. By the way, ich kann nicht mehr verleugnen, was ich schon habe. Das kannst du wohl nicht. Bei Wichern hat jetzt auch ein bisschen exklusiv Zeit. Ja, das haben wir auch festgestellt. Das ist auch fair ist, dass da haben wir auch schon mal drüber gesprochen. Eins zu eins Zeit von von von Kindern, also mit einem von uns. Und es gilt Zürich auch für das Baby. Sonst, dass er viel Eins zu Eins Zeit hat mit ihr tagsüber, aber nicht zwingend mit mir auch. Auf jeden Fall haben uns unsere Kinder auf eine Art gerne gehen lassen.

Haben sich natürlich auf die Granny gefreut und trotzdem haben sie Momente, wo sie uns vermissen. Und darüber wollen wir sprechen eigentlich, dass es okay ist, uns vermissen und das auch zu formulieren. Und dass es uns eigentlich darum geht, dass sie sich auch ausdrücken dürfen und dass sie auch traurig sein dürfen. Oder, dass wir es nicht absecknen müssen, als du darfst nicht traurig sein, du darfst nicht weinen. Alles gut. Sondern wir wissen, dir geht es gut. Du bist behütet und umsorgt und dennoch darfst du weinen. Ja, ja. Und also wo uns ja schon auf eine Art ein bisschen wieder diese Generationen und Unterschied auch bewusst geworden ist. Und wir können ja gut darüber reden. Aber dass es ja schon, dass ich mal so eine Tendenz gibt, irgendwie so zu sagen, wie er nicht rumgeheult.

Und dass es natürlich als Elternteil auch leichter ist, dann zu sagen, nee, ich kann das aushalten, als vielleicht für jemanden, der nicht der Hauptbetreuer ist. Und wo ist jetzt das Szene von heute Morgen noch erzählen? Ja, genau, also, weil... Geil, wie wir halt mega in der Sonne sitzen. Ich hab echt mega geil ausgesagt. Und es ist halt auch total ruhig, so wie ich mir das vorgestellt hab. Hintergrund sägt irrer, irgendwie seine Fliesen. Ihr knattern die ganze Zeit irgendwelche frisierten Motorräder vorbei. Ich verkohle hier. As was it... Dein Gesicht ist, by the way, im Schatten. Es ist gut, as it gets. So, die schwandere Frau darf natürlich... ...entscheiden, wie sie es möchte. Ist jetzt mal ein Gesichter am Schatten, ja, ist besser.

Bisschen. So, ja, so fühl ich mich tatsächlich auch ein bisschen mehr wie so ein Mafia-Don. Ja, du siehst doch so aus. Jetzt sag halt mal, was du sagen willst. Ja, jetzt müssen wir erst mal wieder das Wasser pauschen, sonst. Keiner nirgt. Ja, unser Sohn, einer unserer Söhne, war heute Morgen sehr, sehr traurig. Und die waren kurz bevor sie in die Schule mussten. Und wir hatten telefoniert. Und wir hatten telefoniert und dann haben wir... ...dann haben wir uns diese Zeit genommen. Und das war erstes, darüber hatten wir auch gesprochen, dass es auch ein Privileg ist, dass wir heutzutage Telefone haben mit Videotelophonien, als wir Kinder waren. Also, wenn meine Eltern weggefahren sind, das haben sie auch gemacht, finde ich auch gut.

Muss ich ihn auch hoch anrechnen. Das... also, dann haben die, glaube ich, einmal pro Woche angerufen im W. Und dann saß du halt an dem Wählscheiben-Telefon bei der Oma im Wohnzimmer. Und die Oma saß halt daneben, dann fängst du auch nicht an zu sagen, wie du du alles findest. Und dass wir jetzt die Möglichkeit haben, auch alleine mit unseren Kindern zu sprechen, und die Möglichkeit haben, zu weinen und alles auszudrücken. Und, und, ja, wir irgendwie ihnen helfen können, mit diesen Emotionen in Echtzeit umzugehen. Weil wir das, oder unsere Tochter gestern Abend irgendwie alle eingeschlafen, also alle, und sie ist die Einzige, die noch wach war. Sie hat ziemlich angerufen. Ja, und auch, wenn diese Emotionen irgendwie alleine war.

Und auch da wieder halt die Möglichkeit anzurufen. Und, ja, wir dann dabei sein können, ohne dabei zu sein. Und ihnen helfen, dass das sich nicht anstaut und dann irgendwie in so einer Kindheitserinnerung mündet, wie, als ich jemanden gebraucht habe, war keiner da. Und ich durfte nie weinen. Ja, ich glaube, was wir heute Morgen auch gesehen haben, ist so, also für uns gesehen haben, dass es für uns und unsere Kinder total gut funktioniert, dass wir sie ernst nehmen, dass wir sie sehen, dass wir sie, wie wir mal gesagt haben, die kleinen Erwachsene behandeln, im Sinne von, dass wir ihnen viele Dinge auch erklären können. Es ging ja dann um den Verzicht, um irgendwie quasi, als unsere Kinder ist gerade so ein bisschen auf Gluten-Free und Sugar-Free, wovon ich es sehr viel halte.

Und wir essen alle jetzt nicht krass viel Gluten und auch nicht krass viel Zucker. Und bei einem unserer Kinder ist es quasi ein bisschen mehr. Einfach aus gesundheitlichem Grund und nochmal zu erklären, dass nur weil alle Dinge tun, dass es nicht heißt, dass die richtig sind. Und man kann jetzt auch nicht vorstellen, dass alle sind falsch. Aber ich glaube, für ihn hat es ganz, ganz viel ausgemacht, dass wir ihn gesehen haben mit seinem Schmerz. Das ist halt der, der hat nur gesagt so, ich habe keinen Bock mehr auf diese feißgetrocknete Mange oder so. Gib mir, gib mir das, was alle essen. Warum nicht ich? Und ich meine, er hat schon auch gespürt. Einer der stärksten Menschen, die ich kenne, muss ich ehrlich sagen.

Also in dem Alter zu so viel Sachen, nein, zu sagen. Mit unserer Hilfe. Ja. Und unseres, unsere Konstinkt. Lutscher einzupacken für seine Geschwister, wissen, dass er sie nicht essen kann und so oder nicht essen darf. Also wirklich, also was Wildenstärke angeht so. Ich denke manchmal an ihn und denkt mir, krass, wenn er das. Wenn du dann über den Kuchen in der. Wenn ich über den Kuchen in der Klinik herfall, als gäbs kein Morgen irgendwie, dann muss ich danach mit schlechtem Gewissen einmal in den Sohn denken und denken, krass. Und der macht es halt nicht. Soll ich vielleicht auch mal so konsequent mit dir sein? Ja. Ja, also vor allen Dingen, wenn ich dann merke, dass es mir nicht gut tut hinterher. Also ist ja eine spannende Reise auch, finde ich, mit und durch unsere Kinder auch immer wieder ein Spiegel vorgehalten zu bekommen und also sich selber zu reflektieren und zu sehen, was was wichtig ist.

Und also das, ehrlich gesagt, ich freue mich da schon auch zunehmend darauf, dass mit dem mit dem älter werden unsere Kinder also sie noch mehr Lehrmeister werden können für uns, als sie immer schon sind. Also es waren unsere Kinder, haben uns ja immer schon, sage ich mal, gelehrt im Moment zu sein oder richtig zuzuhören. Oder wenn man alles lernen Konflikt, Management, Krisenmanagement. Ja, wenn man dann auch ihnen erlaubt, durch sie gespiegelt zu werden. Also das hat war für mich eine Reise, dass wenn ich atme, mein Kind sich beruhigt. Ja, ja, also diese Erkenntnis hatten wir auch ein paar Mal, dass das ja wie so kleine Verstärker manchmal sind. Und wenn das, also wenn die Kinder gestresst werden, dass das Problem halt manchmal mir selber waren.

Nicht zwingend immer das Kind. Und das kann sich halt leider auch negativ hochschaukeln. Klar. Weil sie Kind gestresst, man selbst gestresst, man vielleicht noch durch irgendwelche anderen Umstände gestresst. Ja, ja, aber ich finde es, also das sind ja diese ganzen, sage ich, jetzt mal metaphysische. Also ich habe mich voll so die psychologischen Erkenntnisse von meinen Kindern irgendwie so. Aber also auch so rein praktische Sachen. Also ich meine, unsere Tochter klettert jetzt einfach auf einem Niveau, wo ich quasi der Lehrmeister, der Lehrjunge bin. So. Also ich finde es gut. Und das wird ja mehr werden, weil die ja auch eigene Interessen entwickeln und die Verstärkungen, Fähigkeiten und so, was ja unseren Horizont dann auch wieder erweitern kann.

Stimmt. Also was wir eigentlich sagen wollen, was wir uns aus der Kinder sehen. Genau, macht mehr Kinder. Wir lieben sie über alles, verbringt ganz viel Zeit mit ihnen und dann verbringt auch Zeit ohne sie. Ja, verbringt Bewusstsein mit ihnen, liebt sie über alles, sprecht mit ihnen. Und große Vorfreude würde ich auf jeden Fall sagen, dass viele sehen und ganz viele, ganz viele kuscheln. Und ich bin froh, dass der Freitag für sie frei ist und kann den ganzen Freitag zusammen verbringen. Word. Thanks for the talk. Let's have dinner. Let's do that. Ja, ich wollte nochmal sagen, wenn euch das hier gefallen hat oder wenn das die Kamera übrigens, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr euch irgendwas gebracht habt, dann tut uns den großen Gefallen.

Liket es, subscribt, seht es, teilt es, kommentiert. Gibt uns Shoutouts, haben wir noch ein neumotisches Wort vergessen. Es hilft uns tatsächlich. Und zwar nicht so sehr, weil wir wieder von irgendwas persönlich verdienen, sondern weil es uns hilft, einfach mehr Menschen zu erreichen. Und das ist das, was wir gerne möchten mit dem, was wir hier tun. Und da wäre wir euch dankbar. Sonne über Mallorca. Mein Gesicht bleibt im Schatten. Du siehst aus wie ein Boss. Und das ist das Schönste, was wir hatten. Sie tauscht mir noch das Wasser. Das warme will ich nicht. Willkommen in der Familie. Jetzt beginnt der Bericht. Wir sind ausgerandert und die Kinder sind daheim. Bei der Granny Gut behütet, also lass uns ehrlich sein.

Das ist kein schnelles Date. Kein Kino und dann bett das das Pair ins Week Out. Sechs, eineinhalb Tage komplett. Draußen knattern die Motorräder. Einer sägt an seinen Fliesen und ich sitze hier wie ein Pate und tu nichts als Piftfamos. Nicht jeder hat ne Oma, doch es geht nicht um die Person. Es geht ums alte Thema. Ein Kind muss sich sicher fühlen, bei jemand, der es hält. Und drei, vier Tage reichen, auch wenn nur die Liebe zählt. Wir brauchen keine Applix. Wir haben nichts zu beichten. Wir wollen uns als Parma wieder finden und erreichen. Kein Streit und kein Kalt. Wir lieben euch wie verrückt. Drum sind wir mal ne Woche weg und kommen zu euch zurück. Ihr dürft uns ruhig vermissen. Ihr dürft auch mal weinen.

Erläuft Famos. Ist am Telefongewein. Kurz vor der Schule vor Lackkummer und wir haben's nicht verneint. Kein Stell dich nicht so an. Kein Kopf hoch wird schon gut wir sagen. Und dir geht's bestens und du zeigst trotzdem deine Wut. Talt's nicht klein, was heißt die Homa? Still daneben, Mama, Parada. Holst du nicht ins Telefon? Da bleibst du brav und glatt. Heute sind wir per Video da. Ganz nah im fremden Land und halten ihre kleine Welt zusammen. Hand in Hand. Jetzt mit der Mango. Gib mir das, was alle kriegen. Und ich denk nur, Respekt kompan. Kein Zucker und kein Gluten. Und der packt den Lutscher ein. Für die Geschwister, die ihn essen. Und er selber. Ich hab mir so schnell keiner nach. Ich lieg beim Klinikkuchen schon nach 2 Sekunden flach.

Nur weil alle etwas tun, heißt das noch lang nicht, das ist richtig. Mein Kind hält mir den Spiegel hin und auf Weimar. Und wenn er mal gestresst war, fand ich oft genug heraus. Der Stress, der saß in mir. Jetzt atme ich ihn langsam mal. Ja, wir lieben euch wie verrückt. Drum sind wir mal eine Woche weg und kommst zu euch zurück. Ich bin ein... Sint der Stambe der Freitag.